Erst einlagern, dann verfüttern

Frisches Getreide in der Lagerhalle.
Bild: Brintrup

Frisch geerntetes Getreide führt bei Schweinen schnell zu Verdauungsproblemen. Denn die Körner „schwitzen“ nach. Das heißt, dass sie noch nachreifen, indem die Restfeuchte umgelagert wird. Zeitgleich können noch vermehrt vom Feld stammenden Bakterien auf den Kornschalen sitzen.

Deshalb empfiehlt Dr. Gerhard Stalljohann von der Landwirtschaftskammer NRW, frisches Getreide erst zwei bis vier Wochen lang einzulagern bevor man es an Schweine verfüttert. Um die Verdauung der Tiere langsam an das neue Getreide zu gewöhnen, hilft es, z u Beginn nur einen Anteil von 10 bis 50 % in die Futterration einzumischen. Stück für Stück kann man dann den Anteil in der Ration erhöhen.

Bei säure-behandeltem Getreide kann die Wartezeit kürzer ausfallen. Außer die Säurezulage ist so hoch, dass der Geschmack beeinträchtigt ist, dann empfiehlt es sich mindestens drei Wochen vor der ersten Fütterung zu warten. 
 

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