SPD will Erklärung von Johannes Röring

Johannes Röring am 27.9.2018 in Bad Sassendorf Johannes Röring am 27.9.2018 in Bad Sassendorf
Bild: Deter

Die SPD kritisiert den Auftritt von Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, bei der gestrigen Demonstration vor der Agrarministerkonferenz in Bad Sassendorf.

Auf der Demonstration sei lautstark der Ausstieg aus der Ferkelkastration ohne Betäubung gefordert worden, behaupten Matthias Miersch, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Spiering (Ararpolitischer Sprecher) und Susanne Mittag (Tierschutzpolitische Sprecherin).

„Während wir in Berlin an Lösungsansätzen in Sachen Ferkelkastration arbeiten, demonstriert Herr Röring gegen die Folgen seiner eigenen Politik. Mit all seinem Einfluss gestaltete er die Landwirtschaftspolitik von CDU/CSU in den letzten Jahren und ist einer der maßgeblich Verantwortlichen für die aktuelle Situation. Durch sein Verhalten verliert Herr Röring massiv an Vertrauen. Wir erwarten eine Erklärung von ihm.“
Der WLV wollte die Kritik der SPD nicht kommentieren.

top agrar meint: Nicht richtig liegt die SPD, wenn sie meint, die Demonstranten hätten den „Ausstieg aus Ferkelkastration ohne Betäubung“ gefordert. Richtig ist, dass sich die Bauern für eine praxisnahe Alternative zur unbetäubten Ferkelkastration einsetzen oder zumindest für eine Fristverlängerung, wenn diese Alternative nicht vorliegt.

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Henrik Plaas-Beisemann · 1.
    War ich auf einer anderen Demonstration?

    Was ist in die SPD gefahren? Kernaussage bei der Demonstration war: Wir brauchen einen praktikablen Weg und den sehen die Bauern derzeit nur im vierten Weg per Lokalanästhesie durch den Sauenhalter, und zwar schnell. Genau das war auch die Aussage von Johannes Röhring. Für ein politisches Schmierentheater durch die SPD ist die Lage zu ernst. Gut das es in der SPD auch noch vernünftige Menschen gibt wie Till Backhaus, der den Ernst der Lage erkennt.

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  2. von Wilhelm Grimm · 2.
    Billige Trickserei, einfach widerlich.

    Jeder merkt doch: Das Tierwohl und die Sauenhalter sind den Parteien völlig gleichgültig. Wann will sich die Tagespresse seriös mit dieser Thematik befassen ? Oder sind die auch nicht besser ?

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