Wieder mehr Milch in der EU

Die europäischen Milcherzeuger haben ihre Anlieferungen an die Molkereien wieder stärker ausgeweitet als in  den Monaten zuvor. Vermutlich hat dazu die für die Milchproduktion günstige Witterung in weiten Teilen Europas  beigetragen.

Nach einer Schätzung der ZMB belief sich die Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 3,6 %. Dies war die größte prozentuale Steigerung im bisherigen Jahresverlauf.

Stärker als zuvor nahm die Milchanlieferung u.a. in Irland, den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Dänemark und dem Vereinigten Königreich zu. Auch in Polen ist das Milchaufkommen nach Stagnation im September wieder zu Wachstum zurückgekehrt. In den ersten zehn Monaten von 2015 ist die Milchmenge um 1,4 % bzw. 1,8 Mio. t gestiegen.

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6 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Josef Doll · 1.
    So so das supergute Wetter ist es??

    Da braucht der Rest der Bevökerung den Klimawandel nicht fürchten wenn eine ausgeprägte Trockenheit in weiten der EU so eine Super gute Auswirkung hat !! Ist nicht noch der Futtervorrat in den meisten Betrieben noch um 20 % gestiegen ??? Oder ist es doch die neue Ausrichtung auf : Mehr , mehr , mehr ,................ !!!!!

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  2. von Eibo Eiben · 2.
    @Dieter Müller ... -> Wieder mehr ...

    ... ein sehr "treffender" Kommentar und die Überschrift hat auch was!! ... weiter so - wir "müssen" was tun - auf die Hilfe anderer können wir uns nicht verlassen!! - diese Kommentare "bringen" viel Licht ins "Dunkel" und so manchen "Staatsdiener". Verbandsoberen oder auch Molkereivorsteher "schmecken" die wohl nicht so, sie müssen sie aber halt "schlucken" - ...

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  3. von Eibo Eiben · 3.
    Wieder mehr ...

    Jungs "haut" rein - ob mehr (bringt nur sportlich was) oder weniger! (Prämie?) - lauft bis der Arzt kommt! Der Staat und die Verbandsoberen und nicht zu vergessen die Molkereien -> sie "schmunzeln" und lachen sich eins ins "Fäustchen"!!

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  4. von Gerd Uken · 4.
    so so

    und wie war dasmit der Aussage wir liefern nicht mehr.........ganz imm Gegenteil die Expansion setzt sich fort

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  5. von H. Bogen · 5.
    Kurzarbeit für Milchkühe

    Die Idee wäre gar nicht schlecht. Das die Politik einen Ausgleich zahlt für Milch die nicht produziert wird.Das könnte wahrscheinlich auch der Verbraucher, (selbst meist Arbeitnehmer und wenn er in einer der Landwirtschaft nachgelagerten Branchen arbeitet selbst von Kurzarbeit betroffen) sicher besser verstehen als den Interventionspreis. Allerding müssten dann natürlich wie bei der Kurzarbeit auch keine Personalaufstockungen (= mehr Milch pro Betrieb) stattfinden. Das Angebot geht zurück, anstatt in die Lagerhaltung würde das Geld denjenigen zugute kommen die nicht in die Ausbeutung von Mensch und Tier investieren und sollte die Nachfrage wieder steigen, könnte die Produktion wieder voll ausgeschöpft werden. Man kann Mengenreduzierung nämlich nicht nur über schlachten sondern z.B. auch über in Kauf genommene längere ZKZ oder ein längeres Trockenstellen der Kühe erreichen.

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  6. von Dieter Müller · 6.
    Ohne Bremsmanöver in den Abgrund.

    Wenn z. B. VW ihre Absatzprobleme, insbesondere im Export, durch eine Erhöhung der Produktion ausgleichen würde, wären sie die Lachnummer der Nation. Dort wird aber durch Kurzarbeit bzw. Stellenstreichungen die Zahl der Neuwagen nach unten gefahren, um einen Preisverfall zu verhindern. Im Milchsektor wird jedoch die dümmste aller Lösungen, die weitere Erhöhung der Produktion, durchgeführt. Die Erzeugerpreise der Landwirte liegen aktuell schon weit unter den Kosten und die Situation wird dadurch auch in 2016 nicht besser. Warum gewisse bekannte Verbände einem Marktkrisenprogramm nicht zustimmen und sich dadurch der Preisverfall weiter beschleunigt, ist genauso negativ zu sehen, wie ihre Alternativlosigkeit zur Angebotssteuerung. Verantwortliche Politiker in Deutschland und der EU haben schon längst erkannt, dass eine Angleichung des Angebots mit der Nachfrage unumgänglich ist.

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