Ackerbau plus Mast – das passt

Gülletransport in Ackerbauregionen. Gülletransport in Ackerbauregionen.
Bild: Höner

Tierhalter stehen vor einer großen Herausforderung. Sie müssen Lösungen für die bedarfsgerechte Verwertung des in ihren Betrieben anfallenden Wirtschaftsdüngers finden. Die neuen gesetzlichen Regelungen zur Düngeverordnung und Stoffstrombilanzierung rufen aber auch die Ackerbauern auf den Plan: Sie befürchten, mit Wirtschaftsdüngern die neuen Bilanzvorgaben nicht erfüllen zu können.  Zudem sind viele Experten der Meinung, dass man die regional sehr unterschiedlich anfallenden Güllemengen nur besser verteilen und in die Ackerbauregionen transportieren müsse.
 
Wie regionale Kooperationen zwischen Schweinehaltern und Ackerbauern für eine sinnvolle Verwertung der Wirtschaftsdüngers aussehen können, darüber diskutieren Berater und Landwirte am 4. September 2018 im Rahmen einer Arbeitskreisveranstaltung auf den DLG-Unternehmertagen in Kassel. Unter der Moderation von Dr. Alexander von Chappuis und Sven Häuser, beide vom DLG-Fachzentrum Landwirtschaft, nehmen Stellung: Ruth Beverborg, Leiterin des Sachgebietes Betriebswirtschaft bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg, Dr. Marco Schneider vom Beratungsteam Pflanzenbau des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen in Alsfeld, Alexander Platen, Schweinehalter aus Viersen (Nordrhein-Westfalen) und Henning Pfeiffer, Marktfruchterzeuger aus Clenze (Niedersachsen).
 
Die Veranstaltung findet im Kolonnadensaal West des Kongress Palais Kassel statt und beginnt um 13.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen ist jedoch eine vorherige Anmeldung erwünscht. Interessenten finden das ausführliche Programm der DLG-Unternehmertage 2018 im Internet unter https://www.dlg.org/de/landwirtschaft/veranstaltungen/dlg-unternehmertage/. Hier ist auch eine Online-Anmeldung möglich.

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Edelhard Brinkmann · 1.
    Mehr Mut

    Nicht den Kopf hängen lassen, irgendwie kommt wieder ein Lichtlein um die Ecke und es geht wieder weiter. Unseren Politik wird es schon richten und die LWK es vollziehen. Nur die was haben kann die Verwaltung etwas abnehmen. Kopf hoch und hoffen !!!!

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  2. von Heinrich-Bernhard Muenzebrock · 2.
    Gülleproblem

    Hier im Südoldenburger Münsterland werden schon 20 Euro pro m³ für den Abtransport gezahlt. In der Schweinemast bedeutet dieses je Liegeplatz und Jahr ca. 30 Euro "Entsorgungskosten". Dieser Preis wird weiter steigen, da vielen Landwirten die Tragweite der neuen Düngeverordnung mit der Phosphorbilanz nicht bewusst ist. Durch diese Situation und der Problematik, dass auch die Biogasanlagen von der neuen Düngeverordnung betroffen sind, werden die Pachtpreise weiter steigen. Wenn dann noch jemand behauptet, dass die neue Düngeverordnung noch nicht nachhaltig genug ist, hat er keine Ahnung von der Materie. Die Landwirtschaft geht durch die o.g. Verordnung, Auflagen und auch Wetterkapriolen immer mehr auf dem Zahnfleisch. Zukunftsperspektiven sehe ich für die deutsche Landwirtschaft kaum noch.

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