Schweinefleisch steigert Spaniens Handelsüberschuss

Schlachthälften im Schlachthof. Schlachthälften im Schlachthof.
Bild: Heil

Spaniens Schweinefleisch- und Olivenöl-Exporte boomen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Madrid nahm der Exportwert für alle Agrargüter und Lebensmittel aus Spanien gegenüber 2016 um 6,8 % auf 50,04 Mrd. € zu. Demgegenüber standen Nahrungsmittelimporte im Wert von 37,98 Mrd. €, womit das Vorjahresniveau um 7,5 % übertroffen wurde. Der sich daraus ergebende positive Außenhandelssaldo belief sich auf 12,06 Mrd. €. Das war doppelt so viel wie 2007!
 
Mit dieser Entwicklung konnte sich die Agrar- und Lebensmittelwirtschaft deutlich von der spanischen Gesamtwirtschaft absetzen, für die von der Regierung in Madrid - nach einem Überschuss von gut 30 % im Jahr 2016 - für 2017 ein Außenhandelsdefizit von 42 % ausgewiesen wird. Den Anteil der Agrar- und Lebensmittelexporte des südeuropäischen Landes an dessen Gesamtexport beziffert das Ressort auf 18 %. Wichtigstes Exportgut der Branche in diesem Zeitraum war Olivenöl, dessen Absatzwert im Vorjahresvergleich um 16 % auf 3,93 Mrd. € anstieg, gefolgt von Schweinefleisch ohne Innereien mit 3,61 Mrd. €.
 
Hauptabnehmer waren die EU-Mitgliedstaaten, wo Spanien etwa 73 % seiner Einnahmen im Auslandsgeschäft mit Nahrungsmitteln erwirtschaftete. An erster Stelle rangiert Frankreich, wohin Waren im Wert von 8,02 Mrd. €  geliefert wurden. Auf Platz zwei folgt Deutschland mit 5,62 Mrd. €. Außerhalb der EU waren die USA und China die wichtigsten Abnehmer.

Für den Fleischsektor gibt das spanische Agrarressort für 2017 einen Handelsüberschuss von 4,28 Mrd. € an, bei einem Exportwert von 5,70 Mrd. € und Importen in Höhe von 1,42 Mrd. €. Fast zwei Drittel der Ausfuhren beliefen sich laut Ministerium auf Schweinefleisch. Mit frischem, gekühltem oder gefrorenem Schweinefleisch einschließlich Innereien setzte das Land im vergangenen Jahr zusammen 3,98 Mrd. € auf dem Weltmarkt um. Das waren 12 % mehr als 2016.

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