EU lagert Magermilchpulver aus

Melken Der Markt für Magermilchpulver steht weiter unter Druck.
Bild: Werkbild

Für Branchenvertreter überraschend hat die EU-Kommission bei der aktuellen Ausschreibung 1.864 t Magermilchpulver aus den Interventionsbeständen verkauft. Im Herbst hatte sie nur "homöopathische Mengen" ausgelagert. Der Preis der aktuellen Ausschreibung ist mit 1.190 €/t sehr niedrig. Damit wächst der Druck auf den Markt für Magermilchpulver.

Lesen Sie mehr

18 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Matthias Zahn · 1.
    @Dietmar Fritz

    Genau richtig erkannt. Der Hebel der EU auf den Weltmarkt beträgt ca. 1:3! Ein Prozent mehr Milch in Europa belastet den Weltmarkt mit 3 Prozent! Das bedeutet, ausgehend von ca. 5 % Mehrmengen nach dem Quotenausstieg und einem gesättigten europäische Markt, haben wir Europäer den Weltmarkt mit 15% zusätzlicher Menge versorgt!

    Das meinen unsere Leser:
  2. von Dietmar Fritz · 2.
    Schönen Dank an MZ

    Keine Produktionsregion hat auch nur annähernd das Steigerungspotential der EU!Vielleicht die USA,aber die steigern ja sogar noch ihren Eigenbedarf. Damit haben wir den Weltmarkt derart in der Zange,dass wir den Weltmarktpreis spätestens im Frühjahr/Sommer auf unseren Milchgeldabrechnungen wiederfinden werden.Und einige!? Interressenvertretungen werden ihren Schäfchen dann verraten,dass das ja alles am Weltmarkt liege und man daran ja bekanntlich nichts ändern kann....

    Das meinen unsere Leser:
  3. von Matthias Zahn · 3.
    Also....

    400000 to Pulver. = 4 Mio to Milch = 2,5% der EU Milchproduktion = ca. 50 % der gesamten Produktionssteigerung nach dem Quotenausstieg liegen also auf Halde und waren im Markt nicht ab zu setzen. Die anderen 50 % nur unter großen Preis Zugeständnissen. Super Deal für die Milchbauern.... Ham wirs jetzt?

    Das meinen unsere Leser:
  4. von Walter Lausen · 4.
    dietmar fritz

    380 mio - 380 tausend tonnen sind 3nullen unterschied =0,03 mio tonen rohmilchäq. = 0,02% jahres eu Produktion ? mit den nullen ist es immer so eine sache

    Das meinen unsere Leser:
  5. von Ottmar Ilchmann · 5.
    Krisenbeschleunigung

    Vielleicht muss das Pulver um jeden Preis raus, weil die Haltbarkeit nicht mehr gegeben ist... Der billige Abverkauf ist jedenfalls der Beweis dafür, dass man die Hoffnung aufgegeben hat, der Preis könnte wieder anziehen. Jetzt wird verramscht, ohne Rücksicht auf die Folgen, und das bei wieder stark wachsender Liefermenge. Ein fatales Signal!

    Das meinen unsere Leser:
  6. von Gerd Schuette · 6.
    Es wird Zeit für Veränderung...

    Dieser Verkauf kommt einer Bankrotterklärung der bestehenden Milchpolitik gleich!

    Das meinen unsere Leser:
  7. von Dieter Müller · 7.
    Die verkaufte Menge an Magermilchpulver macht nur 0,46 % der Gesamteinlagerungsbestände aus!

    Das die Einlagerung von ca. 400.000 t Magermilchpulver ein enormes Minusgeschäft für die EU ist, kann niemand abstreiten. Der derzeitige Verlust von 200 Millionen Euro, incl. Lagerungs- und Logistikkosten, gilt jedoch nur dann, wenn die restlichen 99,54 % auch derzeit Abnehmer finden würden. Es ist aber aktuell nicht erkennbar, dass die Marktlage die Chance bietet Käufer für diesen Magermilchpulverberg zu finden. Das die EU, wie in vergangenen Krisen, die eingelagerte Menge mit Gewinn verkaufen kann, ist nun echt eine Utopie. Agrarkommissar Phil Hogan hat schon längst erkannt, dass dieser Weg schlimmer als eine Sackgasse ist. Bei der Politik setzt sich die Erkenntnis durch das dieser Kurs eigentlich weder den Milcherzeugern noch der Staatskasse hilft. Die logische Schlussfolgerung ist völlig klar, Milchkrisen können zukünftig nur dadurch vermieden werden, wenn nur die Mengen produziert werden, die auch zu akzeptablen Preisen abgesetzt werden können. Dies ist auch der Grund für die neue Richtung der EU-Agrarkommission, sich das Recht auf europaweite Mengenreduzierung zusichern zu lassen.

    Das meinen unsere Leser:
  8. von Gerd Uken · 8.
    Und die Verwertung

    Für Pulver liegt bei 18 Cent. Schöne heile Welt und keiner weiß wie sie das Pulver wegbekommen .......

    Das meinen unsere Leser:
  9. von Wilhelm Schulte · 9.
    Unfassbar

    In Berlin wird heile Welt gepredigt und im Hintergrund senkt Brüssel die Milchpreise. Die sind somit klar auf dem Weg die Familienbetriebe die Sie angeblich erhalten wollen abzuschaffen

    Das meinen unsere Leser:
  10. von Hans Nagl · 10.
    Leute die Intervention

    Die Intervention hat doch zwei Ziele, erstens den Milchpreis nicht ins bodenlose fallen zu lassen und zweitens die Preise für Nahrungsmittel nach einer Milchkrise nicht explodieren zu lassen.

    Das meinen unsere Leser:
  11. von Dietmar Fritz · 11.
    Zuviele Nullen:)

    380000 to.Pulver=3Mio to Rohmilch. Das Problem verringer sich um eine Kommastelle...bleibt aber trotzdem gigantisch!

    Das meinen unsere Leser:
  12. von Dietmar Fritz · 12.
    Kann das evtl.bestätigt werden?

    Das Megaproblem in Zahlen! 380 Mio.to auf Lager =ca. 30 Mio.to Rohmilchäquivalent=ca.20% der Eu Jahresmilchproduktion! Weltmarkthandelsumfang in Rohmilchäquivalent=ca.60 Mio.to mit Wachstumsrate jährlich...1-2%=0,6-1,2Mio.to. Das heisst in ca.25 Jahren hätte das Marktwachstum das Pulver aufgenommen! Dazu kommt in diesem Jahr eine Eu Anlieferungssteigerung von ca.5%?=7.5Mio.to Rohmilch!! Wer da nicht sieht das wir ein Mengenproblem haben,dem mit Interventinon nicht begegnet werden kann,der kann nur ein Ziel haben. Die gezielte Vernichtung von bäuerlichen Existenzen!!

    Das meinen unsere Leser:
  13. von Karl Watermann · 13.

    Wer jetzt noch meint, dass die Intervention den Bauern nutzt, der sollte dringend einen Arzt aufsuchen!

    Das meinen unsere Leser:
  14. von Bernd Lohse · 14.
    Intervention gehört abgeschafft!!!!

    Sie hat die letzte Krise nicht verhindert, sondern verlängert und bringt uns nun direkt in die nächste. Unfassbar !!!!!

    Das meinen unsere Leser:
  15. von Dietmar Fritz · 15.
    Es passiert tatsächlich

    Erst wird mit Steuergeldern der Markt angeblich entlastet... und jetzt werden die Milchviehalter scheinbar mit Steuergeldern vernichtet...oder wie??Oder was hat dieser unterirdische Preis für eine Marktwirkung?Bitte nochmals um Statetments der Fachpresse und unserer angeblichen Interessenvertreter die dieses Megaproblem als Lösung propagiert haben!!

    Das meinen unsere Leser:
  16. von Hans Nagl · 16.
    Milchpreis!

    Der Milchpreis muss mit aller Gewalt gesenkt werden , sonst sind unsere Globalplayer nicht mehr Konkurrenzfähig. Wenn dabei einige Zehntausend Bauernhöfe aufgeben müssen ist doch Super, den jeder Bauernhof weniger bedeutet mindestens zwei neue Arbeitskräfte für die Industrie.

    Das meinen unsere Leser:
  17. von Renke Renken · 17.
    Das würde vorraussetzen,

    daß bei Politikern und Beamten Hirn seine Tätigkeit aufnimmt, kaum vorstellbar, daß das passiert

    Das meinen unsere Leser:
  18. von Matthias Zahn · 18.
    Verschwendung von Steuergeldern!

    500 Euro Verlust je Tonne, sind insgesamt 160 Mio Euro. Wieviel Reduzierungsprogramme hätte man dafür finanzieren können. Und damit wäre uns wirklich geholfen gewesen!!!

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren