Wolf reißt tragendes Rind

Wolf Wölfe sollen ein Rind in Niedersachsen gerissen haben.
Bild: DJV
Erstmals in Deutschland hat wohl ein Wolf ein ausgewachsenes Rind gerissen. Im Landkreis Cuxhaven (Niedersachsen) sollen ein oder mehrere Wörfe die Herde Jungrinder angegriffen haben. Ein Amtstierarzt bestätigte, dass es sich bei den Verletzungen um Wolfsbisse handelt.
 
Das meldet die Lokalzeitung Nord24. Demnach sollen die Wölfe eine Herde von elf Jungrindern im Naturschutzgebiet Armstorf-Langes Moor angegriffen und ein hochtragendes Rind getötet haben. Die Tiere gehörten einem Landwirt aus Großenhain.

Der zuständige Wolfsberater ist der Ansicht, dass damit erstmals in Deutschland ein ausgewachsenes Rind von Wölfen gerissen wurde. Zur Überprüfung nahm er DNA-Proben von dem Rind. Ein Amtstierarzt habe bereits bestätigt, dass es sich bei den Verletzungen um Wolfsbisse handelt.
 
CDU-Landtagsabgeordneten Ernst-Ingolf Angermann machte in dem Zusammenhang deutlich, dass zur Ausbreitung des Wolfes in Niedersachsen Handlungsbedarf bestehe. Mit der Förderung von Präventionsmaßnahmen allein werde sich das Problem nicht lösen lassen, betont der CDU-Wolfsexperte: „Die Weide, auf der das Tier angegriffen wurde, liegt im Kerngebiet der niedersächsischen Milchproduktion. In einem Umkreis von 50 Kilometern befinden sich rund 180.000 Hektar Grünland. Die Kosten für eine grundlegende Prävention würden bei mehr als 100 Millionen Euro liegen. Das ist utopisch.“ Angermann fordert deshalb den Wolf aus der Liste streng geschützter Arten herauszunehmen und eine Bestandsregulierung in Niedersachsen einzuführen.
 

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9 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Folker Grundstedt · 1.
    moderner Tierschutz...

    ... bedeutet: Für das Wohlergehen eines Wolfes opfern wir täglich ein Tier. Wahrscheinlich wollte das sowieso nich mehr leben. Und wenn´s dann irgendwann mal einen Menschen erwischt? Für den Tierschutz muss man schon mal Zugeständnisse machen. @ Berthold Lauer: Natürlich weis er das, ist ihm aber egal. Um Schonzeiten für Wildtiere kümmert er sich ja auch nicht.

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  2. von Gerd Schuette · 2.

    Es gibt drei Arten zu lernen. Erstens, mit dem Verstand: das ist die eleganteste Art zu lernen. Zweitens, durch Nachahmung: das ist die einfachste Art und Weise. Und drittens, durch Erfahrung: das ist die schmerzhafteste Variante des Lernens. Bei dem Wolfsthema scheinen sich die Entscheider für den dritten Weg entschieden zu haben.

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  3. von Franz Utz · 3.
    Wieso

    haben unsere Urgrossväter den Wolf ,Bären und Biber ausgerottet, weil sie nur Probleme mit dehen hatten.Da wurde noch sich selber geschützt bevor so ein Beutegreifer oder Hochwasserverursacher den Menschen vernichtet. Die alten waren nicht dümmer wie die Jungen heute

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  4. von Josef Doll · 4.
    Muß man sich da schon

    auf den ersten "gerissenen" Menschen "freuen" !! Im Winter stehen die Ausweichstiere nicht so auf dem Presentierteller wie im Sommer !! Aber die auf zwei Beinen Laufenden kommen direkt nichts ahnend zu "Ihm " in den Wald na na ------- Kann das gut gehen ??? Auf die Dauer ?? Noch glauben die Nostalgieger das das nicht eintrift !! Oder welche Ausflüchte bei ihnen da schon in der Schublade liegen !!!

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  5. von Otto Müller · 5.
    Naturschützer sind begeistert,

    wenn der "natürliche" Wolf die domestizierten (künstlichen) Rinder reißt. Da hofft man ein bisschen, diese "Naturschützer" werden von Pestbazillen befallen oder sterben an der Schwindsucht. Macht doch nichts, weil´s natürlich ist.

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  6. von Gerhard Steffek · 6.
    Weidehaltung ade!

    Wenn die Wölfe lernen, dass die hornlosen Rinder bedeutend ungefährlicher sind als ihre bewehrten Artgenossen, dann werden sich die Fälle sehr schnell mehren. Dann kann man nur sagen Weidehaltung ade. Kann man diese Wolfsbefürworter hier nicht anzeigen wegen Tierquälerei und in diesem Fall einer bestimmt nicht fachgerechten Schlachtung?

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  7. von Henrik Plaas-Beisemann · 7.
    Ökologie

    Wir haben derzeit einen relativ hohen Wildbestand. Dieser trägt eine relativ hohe Anzahl an Wölfen. Nach der reinen Lehre sollte dann die Beutegreiferpopulation ansteigen, bis die Beutepopulation zurückgeht. Aufgrund von Nahrungsmangel geht, dann die Beutegreiferpopulation zurück. So die schöne Welt der Natur. Wer aber glaubt bitte, dass bei sinkenden Wildbeständen die Wölfe weniger werden, ohne sich vorher andere Nahrungsquellen zu erschließen. Das kann regional auch recht schnell eintreten. Die Probleme werden zunehmen. Ich war 2002 ein knappes halbes Jahr in der Ukraine, da kann man lernen, wie stark die Einschränkungen der Bevölkerung in alten Wolfsgebieten sind. Vielleicht sollten sich unsere Wolfberater mit Menschen unterhalten, die wirklich Ahnung von Wölfen haben, da sie seit Generationen mit Ihnen zusammenleben.

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  8. von Paul Maier · 8.
    Das passt doch gut zur Diskussion um die Schlachtung trächtiger Rinder.

    Landwirte sollen demnächst bei jedem weiblichen Rind das zur Schlachtung kommt für dessen Nichtträchtigkeit garantieren. Das will der Gesetzgeber unter dem Druck der Tierschützer von ihnen verlangen. Sollte es tatsächlich so beschlossen werden, dann sollen unsere hochbezahlten Wolfsberater dafür sorgen, daß sich auch ihre Schützlinge gefälligst daran halten und nie mehr ein tragendes Tier reißen. Welcher Tierschützer fragt nach der Panik in der betroffenen Rinderherde bei diesem Wolfsangriff. Die fühlen sich doch nur dazu berufen, die Tiere vor den Bauern zu schützen. Dabei könnte ich mir sogar vorstellen, daß wenn der oder die Wölfe keine Angst mehr haben fast ausgewachsene Rinder anzufallen sie vielleicht bald auch zu einer Gefahr für Menschen werden könnten. Das Gerede von der Scheu dieser Tiere kann man längst mit Grimms Märchen gleichsetzen. .

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  9. von Berthold Lauer · 9.
    Informationsdefizit

    Weis denn der Wolf etwa nicht, dass tragende Tiere tabu sind??

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