SPD ruft Handel zur Unterstützung von Milcherzeugern auf

Agrarsprecher Wilhelm Priesmeier Der SPD Agrarsprecher Wilhelm Priesmeier spricht sich für einen Milchfonds vom LEH aus.
Bild: Archiv
Die SPD fordert vom Lebensmitteleinzelhandel mehr Engagement für die Milcherzeuger. Die deutschen Händler könnten einem französischen Beispiel folgen und einen Fonds zur Unterstützung von Milchviehhaltern einrichten. Die Molkereien sollten mehr auf mehr auf Qualität als auf Quantität setzen.

Der agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Wilhelm Priesmeier, hält die Fonds-Lösung, die die französische Tochter von Lidl zur Unterstützung der Milchviehhalter aufgesetzt hat, für „einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung“. Aus seiner Sicht könnten in der Milchkrise nur die Beteiligten am Milchmarkt selbst Auswege aus dem Preisdilemma finden. Staatliche Quoten und Interventionen hätten laut Priesmeier noch nie etwas gebracht und Preistiefs auch nicht verhindern können. „Ich fordere daher auch die deutschen Lebensmitteleinzelhändler und insbesondere Lidl Deutschland dazu auf, sich viel stärker für die deutschen Milchbauern einzusetzen und ein ähnliches Modell verfolgen“, so Priesmeier weiter.

Lidl-France hatte diese Woche angekündigt, dass von März bis September 2016 von jedem verkauften Liter Milch seiner Eigenmarke 3 Cent in einen Fonds zur Unterstützung von Milchviehhaltern fließen sollen. Nach Unternehmensangaben sollen damit knapp 4 Mio. € eingenommen werden, ohne dass die Verbraucher mehr zahlen müssten.

Priesmeier warnt, dass andernfalls noch weitere Betriebe in Deutschland aus der Milchviehhaltung aussteigen würden und die Milch zukünftig vermehrt aus dem Ausland kommen würde. Die Lebensmittelhändler würden somit „den Ast absägen, auf dem sie sitzen“.

An die Adresse der Milchverarbeiter richtet Priesmeier den Appell, mehr Wert auf die Produktion qualitativ hochwertiger Milchprodukte zu legen. Die Molkereien müssen endlich den Hebel umlegen und mehr auf Qualität als auf Quantität setzen, so Priesmeier. Als gutes Beispiel hob der SPD-Agrarsprecher auch hier wieder Frankreich hervor. Frankreich setze mit seinen hoch veredelten Milchprodukten Maßstäbe, sagte er.

Hintergrund:

Frankreich: Lidl unterstützt Milchbauern (1.3.2016)


 

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Erwin Schneiderbauer · 1.
    Ein Waschbär,

    der sich nicht nass machen will.............. Keine Ahnung und davon sehr viel!!!!!!

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  2. von Gerd Uken · 2.
    Der Herr P.hat es auch noch nicht

    Begriffen -die Fondlösung war ja schon letztes Jahr b.den Franzosen. Hat auch nicht funktioniert oder warum streiken die schon 14 Tage umsetzen sogar den L W.Minister fest und buhen Hollande auf der Agrar Messe aus? Menge runter Preis geht Rauf das nennt sich Psychologie!! Alles andere ust whishi Washington u.bedeutet nur Alibifunktion.

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  3. von Gerhard Steffek · 3.
    Herr, lass Hirn regnen!

    Er hat zwar recht, dass sich nur die Beteiligten selber aus der Misere retten können. Aber mit dem Rest liegt er sowas von daneben, dass seine Vorschläge und Argumente schon beschämend wirken. Konfuzius sagte einst:"hättest du geschwiegen, hätte man dich für klug gehalten". Leider ist es immer wieder so, dass ausgerechnet die Dummheit das "Maul" aufreißt. Ein Aspekt, den man auch immer wieder selbst beachten sollte. Aber andererseits gilt auch: "Wer schreit, wird gehört". Und sei es noch so ein Blödsinn.

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  4. von Albert Maier · 4.
    Große Klappe, keine Ahnung

    Das ist Priemeier pur: Bauern auf Almosen setzen.

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