Österreich: Milchproduktion immer professioneller

Braunvieh Rund 80 % aller Milchkühe in Österreich nehmen an der Leistungs- und Qualitätsprüfung teil.
Bild: Archiv

Die Rinderzucht in Österreich hat im vergangenen Jahr erneut ihre Leistungsstärke und internationale Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis gestellt. Das haben der Obmann und der Geschäftsführer der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR), Stefan Lindner und Martin Stegfellner, anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichts 2016 ihres Verbandes betont.

Daraus geht hervor, dass mittlerweile fast 70 % aller Milchlieferanten Mitglied bei einem der acht österreichischen Kontrollverbände sind, rund 80 % aller Milchkühe an der Leistungs- und Qualitätsprüfung teilnehmen und 90 % der an die Molkereien angelieferten Milch von einem dieser Betriebe stammen. Dies sei ein klares Zeichen für die zunehmende Professionalisierung und Qualitätssteigerung der österreichischen Milchproduktion, erklärten Lindner und Stegfellner.

Aber auch die Fleischleistungsprüfung erfreut sich ihnen zufolge auf 2.700 teilnehmenden Betrieben mit 26.500 Kühen einer immer größeren Beliebtheit.

Erfolgreich lief lauf ZAR im vergangenen Jahr, trotz Problemen mit der Blauzungenkrankeit, auch der Zuchtrinderexport. Dieser legte gegenüber 2015 um 21 % auf fast 32.000 ins Ausland verkaufte Tiere zu. Die aktuelle Strategie der Rinderzucht Austria sei dabei, auf möglichst viele unterschiedliche Länder zu setzen, um im Krisenfall breit aufgestellt zu sein, erklärten Lindner und Stegfellner. Nach ihren Angaben war die Interessensvertretung eine weitere wichtige Aufgabe der ZAR. Dadurch hätten gravierende Einschnitte durch die Novellierung des Tierschutzgesetzes und die 2. Tierhaltungsverordnung verhindert werden können. Gemeinsam mit Partnerorganisationen und Nichtregierungsorganisationen (NGO) sei ein praxistauglicher Kompromiss bei der Anbindehaltung und der Kälberenthornung erzielt worden.

Gearbeitet wurde im vergangenen Jahr auch an einer effizienteren Arbeitsweise der Dachorganisation; im Bereich der Aus- und Weiterbildung wurde das Konzept des Jungzüchterprofis überarbeitet. Zusammen mit der Forschung wurde das Projekt „Efficient Cow“ fortgesetzt, bei dem umfangreiche Betriebsdaten erhoben und ausgewertet werden, um die Produktionseffizienz zu steigern, aber auch, um negative Umweltwirkung der Rinderhaltung zu verringern.

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Josef Doll · 1.
    So wird

    bei uns Strukturwandel beschrieben . Zumindest in Deutschland sind so seit 1950 3,25 Millionen Betriebe verschwunden !! Somit sind noch 0,25 Mio Betriebe über ---------- und immer noch zu viel !!! Und jetzt das I -tüpfelchen 20 % von diesen Betrieben produzieren 80 % der Produktion der Nahrungsmittel !! Und wenns mit der professionellen Poduktion so weiter geht ...........

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