Grupe: "Streit um Ferkelkastration ist Bankrotterklärung der Politik"

Hermann Grupe Hermann Grupe
Bild: Archiv

Für den agrarpolitischen Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, ist die geplatzte Einigung auf eine Fristverlängerung bei der narkosefreien Ferkelkastration eine Bankrotterklärung der Politik. „Es ist ein Skandal, dass es immer noch zu keiner Einigung gekommen ist. Wieder einmal lässt die Politik die Landwirte allein", schimpft Grupe.

Er warnt, dass viele Schweinebauern in Niedersachsen vor dem Aus stünden, wenn es nicht noch zu einer Übergangsregelung kommt. Ministerin Otte-Kinast sei als Vertreterin des Bundeslandes mit den meisten Schweinehaltungsbetrieben in der Pflicht, jetzt noch kurzfristig für einen Kompromiss zu sorgen, meint der Politiker.

Er hält es für völlig unerklärlich, dass die Ministerin sich offenbar auf Bundesebene nicht vor der Abstimmung im Agrarausschuss des Bundesrates um Mehrheiten für ihren Antrag gekümmert habe. „Statt einen mehrheitsfähigen Antrag mit den Länderkollegen abzustimmen oder auch beispielsweise dem Antrag aus Baden-Württemberg zuzustimmen und somit eine Übergangsregelung zu ermöglichen, hat Ministerin Otte-Kinast auf einen Alleingang gesetzt. Und das ohne Erfolg. Politik für die niedersächsischen Landwirte gelingt so jedenfalls nicht“, erklärt Grupe weiter.

Hintergrund: Der Agrarausschuss des Bundestages hatte einen Antrag Niedersachsens zur Fristverlängerung für das betäubungslose Kastrieren von Ferkeln abgelehnt.

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