DBV-Fachausschuss Milch diskutiert Marktlage und aktuelle Tierschutzdebatte

Die Milchpräsidenten der Landesbauernverbände erörterten in dieser Woche beim Fachausschuss Milch des Deutschen Bauernverbandes (DBV) die angespannte wirtschaftliche Lage im Milchsektor und die auch für den Milchviehbereich relevante Debatte über die Tierhaltung in Deutschland.
 
Parallel zur aktuell unbefriedigenden Entwicklung der Märkte wird in Deutschland im Rahmen der Tierschutzdebatte zunehmend auch die Nutztierhaltung von Rindern in Frage gestellt. Hierzu DBV-Milchpräsident Udo Folgart: „Die zum Teil unsachlich geführten Auseinandersetzungen verdeutlichen, wie bestimmte Gruppierungen und Parteien versuchen, auf Kosten der Tierhalter Stimmung zu machen. Den Landwirten fehlt im Moment ein klares Bekenntnis politischer Entscheidungsträger zur flächendeckenden Milchviehhaltung in Deutschland. Für uns Milchbauern bedeutet die Diskussion, dass wir klarer kommunizieren müssen, wie die Haltung von Rindern in Deutschland tatsächlich aussieht."

Hierzu werde derzeit am Nachhaltigkeitsmodul von QM-Milch gearbeitet, welches insbesondere als Möglichkeit verstanden werden sollte, unsachlichen Debatten mit Fakten aus der Praxis begegnen zu können.
 
Hierzu tauschten sich die Milchpräsidenten mit Wissenschaftlern aus, die an Projekten und Gutachten zum Tierwohl von Milchkühen arbeiten. Ganz im Sinne des Mottos des anstehenden Bauerntages „Veränderung gestalten“ zeigten sich die Milchbauern bereit, sich der gesellschaftlichen Diskussion zu stellen und Problembereiche in der Milchviehhaltung anzugehen.

„Landwirte dürfen dabei jedoch weder von Politik, noch von Marktpartnern überfordert werden“, so Folgart abschließend. Steigende Anforderungen und gleichzeitig sinkende Milchauszahlungspreise würden demzufolge nicht harmonieren.
 
Zur derzeitigen Situation auf dem Milchmarkt wurden mögliche politische Handlungsoptionen beleuchtet. Diese werden während der Sitzung des DBV-Präsidiums anlässlich des Deutschen Bauerntages 2015 in Erfurt besprochen.

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17 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Friesenkuh · 1.
    und morgen lesen wir hier

    die Meldung der Rabobanker-die haben sich heute auch das erste mal nach über 100 Tagen gemeldet.........

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  2. von uwehans · 2.
    den Nagel auf den Kopf getroffen

    hat Dieter Müller. Den Aussagen ist nichts hinzu zufügen.

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  3. von eiboeiben · 3.
    DBV - Fachausschuss ...

    .. die Ausführungen von "Franzi13" (s.u.) reichen voll und ganz ... ! Bin "voll" auf ihrer Linie ... - es wird diskutiert, diskutiert, die Herren verdienen sicheres Geld, aber sie bringen es nicht "auf den Punkt", sie können oder wollen nicht begreifen ... - klare Worte, und mit Nachdruck, an die Politik, etwas ändern zu MÜSSEN! sind bei der prekären Lage angesagt ...

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  4. von Johannes93 · 4.
    Der DBV ist eine Schande für die deutschen Bauern.

    Abwarten. Nichtstun. Probleme aussitzen. Wir Bauern ackern jeden Tag mind.12 Stunden für den erhalt unseres Arbeitsplatzes und dieser Verband ist nichteinmal eine sekunde in der Lage die Probleme des Milchmarktes zu erkennen. Es gibt gewiss wichtigere Dinge, als sich mit Tierwohl und QM auseinanderzusetzen. Aber an Marktregulierung verdienen diese Bonsen nix. Das ist das wahre Problem dieses Versagerverbandes

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  5. von Friesenkuh · 5.
    (...)ra......

    Jetzt muss ich noch mal schmunzeln der DBV hat doch die ganze Zeit für freien Markt plädiert aber gegen das Bemühen den Markt abzusichern. Was soll das Geschrei nach dem DBV der bekommt ja auch nichts auf die Reihe in Sachen milch- jedes mal das gleiche gesalzen!

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  6. von elinge · 6.
    Folgards go home !!!!

    Melke deine 1000 Kühe und verdopple alle 5 Jahre damit es auch in 6 Jahren noch reicht. Erst dann zeigt es sich ob sich ohne Außerlandwirtschaftliches Einkommen sein "Milch" betrieb noch ausreicht. Bei solchen groben Fehleinschätzungen wie sich der selbsternannte Milchpräsident erlaubt glaube ich nicht das da sein Milchbetrieb lange überleben wird. Es solls uns beweisen und abhauen ......... Übrigens: Flächendeckende Milchproduktion geht bei einer stark Arbeitsteiligen DBV Welt die Effizienz als Hauptargument und nur noch "DIE" anerkennt ist bei dieser Einschätzung nicht möglich !!!

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  7. von Franzi13 · 7.
    DBV - Habe Fertig!

    Mann schwallen die einen Scheiß daher und drehen sich im Kreis. Kein Konzept,kein Roter Faden. -nur Mist wie QM Milch um sich an Milchbauern auch noch zu bereichern. Maul halten und schämen sollten sich diese Herren aber nicht mal dazu sind sie imstande. Die sind einfach nur Peinlich und Charakterlos.

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  8. von peterweitzel · 8.

    Was wir Milcherzeuger jetzt brauchen ist endlich ein freier Milchmarkt, in dem die Bauern Ihre Milch verkaufen und nicht der Einzelhandel den Milchpreis bestimmt. Kontrakthandel von Erzeuger bis zum Einzelhandel mit Verträgen bis zu 5 Jahre im Voraus, damit die Erzeuger auch vernünftig Planen können. Kontrakte in denen Milchpreis und Milchmenge im Voraus festgeschrieben sind und losgelöst vom Tagespreis. Das hat in allen Märkten bis jetzt gut für uns Landwirte funktioniert. Warum macht das keiner am Milchmarkt???????????????

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  9. von Dieter Müller · 9.
    Anscheinend sind die Aufklärungs-UFOs zurück und haben keine neuen Märkte gefunden.

    Jetzt beginnt der große Katzenjammer. Es kommen nur noch negative Nachrichten. Der Export funktioniert nicht wie prognostiziert, weil gerade China einen Strich durch die Rechnung macht und das Embargo von Russland weiter belastet. Die Hoffnung auf neue Märkte blatzt anscheinend wie eine Seifenblase. Als Fazit sehen wir steigende Milchmengen, steigender Frust und sinkende Milcherzeugerpreise. Nach der großen Freiheitsfeier, des DBV vom 01.04.2015, kommt nur wenige Wochen später der Offenbarungseid. Nun werden doch wieder, lt. Udo Folgart, "mögliche politische Handlungsoptionen beleuchtet". Da er im Bereich Mengengestaltung bisher seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, sollte er sich doch mit dem Milchmarkt-Krisenmangement des EMB (Europäisches Milchboard) beschäftigen.

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  10. von Hans-Nagl · 10.
    DBV Ist da Ende

    Einer flächendeckenden Milchviehhaltung in Deutschland.

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  11. von Erwin.Schneiderbauer · 11.
    Wie Eunuchen im Puff!!!

    Viel reden, aber nix bewegen!!!!

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  12. von kuhrios · 12.
    Totalversagen

    Der DBV verwaltet sein Totalversagen in puncto Milchpolitik bei Kaffee und Kuchen. Mahlzeit!

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  13. von ramsdorf · 13.
    Toll, der Milchpreis sinkt und der

    DBV hat nix bessere zu tun wie die ganzen Nachhaltigkeitsaktionen der Molkereien zu fördern. Vertretet uns Milcherzeuger, der BDM ist nicht in der Lage dazu, beweist ihr zumindest das ihr was könnt!

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  14. von helmut_ehrlicher · 14.
    Heiße Luft

    Da brauch niemand was von erwarten. Bei dem Kaffeekränzchen des DBV mit riesen Buffet, wird eh nur heiße Luft diskutiert, wenn überhaupt, weil man den Mund zum Essen braucht, um am Ende nix neues zu präsentieren.

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  15. von Friesenkuh · 15.
    was fehlt sind Perspektiven Herr Folgart

    Das alleinige heil im freien Markt ist so was von den Bach runtergeegangen-und auf mittlere Sicht auch wohl erst mal keine Besserung in Sicht. Ich erwarte eigentlich konkrete Vorschläge seitens des BV(ohne Interventionserhöhung u. Exporterstattung für unsere Molkereien) Die Softlandung ist so was von vor die Wand gefahren - der Vorschlag zur Lösung kann nicht in noch mehr Auflagen die man in Zusammenarbeit mit dem Thünen Institut erarbeitet..............

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  16. von detmarkleensang · 16.
    Ein klares Bekenntnis zur flächendeckenden Milcherzeugung

    wünschen sich die Milcherzeuger vor allem vom DBV, seinem Milchpräsidenten Folgart und dem Milchausschuss! Außer Bekundungen dieser, die Landwirte dürften nicht von Politik und Marktpartnern überfordert werden, dann aber selber den Landwirten höhere Anforderungen aufzuerlegen, kommt da leider nicht. Da wird vom DBV eine „unsachlich geführte Auseinandersetzung“ von Teilen der Öffentlichkeit mit den Bauern bejammert, als Lösung bietet der DBV dann aber eine selbst durchgeführte Verschärfung von QM an. Da fasst man sich doch echt an den Kopf! In vorauseilendem Gehorsam sollen die Bauern lieber vom DBV geknechtet werden, um Argumente gegen Unsachliches an der Hand zu haben. Das ist doch wirklich ein Treppenwitz. Anstatt unsachlicher Kritik durch aufklärende Öffentlichkeitsarbeit zu begegnen gibt es seitens des DBV lieber die nächste Verschärfung von QM, welches einst mal dazu erfunden worden war, den Milcherzeugern höhere Einkommen zu ermöglichen. Mittlerweile gibt es bei QM nur noch Einkommensabzüge, wenn man sich nicht an die vom Bauernverband auferlegten Regeln hält. Umso unverständlicher das jammern des DBV, die Bauern sollten noch überfordert werden… Wo ist denn das klare Bekenntnis des DBV für eine flächendeckende Milcherzeugung, die Folgart da anmahnt? Selbiger Udo Folgart, der vor einigen Jahren noch öffentlich äußerte, er wünsche sich eine einzige große Genossenschaftsmolkerei für ganz Deutschland, also die totale Vernichtung des Wettbewerbs um unsere Milcherzeugung. Selbiger Udo Folgart, der vor einigen Jahren noch öffentlich äußerte, etwa 70% der Milcherzeuger in Deutschland wären nicht wettbewerbsfähig und müssten das Feld räumen, also die selbst geäußerte Abkehr von einer flächendeckenden Milcherzeugung! Diese Widersprüche wird Udo Folgart aber sicher wieder einmal nicht aufklären, sondern lieber wieder in der Versenkung verschwinden, wie immer wenn die Hütte brennt. Die Bauern wird er im Regen stehen lassen und zu einem klaren Bekenntnis wird er sich wieder nicht aufraffen können.

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  17. von Rhönerblut · 17.
    Was den Milchbauern fehlt

    ist nicht nur ein Bekenntnis des DBV für eine bäuerliche Milcherzeugung mit Bestandsobergrenzen, sondern auch ein entsprechendes Handeln des DBV

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