Europäischer Schweinebestand sinkt

Schlachthälften.
Bild: Heil

Während in Rumänien, Deutschland und Polen die Sauenbestände schrumpfen, stocken die spanischen und italienischen Sauenhalter auf. Unter dem Strich sinkt der EU-Bestand jedoch. Dies geht aus der Kurzfristprognose der EU-Kommission hervor.

Auf die Fleischproduktion hatte dies bislang noch keinen Einfluss. In der ersten Jahreshälfte 2018 steig die Fleischproduktion an, vor allem in Spanien, Polen und den Niederlanden. Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Schweinefleischproduktion bis zum Jahresende um 1,5 % zunehmen soll. Für 2019 wird allerdings ein Rückgang von 1 % vorhergesagt. Weltweit kommt es derzeit zu einer Verschiebung der Handelsströme. Daran sind u.a. die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest und diverse Handelskonflikte Schuld.

Mit einem Anteil von 35 % am gesamten EU-Schweinefleischexport bleibt China der wichtigste Abnehmer, gefolgt von Japan mit einem Anteil von 12 %. Der Export nach Hongkong ging um 36 % zurück. Die Ausfuhren von EU-Schweinefleisch nach Ungarn, Vietnam, Südkorea, den Philippinen und den USA boomten hingegen.

Insgesamt bleiben die Preise weiterhin unter Druck. Bis Mai bewegten sich die Ferkelpreise in der EU im Vierjahresmedian. Dann folgte der Abwärtstrend durch geringe Fleischpreise. Erst Ende des Sommers stabilisierte sich der Preis. Derzeit liegt er aber immer noch 23 % unter dem Vorjahresniveau.

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