Salmonellenmonitoring 2011 deutlich effizienter

Ein intensives Salmonellenmonitoring dürfte künftig in allen Mast- und Schlachtbetrieben weiter an Bedeutung gewinnen. Davon geht die Forschungsplattform Grenzüberschreitende Integrierte Qualitätssicherung (GIQS) aus. Insbesondere Schweinemäster hätten 2011 dank einer verbesserten Informationslage beeindruckende Verbesserungen vorweisen können.

Der Landwirt erhält im Rahmen eines neuen Systems eine direkte Rückmeldung zu den gezogenen Proben in seinem Betrieb. Er wird darüber informiert, wenn in den letzten 56 Tagen keine Proben gezogen worden seien, die Probenzahl von 60 Proben nicht erreicht sei oder die aktuellen Probenergebnisse der letzten drei Monate eine Kategorieverschlechterung nachwiesen. Durch diese stetig aktuelle Information könnten die Betriebe eindeutig schneller reagieren als früher. Mit den Tierärzten seien Sanierungsprogramme besprochen, Hygienemaßnahmen intensiviert und beispielsweise Säurezusätze eingemischt worden.

Jetzt steht der GIQS zufolge in der Diskussion, den Grenzwert für eine „positive“ Beprobung von einem OD-Wert von 40 auf 20 zu senken. OD-Werte im Bereich zwischen 20 und 40 kämen sehr häufig vor und wiesen lediglich auf eine oft unspezifische „Grundbelastung“ hin, etwa durch infizierte Mäuse, ohne dass es in der Ferkelaufzucht oder Mast zu klinischen Erscheinungen gekommen wäre. Komme es zu den niedrigeren Grenzwerten, würde sich dadurch die Einstufung in die Kategorien I-III deutlich verschieben, zum Teil auch ohne dass diese Betriebe erkennbare Salmonellenprobleme hätten. In der Konsequenz werde nach Schätzung der EG Rheinland rund die Hälfte der Mastbetriebe Maßnahmen einleiten müssen. (AgE)

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