Dürre2018: Futterbörsen vermitteln Grundfutter und Stroh

Futtertisch In einigen Regionen könnte das Grundfutter knapp werden.
Bild: top agrar

In vielen Regionen könnte bald das Futter knapp werden. Anderenorts ist die Ernte von Gras, Mais oder Stroh besser gelaufen. Neu eingerichtete Futterbörsen sollen jetzt Verkäufer sowie Käufer zusammenbringen.

Unter anderem in Norddeutschland spitzt sich die Lage für Rinderhalter dramatisch zu. Nach einem guten bis mittelmäßigem ersten Schnitt sind die Folgeaufwüchse stark zurückgeblieben. Auch der Mais leidet vielerorts, die Bestände sind lückig, der Kolben teilweise nicht ausgebildet. Daher versuchen Landwirte jetzt schon, durch Futtermittelzukäufe die Vorräte zu strecken.
 
Gegenüber top agrar-online berichtet beispielsweise die Raisa eG aus Stade (Niedersachsen) derzeit eine verstärkte Nachfrage nach Luzerneheu aus Frankreich. Oder nach Stroh, das trotz geringerer Hektarerträge doch reichlich vorhanden ist. Denn viele Ackerbauern können das Material wegen der Trockenheit nicht einarbeiten und haben es gepresst. Der Markt für Feuchtfuttermittel wie Pülpe, Pressschnitzel usw. ist dagegen wie leer gefegt. Verstärkt wird die Problematik durch die gestiegene Nachfrage von Biogasanlagen, die ebenfalls erhebliche Engpässe bei der Rohstoffversorgung befürchten.
 
Über Futtermittelbörsen können Rinderhalter versuchen, kurz- und mittelfristig für Ersatz zu sorgen. Verschiedene regionale Verbände, Organisationen und Genossenschaften bieten diese Plattformen für konventionelles und ökologisches Futter:

Angebote und Gesuche können Sie zum Beispiel hier aufgegeben: 

Lesen Sie mehr

Leserkommentare Kommentieren

  1. von Otto Müller · 1.
    Kein Futter mehr in die Biogasanlagen

    und wir hätten nirgends mehr hungernde Tiere. Aber grüner Strom ist halt wichtiger als die Tierhalter.

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren