Koalitionsausschuss einigt sich auf 2 Jahre Fristverlängerung bei Ferkelkastration!

Kastrationsbesteck Offenbar gibt es eine Einigung bei der Ferkelkastration
Bild: Heil

Gestern Abend hat sich der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD auf eine Fraktionsinitiative zum Thema Ferkelkastration geeinigt. Im Beschlusspapier heißt es dazu wörtlich: „Die Koalitionsfraktionen werden zeitnah eine Fraktionsinitiative auf den Weg bringen mit dem Ziel, noch in diesem Jahr die Übergangsfrist bis zum vollständigen Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration um zwei Jahre zu verlängern.“

Damit besteht zumindest Hoffnung, dass es für die deutschen Ferkelerzeuger doch noch eine Lösung geben könnte. Wie geht es nun weiter? Zuerst muss ein formeller Fraktionsbeschluss beschlossen werden, dann folgt die erste Lesung im Bundestag, danach befassen sich die Fachausschüsse mit dem Thema, anschließend folgen die zweite und dritte Lesung im Bundestag. In seiner letzten Sitzung in diesem Jahr am 14.12. muss sich dann noch der Bundesrat mit dem Thema beschäftigen. Die Länderkammer muss nicht zustimmen, kann aber Einspruch erheben. Ein möglicher Einspruch dürfte aber "ins leere laufen", da es dafür keine Mehrheit geben dürfte.

Laut CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sei mit dem Kompromiss nun auch in Zukunft Ferkelzucht in Deutschland möglich.

Holzenkamp: „Gibt Hoffnung, ist aber nicht Wunschergebnis“

Franz-Josef Holzenkamp Franz-Josef Holzenkamp
Bild: Youtube-Kanal von Hartmut Koschyk
Mit Erleichterung hat der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) reagiert. „Die geplante Fristverlängerung bedeutet für unsere Mitgliedsunternehmen und die gesamte Fleischwirtschaft in Deutschland, dass die Wettbewerbsfähigkeit mit anderen EU-Ländern gewahrt bleibt, wenn auch nur vorerst“, sagte DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp.
 
Gleichwohl sei die ausschließliche Verlängerung der Frist um zwei Jahre nicht das Wunschergebnis des Verbandes. „Die geplante Verlängerung ist ein Hoffnungszeichen für die Fleischwirtschaft. Damit endet nicht die extrem schädliche Hängepartie, in der sich der gesamte Sektor befindet“, so Holzenkamp weiter.
 
Der DRV hofft nun, dass die weiteren Schritte des Gesetzgebungsverfahrens möglichst reibungslos gelingen. Dennoch sei das nicht das Ende der notwendigen Bemühungen. Der Sektor müsse die dann gewonnene Zeit für die Entwicklung des Vierten Wegs nutzen. Dabei verabreicht ein geschulter Landwirt dem Tier das Schmerzmittel vor dem Eingriff. In Deutschland ist dieses Verfahren bisher mit vielen rechtlichen Hürden versehen und deshalb nicht anwendbar, während es in anderen Ländern wie Schweden oder Dänemark bereits praktiziert wird.

Lob und Kritik von den Bauernverbänden

Der Bauernverbandspräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Detlef Kurreck, mahnt unterdessen, dass in diesen zwei Jahren nun dringend Forschungsarbeiten und Zulassungsverfahren für eine praktikable, tierschutzgerechte Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration abgeschlossen werden müssten. "Die verantwortlichen Institutionen sind nun gefragt. Nur so kann die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe erhalten werden“, erklärt Kurreck. "Wir brauchen die Möglichkeit dem Landwirt, bei nachgewiesener Sachkunde, eine lokal begrenzte Betäubung oder eine wirtschaftliche und tierschutzgerechte Alternative zu erlauben." Er bittet Bundestag und Bundesrat, diese Fraktionsinitiative zu unterstützen und damit eine Fristverlängerung zu ermöglichen.

Kritik äußert sein Amtskollege aus Rheinland-Pfalz Süd, Eberhard Hartelt: Er kritisiert die Hängepartie der letzten Wochen zu diesem Thema. Diese dringend notwendige Entscheidung hätte bereits viel früher getroffen werden müssen, so Hartelt. Das rheinland-pfälzische Umweltministerium singe immer wieder das hohe Lied der Regionalität, sei aber in der Diskussion zur Ferkelkastration nicht in der Lage gewesen, nach fachlichen Gesichtspunkten abzustimmen, sondern habe eine rein ideologische Diskussion geführt. Mit dieser Haltung hätte das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten nicht nur den Betrieben, sondern auch dem Tierschutz einen „Bärendiest“ erwiesen, so Hartelt weiter.

Bayern Bayernpräsident Walter Heidl hat den Politikern bereits in einem Brief gedankt, verknüpft mit einem Wunsch. „Unser Ziel ist es, schnellstmöglich die lokale Betäubung als praktikables und tierschutzgerechtes Verfahren auch in Deutschland zuzulassen. In unseren Nachbarländern Dänemark und Schweden ist diese Methode bereits als tierschutzgerecht anerkannt und praktiziert. Wir müssen hier endlich gleichziehen und damit auch beispielgebend für die Weiterentwicklung in anderen Ländern sein.“

„Unsere Tierhalter wollen weg von der betäubungslosen Ferkelkastration, benötigen dazu aber dringend eine klare und gangbare Perspektive, wie sie sich rechtskonform umstellen können“, betont auch Albert Schulte to Brinke vom Landvolk Niedersachsen.

Mortler: Zeit zur Lösungsfindung gewonnen

Marlene Mortler Marlene Mortler
Bild: http://marlene-mortler.de/
"Die Politik hat verstanden. Die nachhaltige, bäuerlich geprägte und qualitätsorientierte Ferkelerzeugung in Deutschland war gefährdet." Das sagte Marlene Mortler, Agrarsprecherin der CSU im Bundestag, zu der Einigung.

"Uns eint das gemeinsame Ziel, künftig auf die betäubungslose chirurgische Ferkelkastration zu verzichten. Klar ist: wir brauchen Lösungen, um den gesellschaftlichen Anspruch an eine tiergerechte Ferkelerzeugung, an den Verbraucherschutz und an eine existenzfähige einheimische Sauenhaltung in Einklang zu bringen. Nur so können wird die bereits bestehenden Ferkelimporte begrenzen, unsere hohen Anforderungen an Tier- und Verbraucherschutz in Deutschland sicherstellen und Wettbewerbsnachteile ausschließen", sagte die Politikerin am Dienstag.
 
Die gesellschaftlichen Grundwerte, dass die Politik den Menschen im Land dient und nicht ideologiegetrieben agiert, habe ihrer Aussage nach auf dem Prüfstein gestanden und habe gehalten. Gerade noch rechtzeitig komme dieses politische Signal.

Otte-Kinast lädt zum Sauengipfel
 
Auch Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast mahnt, die Zeit bis Ende 2020 von der Branche zu nutzen, um tragfähige Lösungen zu entwickeln. Deshalb habe sie bereits am kommenden Montag, 8. Oktober, zu einem „Sauengipfel“ ins Ministerium eingeladen. "Ich erwarte dann die deutliche Bereitschaft, an konkreten Vorschlägen zu arbeiten. Der Ausstieg aus der Kastration ohne Betäubung wird von mir grundsätzlich nicht in Frage gestellt.“

Grüne: Koalition erweist Landwirtschaft Bärendienst
 
Friedrich Ostendorff Friedrich Ostendorff
Bild: Bundestag/Achim Melde
Mit der Fristverschiebung erweist die Bundesregierung der Landwirtschaft nach Ansicht von Grünen-Agrarsprecher Friedrich Ostendorff einen Bärendienst. "Es ist unverantwortlich, dass in der fünfjährigen Übergangsfrist Däumchen gedreht wurde, und nun 20 Millionen Ferkeln pro Jahr weiterhin ohne Betäubung die Hoden entfernt werden. Die Kluft zwischen dem gesellschaftlichen Willen und der landwirtschaftlichen Realität wird immer größer. Die zuständige Fachministerin Klöckner gibt dabei ein sehr unglückliches Bild ab", so der Landwirt am Dienstag.
 
Ministerin Klöckner duckt sich seiner Meinung nach weg und schiebt die Koalitionsfraktionen vor, statt sich selbst um die schwierige Frage der Ferkelkastration zu kümmern. "Denn sie will im kommenden Jahr lächelnd ihr Fleischlabel als großen Wurf für den Tierschutz verkaufen. Leidende Ferkel, die bei vollem Bewusstsein operiert werden, passen nicht dazu. Es ist skandalös, dass Ministerin Klöckner nicht den Mumm hat, sich zu positionieren."
 
Ostendorff spricht in diesem Zusammenhang von einem "schmutzigen Deal". Der minimalste Tierschutz, den Ferkeln eine Betäubung zu gewähren, werde für den CSU-Wahlkampf in Bayern geopfert. "Die aktuelle Bundesregierung zerstört die letzte Hoffnung, dass mit ihr eine Abkehr von der exportorientierten Turbo-Massentierhaltung zu machen ist. Statt Tierschutz, Gewässerschutz und guten Lebensmitteln ist Union und SPD die Billigproduktion für den Weltmarkt mit enormem Tierleid und Umweltverschmutzung wichtiger", so der Grünen-Politiker.

Tierschutzbund: "Verrat am Tierschutz"

Thomas Schröder Thomas Schröder ist sauer
„Was der Koalitionsausschuss beschlossen hat, ist Verrat an den Ferkeln und Verrat am Staatsziel Tierschutz und wurde offenbar wie auf einem Basar in die Pokerrunden um Diesel und Zuwanderung eingepreist", empört sich unterdessen der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder.

Sämtliche Bekenntnisse der Koalition zum Tierschutz würeden damit als wohlfeile Sonntagsreden erscheinen. Er hält es für kurios, dass der Deutsche Bundestag vor fünf Jahren ein Gesetz beschlossen habe, um das sich anschließend niemand mehr gekümmert habe. "Die Tiernutzerseite bewegt sich nicht und schwupps, wird mal eben das Leid der Ferkel verlängert, weil nun die Zeit für Anpassungen im Ferkelsystem angeblich nicht mehr reicht. Schonungsloser können die Agrarpolitiker der Regierungsfraktionen nicht offenbaren, wie sehr sie am Rockzipfel der Agrarindustrie hängen und mehr um deren Anerkennung buhlen als sich aktiv um Fortschritte im Tierschutz zu kümmern", so Schröder.

Connemann: Einigung ist ein Befreiuungsschlag

Für die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union Gitta Connemann ist die Einigung dagegen ein Befreiungsschlag. Ohne Übergangslösung stünden viele der kleinen und mittleren Betriebe vor dem Aus, betonte sie. "Diesen Strukturbruch müssen wir verhindern - für die Höfe, die ländlichen Regionen, die Verbraucher und den Tierschutz. Denn ein Aus der Ferkelerzeugung in Deutschland wäre eine Steilvorlage für die Produktion in Ländern mit niedrigeren Standards. Den Preis würden Tiere und Verbraucher zahlen."

Connemann kündigte an, zeitnah mit der SPD eine Fraktionsinitiative auf den Weg bringen. Noch in diesem Jahr soll die Übergangsfrist bis zum vollständigen Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration um zwei Jahre verlängert sein.

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Ferkelkastration: Darum taugen die Alternativen nichts

Warum die von Tierschützern und Grünen propagierten Alternativen nichts taugen, erklärt verständlich Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Dr. Till Backhaus:

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15 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Heinrich Albo · 1.
    Die Ideologen zeigen ihr wahres Gesicht

    Ihnen geht es nicht um den Schutz der Tiere oder den der Menschen sondern ausschließlich um die Abschaffung der kompletten konventionellen Nutztierhaltung in Deutschland! Deshalb wurden und werden illegale Aufnahmen aus dem Stall ja auch erst dann den Behörden bekannt gemacht wenn sie gewinnbringend Verkauft werden konnten oder man damit politisches Kapital schlagen kann....Wie es den Tieren in der Krankenbucht oder den Ferkeln vor und nach der Narkotisierung oder den zwei extra Stichen in den Hoden und dem wesentlich länger dauerndem Kastrationsvorgang geht ist "piep" egal.

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  2. von Christian Bothe · 2.

    Eine momentan gute und richtige Entscheidung. Ich will mich nicht wiederholen, aber hatte in der von mir gemanagten 10000er Schweinemastanlage bei einer wöchentlichen Einstallung von 350 kastrierten und kupierten Läufern nie Gesundheitsprobleme, beste MTZ und habe hochwertige Schlachtkörper vermarktet. Die Läufer kamen so vom Lieferanten und Binneneber wurden bei der Einstallung vom TA kastriert. Das dies Ostendorff und Schröder nicht gefallen wird, war klar obwohl diese Verfahren gelebter Tierschutz darstellen und es beispielsweise während der Mastperiode zu keinen Schwanzbeißereien etc. gekommen ist.

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  3. von Wilhelm Grimm · 3.
    Nur die LAIEN Schröder und Ostendorff leiden, die Ferkel lachen sich über diese beiden kaputt.

    Gelitten haben die Schweinebauern und ihre Familien. Diese bis zum Schluss einer derartigen seelischen Belastung auszusetzen, das ist eine ausgemachte Schweinerei.

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  4. von Thomas u. Helmut Gahse GbR · 4.
    Kollege Ostendorff

    Von Herrn Schröder ist nichts Anderes zu erwarten. Aber das ein Landwirt, wie Herr Ostendorff einer sein will, wider besseres Wissen einen solchen Unfug redet, beschähmt mich als Landwirt und Tierhalter.

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  5. von Heinrich Steggemann · 5.
    Mit Grabenkämpfen kommen wir nicht weiter

    Die Milchviehhaltung ist da angekommen, wo die Sauenhaltung immer schon war, am freien Markt. Als Sauenhalter bin ich beim Kampf um kostendeckende Preise bei den Milchbauern. Man mag sich über zu niedrige Milchpreise ärgern, aber das Verkaufprodukt Milch wird im allgemeinen regelmässig abgeholt und bezahlt. Das sieht bei dem Teil der Sauenhalter anders aus, die über den Handel an die Schweinemäster ihre Ferkel verkaufen müssen, die keine vertraglichen Bindungen eingehen wollen. Und Sauenhalter mit fester Anbindung wissen, das dies kein garantierter Zustand für alle Ewigkeit ist. Speziell für den freien Ferkelabsatz kommen die Verfahren Ebermast und Immunokastration nicht in Frage und für vertraglich gebundene Ferkel auch nur eventuell. Was macht man mit den jeweils aktuell verkaufsfertigen Eberferkeln, wenn sich kein Abnehmer findet????? Die Kosten für die Vollnarkose bleiben als Wettbewerbsnachteil beim Ferkelerzeuger hängen. Mehrkosten sind nicht durchsetzbar, da alternativ ausländische unter Lokalbetäubung kastrierte Ferkel eingestallt werden, oder der Maststall auch mal leer bleibt und gleichzeitig der Ferkelaufzuchtstall beim Sauenhalter überquillt. So wird die Vollnarkose aufgrund der tierärztlichen Mehrkosten zum Sauenhaltersterben auf Raten( auch im geschlossenem System, falls Ebermast oder Immunokastration nicht in Frage kommen). Soweit man überhaupt einen Tierarzt findet, der Zeit dafür hat. Falls der vierte Weg nicht kommt, werden viele Sauenhalter den fünften Weg zur Betriebsaufgabe gehen. Deutschland wird dann noch mehr zum Maststall Europas und verlagert Arbeitsplätze ins Ausland.

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  6. von Paul Siewecke · 6.
    Herr Schröder vom Tierschutzbund....

    Hat irgendwo ja recht, aber widerrum auch nicht! Er liegt richtig mit der Aussage, dass die Politik jahrelang gepennt hat, wahrscheinlich auch aus dem Kalkül der Lobbyisten der Pharmaindustrie (Improvac) heraus, die gewünschten Wege würden schon angenommen, wenn man die Weg Nr.4 durch Aussitzen verzögert/verhindert. Allerdings sind meiner Meinung nach Weg 1-3 aus tierschutzrechtlicher Sicht der Chirurgischen Kastration gegenüber im Nachteil und damit stelle ich seine Aussage auch in Frage. Der 1. Weg, Kastration mit Vollnarkose, da spielen auf Dauer die Veterinäre nicht mehr mit und mit dem Isofluran ist das für den Anwender auch so eine Sache (mögliche Leberschäden) für das Ferkel erst recht: Für so kleine Schweinchen ist die Narkoitka-Dosierung nicht ganz einfach, d.h., es gibt schon relevante Komplikationen. Der 2. Weg, die Ebermast, ist auch abzulehnen: Bei der tierschutzrechtlich gewollten Haltung in Großgruppen brauchen die halbstarken Eber dann nur mal eine Pheromonspur einer Sau in der Rausche abkriegen (da reicht auch eine rauschende Bache in 5 Km Entfernung in günstiger Windrichtung!) und schon ist die Hölle los! Das geht dann über Rangkämpfe mit ernsthaften Verletzungen bis hin zu Tierverlusten in signifikanter Höhe! Der 3. Weg, Kastration mittels Improvac, ist auch nicht so prickelnd: zum einen wollen wir weg von unnötiger Impferei (sieh Video mit Herrn Backhaus!) und dann kastrieren wir mit der Spritze... Zum anderen sind auch mindestens 2 Impfungen nötig. Dazu kommen etwa 2% Impfversager, die man auch erst mal herausfinden muss. Das heißt wieder Stress in der Mastgruppe bist hin zu eventuell sogar trächtigen Sauen, falls doch einer "durchrutscht". Es ist richtig, dass chirurgisch kastrierte Ferkel für ein paar Tage geringere Leistungen zeigen, dann aber geht die Post ab und man ist zu 100% auf der sicheren Seite. Bei Improvac bleibt ein signifikantes Restrisiko (auch des "Stinkens") und der Nachteil "verteilt" sich nur auf die gesamte Mastperiode. Von den wirtschaftlichen Risiken, die kein mittelständisches fleischverarbeitendes Unternehmen bereit ist einzugehen und damit stark eingeschränkter Vermarktungsfähigkeit schon mal ganz abgesehen....

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  7. von Albert Maier · 7.
    Unbefristet...

    ... verlängern wäre richtig gewesen!

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  8. von Heinrich Roettger · 8.
    Die unantastbaren Grünen??

    "Betäubungslos die Hoden entfernen" macht Herrn Ostendorf Sorgen. Wenn aber Mutterschafe bei lebendigem Leibe auf der Weide von Wölfen gefressen werden oder Sie vor Angst reihenweise ihre Lämmer verlieren, dann kann er trotzdem beruhigt schlafen.Diese Menschen wollen unseren Berufsstand ruinieren.Unglaublich scheinheilig diese Ostendorfs und Hofreiters. Hut ab , vor Till Backhaus (SPD) in dieser Frage.

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  9. von Henrik Plaas-Beisemann · 9.
    Hoffentlich eine Atempause- aber...

    Eine Fristverlängerung ist in der derzeitigen Situation die einzige Möglichkeit Zeit zu gewinnen, um eine wirkliche Lösung zu erreichen. Diese Lösung ist der vierte Weg mittels Lokalanästhesie durch den Sauenhalter. Und Nein es geht nicht um die Eroberung des Weltmarktes, es geht um gleiche Wettbewerbsbedingungen in einem relativ kleinen Region. Große Teile der deutschen Schweinhaltung befinden sich in Weser-Ems und NRW, für diese Bauern ist Den Haag entfernungsmässig näher als Berlin. Wer nur die nationalen Grenzen sieht, hat Europa nicht verstanden.

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  10. von Rainer Hoffmann · 10.
    @ Loew Otto

    Hier geht es nicht um Neid, sondern um Grundsätzliches u ja es gibt Bauern die praktizieren sogar schon Betäubung bei der Kastration, ist nur ne Frage der Vermarktung u der daraus resultierenden Kostendeckung. Für Weltmarkt Eroberer auf Dumping Preisbasis na klar ein Unding.

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  11. von Gerd Uken · 11.
    Fünf komplette Jahre gepennt

    Aber zumindest zeigt es das man , wenn man Genügend Druck auf baut sich etwas bewegt-das wünsche ich mir vom 148er auch aber das kann noch dauern..... @ Loew wasch mich aber mach mich nicht nass, so fühl ich mich wenn ich Backhaus höre, und das seit Lüneburg!

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  12. von Friedhelm Brand · 12.
    Empfehlung

    Ich kann jedem Landwirtschaftsexperten, der diese Website besucht nur das obenstehende Video von Minister Backhaus ans Herz legen. Das bildet ungemein.

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  13. von Willy Toft · 13.
    Selbst für die Umsetzung der "Verschiebung" braucht man schon 3 Monate!

    Zumindest ist nun mal der Druck auf dem Kessel abgebaut, und die Ferkelerzeuger können wieder hoffen, dass ein gangbarer Weg gefunden wird! Ob die dann, neuen Auflagen, jemals mit eingepreist werden, steht auf einem anderen Blatt.

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  14. von Otto Loew GbR · 14.
    Beschluss der Vernunft.

    Gut dass sich Till Backhaus in der SPD durchsetzen konnte. Ich bin selbst Milcherzeuger und freue mich für die Sauenhalter. Eine Neiddebatte zu starten wie Rainer Hoffmann ist unangebracht. Die BDMler schaffen es sogar aus Schweinethemen noch das Negative rauszuholen.

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  15. von Rainer Hoffmann · 15.
    Komisch?

    In Sachen Milch Bedarf es immer einer Einstimmikeit im Bundesrat u die FDP/RLP verhindert immer alles im Sinne des DBV/MIV u zum Nachteil der Milcherzeuger . Hier geht auch wieder nur um die vor u nachgelagerten Industrie (Futter, Bau, Schlachtbranche) u nicht um die Bauern selbst ,denn sonst würde auch mal über den Erzeugerpreis geredet wo dann die Betäubung (in welcher Form auch immer) eingereist werden könnte .

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