Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall fordert lokale Betäubung

Rudolf Bühler, Gründer der BESH Rudolf Bühler, Gründer der BESH
Bild: BESH

Der Vorstandsvorsitzende und Gründer der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall (BESH), Rudolf Bühler, fordert den sogenannten „4. Weg“ ergänzt durch einen „qualifizierten Sachkundenachweis“ des Anwenders. Zunächst müsse aber die bestehende Praxis für weitere drei Jahre verlängert werden, um das Verfahren praxisreif zu machen. Das sagte Bühler im Rahmen des Besuches der Baden-Württembergischen Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch.

Die BESH lehne sowohl die Ebermast als auch die hormonelle Kastration ab, so Bühler.  Im Gespräch mit top agrar sagte der Bio-Landwirt, dass jedoch auch die Begrifflichkeit des sogenannten 4. Weges überarbeitet werden müsse. Stattdessen solle eine „chirurgische Kastration in der ersten Lebenswoche unter Lokalanästhesie und mit verpflichtendem qualifizierten Sachkundenachweis“ eingefordert werden. Diese Formulierung sei für Akteure außerhalb der Branche verständlicher und somit mehrheitsfähiger. Durch den qualifizierten Sachkundenachweis könne man zudem einen „Brückenschlag“ zur Bundestierärztekammer (BTK) erreichen.

In Dänemark und Schweden wird die Kastration bereits mit örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Landwirte berichten von positiven Auswirkungen für die Ferkel und deutlicher Schmerzreduktion.

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Manfred Sommer · 1.
    Immunokastration

    Ich habe große Bedenken gegen die Immunokastration ? Das größte Skandalisierungspotenzial hat die Immunokastration Denn es ist keine Impfung, die vor einer übertragbaren Krankheit schützen soll. Sie dient lediglich zur Aktivierung des Immunsystems gegen bestimmte Stoffe. Was ist Immunokastration? Wer das Kleingedruckte liest, erfährt von einem GnRF-Analogon, einem Peptid, dass in den Hormonhaushalt eingreift. Wer garan¬tiert für die Gesundheit der Anwender und Ver¬braucher? Wird der Stoff komplett abgebaut? Oder reichert er sich womöglich in der Umwelt an? Wer nach der Impfung von Improvac Fleisch von frisch geimpften Schweinen zu sich nimmt und die "Impfstelle" erwischt kann sehr wohl den Wirkstoff zu sich nehmen und es wirkt sowohl auf Männer und Frauen! Der nächste Lebensmittel Skandal wäre Vorprogrammiert ! Der Anteil Geruchsaufälliger Tier ist genauso hoch wie bei der Ebermast. Eine Belgische LEH-Kette hat Eber-Impfung wieder gestoppt. Auch gibt es Verarbeitungsprobleme sowohl mit Eberfleisch und auch von Geimpften Tieren. Rein Raus Mäster werden keine Eberferkel Kaufen um diese dann später 2- 3 zu Impfen und der Ungewissheit wer die Tier abnimmt sondern man wir bereits kastrierte Ferkel aus Dänemark und Holland Zukaufen. Egal ob Ebermast oder Improvac für solche Dinge braucht es Zeit sie am Markt zu etablieren man kann nicht einfach den Schalter umlegen. Ein Tierschutz mit der Brechstange wird zum Struckturbruch in der Deutschen Ferkelerzeugung führen und es werden Tiere bzw. Fleisch Importiert das zu weit schlechteren Standards Produziert wird ( NL= CO² Betäubung !) Wer die Großzahl der Deutschen Ferkelerzeuger halten will muss den Weg frei machen zur Entwicklung eines geeigneten Kastrationsverfahrens mit Örtlicher Betäubung , hier gibt es hoffnungsvolle Ansätze die aber noch etwas Zeit und vor allem die Rückendeckung der Politik brauchen.

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  2. von Heinrich Roettger · 2.
    Mit Immunokastration sind wir auf einem Höllentripp

    Das Thema wird uns beim Verbraucher komplett auf die Füsse fallen.Da kann man nicht genug davor warnen.

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  3. von Willi Kremer-Schillings · 3.
    Immunokastration wird im Bio-Bereich...

    ..bereits praktiziert und das Bio-Fleisch wird bereits vermarktet. Nachzusehen beim Bayrischen Rundfunk beim Naturland-Betrieb Brunner. https://www.youtube.com/watch?v=xT07lpnrlpU Der Bericht ist meiner Meinung nach sehr sachlich gemacht. Auch die Ängste der Erzeuger werden thematisiert. Es wird zudem erläutert, dass es sich eben nicht um eine "Hormon-Behandlung" handelt.

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