Habeck will Aufklärungskampagne für Alternativen zur Ferkelkastration

Robert Habeck Robert Habeck
Bild: Twitter @RobertHabeck

Grünen-Chef Robert Habeck fordert von der Bundesregierung eine Aufklärungskampagne über Alternativen zur derzeit üblichen Kastration von Ferkeln ohne Betäubung. Die Impfung von Schweinen gegen den durch männliche Sexualhormone verursachten Ebergeruch werde vor allem von manchen Männern skeptisch gesehen, sagte Habeck der Tageszeitung "taz" kurz vor der Landtagswahl in Bayern.

"Die haben Angst, dass sie selbst impotent werden, wenn sie dieses Fleisch essen", so der Parteivorsitzende. "Die Bundesregierung müsste hier mit dem Handel eine Kampagne auflegen, die ihnen diese Sorgen, diese Skepsis nimmt. Die Unbedenklichkeit ist nachgewiesen. In vielen Staaten wird diese Immunokastration der Ferkel seit Jahren ja angewandt."
 
Habeck sprach sich gegen den Plan der Großen Koalition aus, das Verbot der betäubungslosen Kastration von Januar 2019 um 2 Jahre zu verschieben. "Eine Regierung kann jetzt nicht einfach sagen: Upps, das haben wir aber gar nicht so gemeint. Das Tierschutzgesetz besagt, dass Tieren kein unnötiges Leid zugefügt werden darf. Die Ferkelkastration ohne Betäubung muss jetzt enden. Sie ist unnötig. Es gibt Alternativen", ergänzte der ehemalige Agrarminister von Schleswig-Holstein.

Mehr dazu bei der taz: Habeck: „Die haben Angst, dass sie selbst impotent werden“

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17 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Erwin Schmidbauer · 1.
    Lest mal das Interview

    Ganz ignorant ist Habeck auch nicht! "Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Standards in anderen Ländern durchaus schlechter und die Produktionskosten dort deshalb niedriger sein können als bei uns. Wenn aber die Verbraucher nicht unterscheiden können, wie Fleisch oder Milch produziert wurden, dann bleibt nur ein Unterscheidungsmerkmal: der Preis. Das liefert den Anreiz, das günstigste Produkt zu nehmen. Es wäre anders, wenn man im Discounter lesen könnte: „Diese Wurst ist von Schweinen, die ohne Betäubung kastriert worden sind.“ Die Kennzeichnung ist der beste Weg gegen Dumpingfleischangebote aus dem Ausland." Aber ob sein Verbraucher da mitspielt und sich nicht an der Kastration stört, wenn es billig ist? Dieser Feldversuch wäre sicher interessant! Würde wohl aber das selbe ergeben, wie schon vorher: die meisten Konsumenten sehen allein auf den Preis und beteuern gleichzeitig in Umfragen, wie wichtig ihnen der Tierschutz ist.

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  2. von Frithjof Dittrich · 2.
    @ Gerhard Steffek

    Ich esse Rindfleisch, Fisch und Käse. Wiederkäuer und Fische haben nur wenig Arachidonsäure. Ich danke allen, die viel Schwein und Geflügel essen, weil dadurch meine Rente sicher ist.

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  3. von Gerhard Steffek · 3.
    @Wilhelm Gebken - Umerziehung

    Die Grünen (Katahrina Schulze) wollen ja auch politische Bildung in der Schule forcieren. Warum wohl und in welche Richtung?

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  4. von Gerhard Steffek · 4.
    @ Frithjof Dittrich -

    lieber zwei Jahre früher abtreten und dafür ordentlich gelebt, anstatt nur dahinvegetiert. Ich sehe es in meinem Umfeld. Als Vegetarier bist du schon eine "arme Sau", aber als Veganer bist du dann eine "ganz arme Sau". Bei denen frage ich mich jedesmal wo da der Spaß sein sollte. Ich habe es schon öfters geschrieben, wären unsere Vorfahren Veganer gewesen, geblieben, wären wir wahrscheinlich nichts anderes als die Dscheladas im äthiopischen Hochland: Auf dem nackten Arsch dahinrutschende, Gras fressende Affen.

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  5. von Michael Koch · 5.
    @ Frithjof Dittrich

    Der Verzicht auf Schweine/Geflügelfleisch wirkt sich negativ auf die kognitive Leistungsfähigkeit aus .

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  6. von Frithjof Dittrich · 6.
    Erektionsschwäche

    Schweinefleisch ist schlecht für die Potenz, auch ohne Impfung. Der hohe Arachidonsäuregehalt führt ab 50 zu Arteriosklerose. Durch die Verengung der Arterien wird die Erektion gestört. Man bekommt hohen Blutdruck und muß Blutdrucksenker nehmen. Geflügel enthält genauso viel Arachidonsäure. Davon bekommt man auch Arthrose. Das gute an Schwein und Geflügel ist, daß die Rentner davon rechtzeitig einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen. Dadurch muß der Staat nicht soviel zur Rente zuzahlen.

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  7. von Diedrich Stroman · 7.
    Berufspolitiker!

    Was darf so ein Taugenichts noch so alles verbreiten? Diese Person ist noch schlimmer wie ein Rattenfänger, und dieses Spektakel hat mit Demokratie nicht's mehr zu tun, so ein Demagoge wie der Habek einer ist, kann man mit realem Gewissen nicht weiter ungestraft solche inkompeten Aussagen verkünden lassen! Diese Partei ist im verkünden von halb seidenden Behauptungen mit zum Teil Unwahrheiten gezielter Demagogischer Volksverdummung für die Bauern Existenzvernichtend obwohl man geschworen hat, Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden!!!Es ist scheinbar so ,als wenn die bäuerlichen Landwirtschaft auf dem Marktplatz der lügenden Schreihälse zum Scharfott geführt wierd!!Und die Altparteien den Totengräber dieser so wertvollen bäuerlichen Landwirtschaft Spalier stehen!!!!

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  8. von Michael Koch · 8.
    Der Meister

    des Verunsicherns und Angstmachens will es dieses Mal anders herum . Sonst bei jeder Gelegenheit Emotionen wecken und diffuse Ängste schüren - dieses Mal soll es nicht so sein ? Nein , die Grünen haben die Bevölkerung derartig sensibilisiert , das wird sich nicht zurückdrehen lassen . Kein Verbraucher wird sich in seinem Kaufverhalten von Habeck`s Gerede beeinflussen lassen . Gleich geblieben ist hingegen Habeck`s Stoßrichtung , er schadet den Landwirten , und hierbei zumeist den bäuerlichen Familienbetrieben - die werden aus dem Markt gedrängt . Nicht die Großen , die werden ab 1000 Sauen aufwärts mit eigenem Tierarzt weitermachen , kleine stabile Kombibetriebe werden die Sauen aufgeben .Gegen die Großbetriebe kann Herr Habeck dann noch besser Stimmung machen .

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  9. von Wilhelm Gebken · 9.
    Zitat Habeck: "Eine Regierung kann jetzt nicht einfach sagen: Upps, das haben wir aber gar nicht so gemeint."

    Dieser Satz beeinhaltet alles was die Grünen und insbesondere Habeck ausmacht und vor dem wir uns ganz gewaltig hüten müssen: Wenn etwas als falsch erkannt wurde, muss es geändert bzw. angepasst werden, dass ist usus bei allen klar denkenden Menschen. Nicht so bei Habeck. bei Habeck muss die Realität an seine Vorstellungen angepasst werden. Koste es was es wolle. Jetzt sind es eben die Männer, die nach seinen Vorstellungen umerzogen werden müssen. Was wird es morgen sein? Und erst übermorgen? Wenn Leute wie Habeck die Regierungsgewalt erhalten, werden wir alle großen Katastrophen des 20tes Jahrhunderts noch einmal durchleben. Vae victis!

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  10. von Bernd Croonenbroek · 10.
    Die Unbedenklichkeit ist nachgewiesen

    Ist es bei Glyphosat auch ????? Und bei Gülle kann ich auch nachweisen das nur 170 kg/N aus Organischen Dünger ausgebracht werden !!! Und beim angeblichen Insektensterben können die Grünen nichts nachweisen, und hauen auf die Landwirtschaft drauf !!! Die Grünen sind Unglaubwürdig und sind nur auf Stimmenfang,

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  11. von Paul Siewecke · 11.
    Eine Möglichkeit wäre vielleicht...

    "gesextes Sperma", so dass in der Mastferkelproduktion nur Sauen-Ferkel geboren werden... Kostet natürlich auch wieder Geld, aber die ganze Diskussion von wegen Kastration wäre (für die Mast!) erstmal hinfällig. Die paar Eber, die da noch durchrutschen kann dann auch der Tierarzt machen..

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  12. von Manfred Sommer · 12.
    Aufklärungskampagne ?

    Glyphosat wird zum Supergift erklärt! und jetzt will man der Landwirtschaft eine Impfung aufdrücken die keiner will ? Woanders demonstriert man gegen Klimagase und jetzt sollen zum Ferkelkastrieren ein Gas Eingesetzt werden mit "Treibhausfaktor 510" das zudem noch Gesundheitsgefährdend ist? Man ist für Regionale Bäuerliche Landwirtschaft und kurzen Transportwegen für Tiere und will Gesetze durchdrücken die das Gegenteil bewirken ? Wie soll man das Handeln dieser Partei noch verstehen ?

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  13. von Wilhelm Grimm · 13.
    Wenn Herr Habeck Angst vor Impotenz hat,

    schickt ihn in die landwirtschaftliche Lehre. Dort wird er als Lehrling nach Anweisung unter Aufsicht lernen müssen, wie Ferkel kastriert werden. Das gehörte auch zu meiner Ausbildung. Wenn er dann feststellen muss, dass die Kastration die Ferkel weniger belastet als das Stechen von Tattoos oder ähnlicher Selbstverstümmelungen am menschlichen Körper, wird er dieses Argument nicht mehr zum Schüren von Ängsten benutzen.

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  14. von Heinrich Roettger · 14.
    Unglaublich arrogant!!

    ""Wer heute noch über Glyphosat redet ist von Vorgestern"" Dieses Zitat auf dem diesjährigen Raiffeisentag in Neumünster/SH stammt ebenfalls von diesem Mann.Er verabscheut Hormonstoffe , will Sie aber Millionenfach bei Ebern einsetzen. Dieser Mann ist ein Rattenfänger!!

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  15. von Renke Renken · 15.
    Das Problem ist,

    die Grünen finden für jeden Scheiß, den sie verbreiten; Zuspruch beim Bürger und in der Wählerschaft, somit steigt ihr Wählerpotenzial und alles wendet sich allmählich gegen die Landwirtschaft - wird das Schweinefleisch importiert, fragt nicht ein Verbraucher mehr, wie das Ferkel kastriert worden ist. Fazit: Der ausufernde Wohlstand unsere Gesellschaft vernebelt nicht nur unseren Politikern den Verstand, helfen tut da wahrscheinlich nur Hunger, aber das wird nicht eintreten, weil wir ja eine wohlhabende Gesellschaft sind und letztendlich irgendwelchen armen Menschen auf dieser Welt die Lebensmittel wegkaufen - so sieht scheinheilige Politik aus. Würden wir Landwirte nur halb so viel Unterstützung von der Politik erhalten, wie man dieser deutschen Autoindustrie den Arsch pudert, dan würden wir wahrscheinlich im Schlaraffenland wirtschaften.

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  16. von Christian Bothe · 16.

    Ziemlich arrogant und ich finde ein unverschämtes Zitat,was dieser Habeck los läßt und ist absoluter Blödsinn. Er sollte weiter schriftstellern... Seit Jahren werden Ferkel kastriert, Schwänze kupiert und das hat den Tieren nicht geschadet. Hohe Masttagszunahmen, kein Schwanzbeißen und hochwertige Schlachtkörper waren und sind das Ergebnis(habe ja selbst über Jahre 10000MS gemanagt). In anderen Ländern z.B. Amerika steht das momentan überhaupt nicht auf der Tagesordnung und der Verbraucher dankt es den Farmern mit steigenden Umsätzen. Die Übergangsregelung ist für die Schweinemäster wichtig und der Staat sollte sich im Rahmen der Tierwohldiskussion befleißigen eine zukunftsfähige Lösung(wenn wir die überhaupt brauchen)zu finden.

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  17. von Thomas u. Helmut Gahse GbR · 17.
    So was aber auch

    Der grüne Herr Habeck sorgt sich um die Akzeptanz von Schweinefleisch. Hergestellt mit, unter Umständen, durch Gentechnik erzeugten Impfstoffen. Seien Sie doch ehrlich Herr Habeck, Ihnen ist es doch insgeheim recht wenn sich die Schweinefleischesser nicht mehr reproduzieren. Sie wollen mit aller Gewalt die Schweinehaltung in Deutschland beenden. Dazu ist Ihnen jedes Mittel recht.

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