Finnen wollen jetzt auch einen Zaun gegen die ASP

Wiesen Die regierung in Finnland prüft die Machbarkeit eines Zauns
Bild: Deter

Nach Dänemark und Polen erwägt nun auch die finnische Regierung wegen der näher rückenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) die Errichtung eines Wildzauns. Wie der Fernsehsender Yle berichtete, trägt sich die Regierung in Helsinki mit dem Gedanken, entlang der Grenze zu Russland einen Wildzaun zu bauen, um so die Einwanderung von möglicherweise ASP-infizierten Wildschweinen zu verhindern.

Aktuell seien Mitarbeiter des Nationalen Instituts für Natürliche Ressourcen (LUKE) damit beschäftigt, die ökologischen Folgen einer solchen Barriere zu untersuchen. Das finnische Landwirtschaftsministerium lotet Yle zufolge derzeit den wirtschaftlichen und logistischen Aufwand des Projektes aus.

Ein Bau sei in näherer Zeit allerdings nicht geplant, erklärte ein Ressortvertreter gegenüber dem Sender. Vielmehr werde man nach Abschluss aller Analysen entscheiden, ob und in welchen Dimensionen ein entsprechender Wildzaun umgesetzt werden könne.

Ungeachtet dessen geht das Ministerium mit den jetzt bekannt gewordenen Plänen bei der Prävention der Afrikanischen Schweinepest neue Wege. Anfang September hatte Landwirtschaftsminister Jari Leppä vor deutschen Journalisten in Helsinki entsprechende Ideen jedenfalls noch verneint und stattdessen auf verschärfte Kontrollen und Informationskampagnen an der Grenze gesetzt. Im Inland wurden ihm zufolge in diesem Jahr ebenfalls erhöhte Quarantänevorschriften in Ställen und beim Transport erlassen. In der Freilandhaltung von Hausschweinen seien seitdem beispielsweise doppelte Elektrozäune vorgeschrieben.

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