Düngeverordnung: Besser Getreide mit geringem RP-Gehalt verfüttern?

Martin Schäffler, Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern (LfL Grub) Martin Schäffler, Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern (LfL Grub)
Bild: DLG

Die schärferen Vorgaben der neuen Düngeverordnung setzen viele Veredler unter Zugzwang. Macht es eventuell Sinn, Futtergetreide mit geringeren Rohproteingehalten (z.B. 10 %) anzubauen und zu verfüttern, um den Flächenbedarf zu senken und die Stickstoffbilanz zu verbessern?

Für Martin Schäffler von der Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern (LfL Grub) kann das durchaus eine Zukunftsstrategie sein, wie der Fachmann im Rahmen der diesjährigen DLG-Unternehmertage in Würzburg erläuterte. „Die Ausrichtung des Getreidebaus auf den Futterwert und die Umweltwirkung kann in Veredelungsbetrieben vorteilhaft sein“, so Schäffler.

Basis seiner Berechnungen war das jährliche LfL-Getreidemonitoring für Winterweizen. Ein hoher Rohproteingehalt stelle demnach künftig nicht gleichzeitig auch einen hohen Futterwert für die Schweinefütterung dar, insbesondere wenn man die Auswirkung des Rohprotein- bzw. Aminosäurengehaltes sowohl auf die Fütterung als auch auf die Nährstoffausscheidungen der Tiere und die dafür benötigten Flächen sowie die Stoffstrombilanzen beziehe.

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Wilhelm Gebken · 1.
    @Diedrich Stroman, ein Beispiel

    Die LwK-Nds empfliehlt seit Jahren winterharte Zwf zum Wasserschutz anzubauen, sinnvoll. Gem der neuen Dünge-Vo führt dies aber zur Anrechung von zusätzlichen 20 kg N/ha. Folge: Ab 2018 wird Niemand der klar bei Verstand ist mehr winterharte Zwischenfrüchte anbauen.

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  2. von Diedrich Stroman · 2.
    Ein Käfig voller Narren!

    So ist das wenn Politik zum jagen der Landwirtschaft bläst, alles was vorher sinnvoll und nachvollziehbar war ist auf einmal alles verkehrt! So kann man auch nur mit Bauern umspringen, man muss den ganzen Horden von Kammern und Beratern vorhalten uns Bauern die letzten Jahren nur in die Irre geführt źu haben, die Stoffstrombilanz gibt uns nun den Rest! So ist das wenn Theorie die Praxis ad absurdum führt!!!

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  3. von Edelhard Brinkmann · 3.
    Die Fütterung wird neu erfunden

    Wenig ergibt in Zukunft viel

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