Polnischer Grenzzaun gegen Afrikanische Schweinepest wird teuer

Krzysztof Jurgiel Krzysztof Jurgiel
Bild: Polnisches Landwirtschaftsministerium

Der zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) geplante Zaun an der ostpolnischen Grenze wird Kosten in Millionenhöhe mit sich bringen. Polens Landwirtschaftsminister Krzysztof Jurgiel schätzte den finanziellen Aufwand für eine solche Barriere auf umgerechnet 36,2 Mio Euro.

Der Zaun an der Grenze zu Weißrussland und der Ukraine soll die Einwanderung möglicherweise ASP-infizierter Wildschweine nach Polen unterbinden und so eine effektive Regulierung des heimischen Schwarzwildbestands ermöglichen. Ein Gesetzentwurf für die Errichtung des Zauns wird laut Jurgiel spätestens Ende März dem Parlament in Warschau vorgelegt. Eine Zustimmung der Europäischen Kommission sei in dieser Frage nicht erforderlich.

Unterdessen treten bereits Ende Februar verschärfte Sicherheitsbestimmungen zum Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest in Kraft. Diese sehen unter anderem zusätzliche Kompetenzen für die Behörden bei der ASP-Bekämpfung sowie bezüglich der Kontrolle und Sanktionierung von Unternehmen vor. So kann der zuständige Tierarzt demnächst die Schließung eines Schweinehaltungsbetriebes anordnen, wenn der Halter seinen Bestand nicht entsprechend den behördlichen Vorgaben gegen ASP schützt.

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Bernhard Randler · 1.

    Mitzahlen und fertig. Dieser Versuch muss von der EU und von D mitfinanziert werden! Eine Einschleppung bei uns kostet ein Vielfaches

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  2. von Paul Siewecke · 2.

    Mal abgesehen davon, dass es reichlich (zu?) spät für solche Aktionen ist. Wieviele Michels aus Lönneberga werden dann benötigt, um die nötigen Tore für die Straßen zu bedienen? Wer kontrolliert (stellt sicher), dass nichts durch den Menschen durch den Zaun geschleppt wird. Und wer sagt Krähen und anderen Aasfressern bescheid, dass nichts über den Zaun geschleppt werden darf? Soviel zum (Un) Sinn dieser Zaunbaumaßnahme....

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