Ostendorff: Baurechtliche Probleme endlich lösen

Friedrich Ostendorff Friedrich Ostendorff
Bild: privat

Grünen-Agrarsprecher Friedrich Ostendorff sieht dringend politischen Handlungsbedarf in der Schweinehaltung und wirft der Bundesregierung Versäumnisse vor. So gebe es bislang keine Initiativen, die bestehenden baurechtlichen Probleme zu lösen, um damit die Genehmigung von Stallbauten zu erleichtern.

Nachdem das Baurecht vor einigen Jahren bis aufs Äußerste gedehnt worden sei, habe sich das inzwischen ins Gegenteil verkehrt. Hier seien die zuständigen Ressorts ebenso gefordert wie bei der Klärung widersprüchlicher Vorgaben im Umwelt- und Tierschutz. „Wir brauchen endlich eine interministerielle Task Force“, fordert Ostendorff. Er teilt die Forderung nach einem Bundesprogramm Sauenhaltung, weil die Ferkelerzeuger mit dem Rücken zur Wand stünden. Dies wäre aus seiner Sicht „ein wichtiges Signal an die Bauern, dass sich etwas tut“.

Eine Absage erteilt der Grünen-Politiker einer Änderung des Tierschutzgesetzes, um die Lokalanästhesie als vierten Weg bei der Ferkelkastration zuzulassen. Seine Partei tue sich „äußerst schwer“ damit, Tierschutzstandards abzusenken. Auch eine zweijährige Fristverlängerung für die betäubungslose Ferkelkastration hält Ostendorff für inakzeptabel. Gleichzeitig müsse man jedoch der Realität ins Auge sehen und zur Kenntnis nehmen, „dass wir am 1. Januar 2019 technisch noch nicht so weit sein werden, die bekannten Alternativen flächendeckend einzusetzen“.

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Manfred Sommer · 1.
    Grüne Politik

    Mehr Wiederspruch im Gleichen Satz geht fast nicht ! Aber bei Grün wundert mich nichts mehr habe etwas Ähnliches von einer Grünen EU Politikerin zum Glyphosat gehört . Unglaublich aber man will ja seine Wähler nicht verärgern . Zum Thema Schweine sollten er sich mal bei seinen Schwedischen Kollegen umhören wo Rot Grün mit überzogenen Haltungsauflagen den Schweinehaltern schweren Schaden zugefügt hat und jetzt Dänisches Fleisch nach Schweden Exportiert wird. Vielleicht hat man daraus gelernt und Frühzeitig den 4.Weg ermöglicht .Seit 2016 dürfen Schwedens Betriebe nach einer Schulung ihre Ferkel zur Kastration selbst lokal betäuben. Vor der Einführung der Kastration unter lokaler Betäubung hat Schweden die Wirksamkeit in einer großen Praxisstudie geprüft. Da Politiker und Tierschützer diesen Weg mittragen, hat Stockholm das Tierschutzgesetz angepasst.

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  2. von Ansgar Tubes · 2.
    Hallo! Geht´s noch?

    Das ist ja mal wieder typisch für den Ostendorff: Macht er den Mund auf, kommt nur Blödsinn zu Tage! Der letzte Absatz spricht Bände.

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  3. von Richard Huber · 3.
    Gerade die Grünen haben die letzten Jahre

    die deutsche Schweinehaltung mit Verweis auf Skandinavien und zuletzt auch Dänemark kritisiert. Sobald Deutschland aber diese Systeme, speziell den vierten Weg der Kastration, übernehmen will ist dies aber für die Grünen ein no go. Wollen die Grünen und weitere s. g. Tierschützer wirklich den Tierhaltungsstandort Deutschland von der Landkarte streichen? Ist das deren einziges Ziel? Die nächsten Wahlen kommen bestimmt.

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  4. von Jens Haman · 4.

    Also, er will den Sauenhaltern helfen. Der vierte Weg soll nicht, Fristverlängerung auch nicht, aber gleichzeitig ist man am 1. Januar nicht so weit?!?! Wenn ein Kind sich bei einem Aufsatz so widerspricht, dann bekommt es eine 6.

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