Europäische Milcherzeuger fordern freiwilligen Lieferverzicht

 Das European Milk Board fordert einen freiwilligen Lieferverzicht für Milch in Krisenzeiten. (Bild: Archiv)
Die Mitglieder des European Milk Board (EMB) fordern die Zurücknahme der Milchmenge in Krisenzeiten über einen freiwilligen Lieferverzicht. Das teilt das EMB in einer Pressemitteilung mit.

Um das Problem der Überproduktion von Milch in den Griff zu bekommen, dürfe die Produktionsmenge nicht weiter ausgeweitet werden. Stattdessen solle die Menge aufgrund der geringen Nachfrage leicht zurückgenommen werden, forderten die EMB-Mitglieder auf einer Versammlung. Das sei beispielsweise über den freiwilligen Lieferverzicht möglich.

Solange die Politik weiter auf Produktionsausweitung setze, obwohl die weltweit Nachfrage nicht mithalten könne, werden die Milchpreise weiterhin stark unter dem Existenzminimum liegen, erklärt das EMB. Viele Milchhöfe würden innerhalb weniger Jahre zusammenbrechen.

„Aber diese Höfe produzieren gesunde Nahrungsmittel, sie garantieren Arbeitsplätze, sie beleben ländliche Regionen und verhindern deren Ausbluten“, erklärte EMB-Vorsitzender Romuald Schaber. „Damit leisten sie einen enormen Beitrag für die Gesellschaft.“

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30 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Kommanmder · 1.
    Ein Bericht vom EMB

    und schon geht es los. Man seid ihr blöd, fresst euch doch selber auf. Ich hab mich Jahre lang an die Quote gehalten, hab weniger produziert, hab unterliefert ( zum Wohl der Überlieferer), ich hab verloren und aufgehöhrt. Jetzt hab ich Zeit zum schreiben und kann euch den Spiegel vorhalten. Mir geht es besser. Ist Schade, das es so läuft. Aber man hat ja nichts kapiert, alle schauen nur auf den andern und warten ab. Steht mal auf und geht zusammen, sonst geht es noch vielen wie mir.

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  2. von vario0_3 · 2.
    Jole hat Recht.

    Deswegen funktioniert das BDM Marktkrisensystem EU-weit nicht. Weil es EU-weit nicht funktioniert gibt es kein abkucken und nachmachen. Das kann nur weltweit funktionieren. Das sehe ich aber nicht, daß das so kommen soll. Deswegen ab in die Mülltonne mit dem BDM System.

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  3. von labtec · 3.
    alles Müll

    Ihr könnt es glauben oder nicht (wahrscheinlich nicht)- das klappt nicht. Ende

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  4. von jole · 4.
    Wenn es die EU macht

    lachen sich alle anderen kaputt und machen mehr Milch. Die Folge: nächste Milchkrise, weniger aus der EU, mehr aus anderen Ländern. Und eines Tages gibt es keine Milch mehr in der EU. Bedeutet: der BDM/EMB will die EU bei der Milchproduktion ausschalten. daher auch immer die Nähe zu den NGOs und den GRÜNEN.

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  5. von milton06 · 5.
    Die wenigen aktiven Kommentarschreiber des BDM

    bilden NICHT die Menge der Milcherzeuger ab. Ich schätze mal, ca. 80% ist vollkommen klar, dass sie ein solches Instrument nicht retten wird, selbst wenn es denn politisch durchgesetzt würde (was zu 100% nicht passieren wird). Ich nehme es so langsam den BDM-Einpeitschern übel, dass sie "ihre" Landwirte so belügen.

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  6. von ramsdorf · 6.
    Schon interessant

    wenn man die BDMler auffordert mit der Reduzierung anzufangen, fangen die eher an Ausreden zu suchen. Glauben die denn ihren eigenen Verein nicht mehr?

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  7. von variomika · 7.
    @vario

    sollte es EU weit funktionieren werden die andern das wohl ganz schnell abkucken und nachmachen.....

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  8. von vario0_3 · 8.
    Ich habe

    vor zwei Tagen kurz mit einem BDMler gesprochen. Ich sagte ihm: Er soll die "Kiwis", "Amis", "Ahörner", "Schlitzaugen" und den Rest der Welt mit ins Boot nehmen. Dann wäre es ein super geniales Konzept. Er meinte nur: Sie wären schon froh, wenn sie es EU-weit durchbringen würden. Darauf sagt ich: Dann kannste es in die Tonne werfen, wenn alle anderen nicht mitmachen.

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  9. von eiboeiben · 9.
    Europäische Milcherzeuger ...

    ... ja, die Angebotsseite, da muss rangegangen werden; so auch durchweg die Kommentare - nur bei der "Realisierung" des "Weniger", da gibt es "viele" Meinungen und "gute" Kommentare - aber "hier" ist mein "Latein" auch "am Ende" - ... ich favorisiere mehr, und ich wiederhole mich da auch, eine "Signalwirkung" durch eine "Aussetzung" der Stallbauförderung - da muss natürlich der Staat "mitspielen", den muss man durch weitere Demos ständig "wachrütteln", und auch Aldi, Lidl und Co. "dürfen" nicht "in Ruhe" so weiter machen, auch die sollen sich mal Sorgen machen ..., .... eine "rote" Null beim DB, die "Scheune" "brennt" ( -> Lastschriften "gehen" zurück, Rechnungen bleiben "liegen", die "Versorgung" des Haushalts ist im Argen, ...), da muss doch sofort "gehandelt" werden - ich "frage" mich, wozu "haben" wir eigentlich die Verbände, die Politik etc.? Die "gucken" nur einfach zu und, hier "höre" ich "verärgert" auf ...

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  10. von bemanimue · 10.

    Stimmt! Nur das die Angebotsmenge nicht wie bei der Quote immer künstlich 1-2% vom Staat über der Nachfragemenge gehalten wird und damit der Erzeugerpreis immer am untersten Limit. Letzendlich geht es doch darum einen kostendeckenden Milchpreis zu erzielen und das geht nur, wenn annähernd Angebot und Nachfrage ausgelichen ist, darüber sind wir uns doch alle einig. Lese bitte das konzept komplett auf der BDM Seite www.bdm-verband.de und beiß dich nicht an demWort "freiwillig" fest.Würde mich freuen.

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  11. von alzinger · 11.
    variomika

    Stimmt. muss ich Dir recht geben. Schließlich gilt der Satz des "abnehmenden Ertragszuwachses" auch für Kühe. D.h., es ist unter Umständen sogar eine wirtschaftliche Notwendigkeit in dieser Situation nicht den letzten möglichen Tropfen Milch aus der Kuh rauszuholen. Der Überschuss, der jetzt die Preise drückt ist ja eigentlich nicht viel, nur wird dieser von den "Marktpartnern" rigoros ausgenutzt. Wenn ein jeder Milchproduzent jetzt auf das ein oder andere Kilo Kraftfutter verzichtet um vielleicht nur 2 % weniger Milch zu produzieren, würde er wahrscheinlich mehr gewinnen als verlieren. Besonders die großen Betriebe sollten sich dies überlegen. Damit könnten sie nämlich auch ihre Marktmacht austesten. Gibt es hier keinen Konsens, so geht der Strukturwandel solange weiter, bis nur noch einige Wenige vorhanden sind. Diese haben dann zwar ein bisschen mehr "Marktmacht" aber verschwinden dafür erst recht in der politischen und wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit. Dass sie dann Gefahr laufen nur noch fremdbestimmt zu werden, noch dazu von wem, darüber will ich mich gar nicht auslassen.

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  12. von Maientaler · 12.
    Freiwillig??

    Freiwillig heißt doch aus "freiem Willen"! Kann mir mal einer erklären, was das mit "freiwillig" zu tun haben soll, wenn man alle Andersdenkenden (europaweit) zum mitmachen zwingen will??? Und wieso braucht man für etwas "freiwilliges" die Politik??? Nach dem Motto: Zwingt Ihr mal die Unwilligen, dann machen wir freiwillig mit???? Und zwingen kann man nur mit entsprechenden Gesetzen und Verordnungen, die dann auch entsprechend überwacht werden müssen. Daneben braucht man dann sicher auch noch Ausnahmen und Härtefallregelungen etc.. Kommt mir irgendwie bekannt vor!

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  13. von michael#002 · 13.
    In xf1 und Ramsdorf hat man wohl zuviel Zeit!

    Warum ballern die BV Leute immer sofort als erstes los? Die sollen sich doch um ihre Kühe kümmern und nicht den ganzen Tag am Rechner verbringen ! So wird das nichts mit der Kostenführerschaft wobei ich davon überzeugt bin das solche Frührentner sowieso keine Kühe haben und sich im Moment einen Sport aus der Milchkrise machen ekelhaftes Volk!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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  14. von Rhönerblut · 14.
    Ihr lieben möchtegern Bauernvertreter

    so wie nicht jeder, der denkt er ist zu gut um dem Strukturwandel in der Milcherzeugung zum Opfer zu fallen, in der Milcherzeugung bleiben wird, so wird auch nicht jeder, der denkt er muss sich durch systemkonformen, polit- und milchindustriefreundlichen Dünnschiss für "höhere" Aufgaben in Mandaten und Aufsichtsräten qualifizieren, dann auch dort hineinrutschen. Aber trotzdem den Profiteuren mal kräftig den A.. geleckt. Vielleicht klappt es ja doch mit einem hochdotierten Posten.

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  15. von bemanimue · 15.
    europaweit

    Es scheint einigen immer noch nicht klar zu sein, daß der freiwillige Lieferverzicht und auch das Milchmarktkrisenmanagement des BDM europaweit umgesetzt werden soll, so der Vorschlag des BDM und des EMB. Heißt im Klartext auch die Iren und Niederländer sind im Boot und müssen sich an die Vorgaben halten solange der Markt dies erfordert. Für uns Bauern ist es der einzig vernünftige Weg, Sonst laufen wir alle Gefahr beim nächsten Strukturwandel dabei zu sein. Bei manchen hat man das Gefühl es ist ihnen einer innerlicher Reichsparteitag, den Nachbarn überlebt zu haben. Traurig! Wir alle kämpfen hier im Moment ums überleben, der eine mehr und der andere weniger. Fakt ist doch, daß wir ein Handwerkszeug brauchen um den Markt zu steuern . Und nicht darauf zu hoffen, daß wir das Überangebot schon irgentwann an den Mann bringen. Wenn Die Nachfrage steigt, kann und darf man wieder mit Mehrproduktion reagieren. Und es handelt scih bei der Lieferspanne nur um ca. 2-3 % , die den Markt aus dem Ruder laufen lassen. Also für jeden Landwirt machbar. Seit so nett, wenn ihr schon auf die Vorschläge des Bdm schimpft macht entweder bessere Vorschläge oder lest euch das bdm Konzept mal in Ruhe durch, damit nicht immer noch irgentwelche Unwahrheiten erzählt werden. Das hat das Konzept nicht verdient.

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  16. von variomika · 16.
    @ alzinger

    ich Melke schon seit Monaten weniger, muss jeder für sich entscheiden ob er wartet bis der Nachbar mitmacht, wenn keiner damit anfängt wird's sicher nicht besser, und mehr Melken heisst ja auch mehr Geld drauflegen, verdient ist bei dem Milchpreis nix also kann ich dabei nur Gewinnen

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  17. von variomika · 17.

    Haben die par möchte gern Milchbauern vom BV etwa angst es könnte klappen oder warum sofort dieser Aufschrei????

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  18. von Hans-Nagl · 18.
    Lösungen !!!!

    Weiter Melken mit 25 bis 30 Cent, oder nach Lösungen suchen. Was wollt ihr ? Wer hat bessere Vorschläge.

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  19. von Bauer_12 · 19.
    Erwin hat recht !

    ....war klar das die 5 hohlen Köpfe hier gleich ihren Senf abgeben!

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  20. von alzinger · 20.
    Einigkeit!

    Tja Leute, diese Diskussion zeigt doch schon mal wieder auf, wo das Problem liegt. An der Einigkeit der Milchbauern! Jeder weiß mittlerweile, daß Produzieren auf Teufel komm raus eine Sackgasse ist. Die Mengen müssten runter. Nur, keiner will anfangen, da er befürchtet der Nachbar würde dies entsprechend ausnutzen. Geht es aber so weiter ohne zu einem Konsens zu kommen, kommt der Spruch: "Willst du drei Bauern unter einen Hut bringen, musst du vorher zwei erschlagen" wieder zum tragen.

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  21. von Slowfoot · 21.
    @ ??????????????????????????????

    Vielleicht mal nachfragen?

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  22. von holstein-paule · 22.
    Nein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    xf1, melko, jole und an alle ramsdorfer, wir BDM`ler gehen eben nicht allein in Vorleistung!!!!!!!!!!!!!!!!!! Entweder der Bauernverband und seine Mitglieder sind dabei, oder auch wir melken koste was es wolle, aber wir werden euch auf keinen Fall den Markt überlassen wie schon einmal!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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  23. von holstein-paule · 23.
    slowfoot

    waren nicht die Bauerverbändler bei den LEH`s ??????????????????????????????

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  24. von Erwin.Schneiderbauer · 24.
    Wieviel Köpfe hat der Drachen!!

    5 kann man schon mit ihren Kommentaren sehen.................. Kinder im Kindergarten haben schon bedeutend mehr in der Birne!! Wenn der FWL gewollt wäre, würde er funktionieren, aber unsere sogenannten Bauernvertreter sind halt nicht die Vertreter der Bauern sondern sie vertreten den vor und nachgelagerten Bereich, sind somit Handlanger der selbigen um mit unsern Produkten Geld zu verdienen. Es ist ein SAUSTALL wie hier agiert wird, aber die Bauern sind selber schuld wenn sie das gut heißen .......... Es muss erst richtig rappeln in der KIste, dann ändert sich (vielleicht) was

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  25. von Johannes93 · 25.
    Kritik und Skepsis gegenüber diesem Vorhaben sind O.K. Aber wie soll es sonst funktionieren ?

    Jeder der aus irgendwelchen Gründen Angst hat, nur weil er mal eine Tonne Kraftfutter weniger kaufen muß, sollte einen besseren Vorschlag machen, um die Auszahlungspreise wieder nach oben zu bringen. Wenn diese Vorschläge nicht durchgehen, melken wir uns " ALLE" zu Tode. dies sollten gerade die Kritiker des BDM erkennen. Auch Sie können nicht dauerhaft unter 40ct Milch abliefern !

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  26. von Slowfoot · 26.
    Wenn von BDM/Abl die weltweite Nachfrage

    durch Mistabladen, Böllern, Anuga-, Edeka-, Ald-, Netto-, Büntingblockaden und so weiter negativ beflügelt wird, kommt man sicherlich nicht mit dem Plan zurecht, mit kleinen Produktionseinschränkungen den Milchauszahlungspreis in kurzer Frist steil nach oben zu treiben, im Gegenteil...

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  27. von melko · 27.
    Anfangen ...

    Die den BDM so verehren, können ja sofort damit anfangen. Gleich um die Hälfte reduzieren. Ist ja freiwillig und bringt bestimmt viel. ;-)

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  28. von jole · 28.
    Wenn die EMBler

    10% weniger Milch liefern, merkt das wahrscheinlich keiner, weil das bisschen an Milch locker von Iren und Niederländern ausgeglichen wird. Und außer den betroffenen würde es eh keinen interessieren.

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  29. von xf1 · 29.
    Herr Schaber,

    bitte beweisen Sie erst in den eigenen Reihen, dass ein freiwilliger Lieferverzicht kostenneutral idurchführbar ist.

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  30. von ramsdorf · 30.
    Kein Problem lieber EMB

    die BDM-Mitglieder geht sicherlich mit guten Beispiel voran!

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