Tierärzte positionieren sich zur Anbindehaltung

Aufgrund der jüngsten Angriffe der Tierschutzorganisation Animal Angels auf die ganzjährige Anbindehaltung von Rindern hat sich jetzt der Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT) in einer Stellungnahme zum Thema positioniert:

Der BbT unterstützt jegliche Weiterentwicklung der Tierschutzgesetzgebung gemäß neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse im Zuge der Modernisierung von Haltungseinrichtungen und im Rahmen der Entwicklung neuer Techniken. Hierzu zählt auch ein schrittweiser Ausstieg aus der ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern unter Vermeidung unbilliger Härte gemäß „Guter landwirtschaftlicher Fachpraxis“ und den derzeit gültigen Leitlinien.

Die angestrebte Weiterentwicklung und Änderung der Rechtsgrundlagen zur Rinderhaltung darf auf gar keinen Fall auf dem Rücken einzelner Amtstierärzte (oder einzelner Landwirte) ausgetragen werden. Nach derzeitiger Gesetzeslage ist die Anbindehaltung von Rindern ab einem Alter von sechs Monaten zulässig. 

Es bestehen große regionale Unterschiede. Aus diesem Grund sind auch die ergänzenden Regelungen der einzelnen Bundesländer sehr unterschiedlich.

Aus Tierschutzgesichtspunkten ist somit eine bundeseinheitliche Regelung zu diesem Thema anzustreben.

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von elinge · 1.
    In Sachen Effizientz

    ist die Anbindehaltung über kurz oder lang viel zu teuer. Man stelle sich vor jede Kuh müsste in einem 1000 er Stall angebunden werden. Allso das Melkzeug zu jeder Kuh tragen,.... Da diese Betriebe meist Sommerweide haben und "ihre" Wiesen nicht zu defakto zu Ackergrasland machen mit mehr als 400 kg echten N Entzug sollte aus Diversitätgründen diesen Betrieben ein Denkmal gesetzt werden. Betriebe mit Schlaggrößen von 15 ha und mehr müssten nach <<<<< dieser >>>>> Wiesenbewirtschaftsungsform die Ausgleichsgelder gestichen werden. Das schreibe ich obwohl ich keinen solchen Betrieb habe aber solche in ihrer Betriebsführung kenne.-------------------------------- Sie werden "im" Markt allso nicht Überleben.

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  2. von milton06 · 2.
    Überschrift ist falsch.

    Es müsste heißen: Tierärzte positionieren sich nicht zur Anbindehaltung.

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  3. von ZieglerB · 3.
    Auf Zeit gespielt

    Ja nicht Stellung beziehen und es sich mit jemandem verscherzen, das ist die Zusammenfassung dieses Artikels. Es wird einfach auf Zeit gespielt, bis der letzte Anbindestall außer Betrieb geht und sich das Problem von selbst gelöst hat.

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  4. von eiboeiben · 4.
    Tierärzte ...

    ... sagt doch auch mal was - wenn ein Tier was hat, wollt ihr nicht damit raus, was es hat - aber: das Gleiche "passiert" mir bei meinem Hausarzt, beim Rechtsanwalt - alle wollen "nur ihren Job" schützen - sie könnten ja mal was "falsches" sagen; ... und nach dem Motto "reden ist Silber, schweigen ist Gold" lässt es sich einfacher verfahren. - Kälber in Anbindehaltung bleiben gesünder und vitaler, weil sie eben nicht überall "lecken" und sich wie bei Gruppenhaltung auch nicht so leicht gegenseitig anstecken - aber ...

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