Schwanzbeißen: Welche Automatisierungstechnik hilft?

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Bild: Archiv

Die Branche sucht weiter intensiv nach Lösungen für das Problem Schwanzbeißen beim Schwein. Der durchschlagende Erfolg lässt trotz jahrelanger Suche weiterhin auf sich warten. Im Rahmen des Projektes Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz sucht das Landwirtschaftsministerium deutschlandweit bis zu fünf Ferkelaufzucht- und maximal fünf Schweinemastbetriebe für die praktische Umsetzung von Maßnahmen gegen Schwanzbeißen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, mit welcher Automatisierungstechnik sich Schwanzbeißen möglicherweise reduzieren lässt. Der Bewerbungsschluss ist der 5. Februar 2018, das Projekt läuft zwei Jahre. Die teilnehmenden Betriebe erhalten intensive Beratung und setzen Maßnahmen in ihrer Schweinehaltung um, die dazu beitragen, das Risiko für das Auftreten von Schwanzbeißen bei Schweinen zu minimieren.

Folgende Voraussetzungen müssen für die Teilnahme eines Betriebes gegeben sein:

  • landwirtschaftliche Ferkelaufzucht und/oder Schweinemast im Haupterwerb mit KMU-Status (kleine und mittlere Unternehmen)
  • Konventionelle oder ökologisch wirtschaftende Betriebe außer Freilandhaltung
  • Mindestens vierwöchige Säugezeit der Ferkel im Netzwerk „Ferkelaufzucht“
  • Bereitschaft zur Optimierung der Haltungsbedingungen und Anwendung von Automatisierungstechniken mit dem Ziel, das Risiko für Schwanzbeißen zu minimieren
  • Bereitschaft zum Verzicht auf das Kupieren der Schwänze bei einem Teil der Tiere
  • Selbsteinschätzung des Betriebsleiters, inwieweit der Betrieb die Anforderungen des Netzwerkes erfüllen kann
  • Der Betrieb muss angekündigten Betriebsbesuchen durch das Tierschutz-Kompetenzzentrum (inkl. Fotodokumentation) zur weiteren Einschätzung der Eignung als Demonstrationsbetrieb zustimmen und dieses bei seiner Arbeit unterstützen
  • Tierärztliche Bescheinigung zum Status quo bezüglich des Auftretens von Ohr- bzw. Schwanzbeißen im aktuellen Bestand
  • Gleichzeitige Bewerbung eines Ferkelaufzuchtbetriebs und eines oder mehrerer Schweinemastbetriebe, der/die von diesem Betrieb Tiere bezieht/beziehen (feste Lieferbeziehung); bei arbeitsteiligen und geschlossenen Systemen müssen sich beide Betriebe bzw. Betriebszweige der Schweinehaltung bewerben
  • Oder: Bereitschaft unkupierte Tiere von einem anderen Betrieb im Netzwerk abzunehmen bzw. zu liefern
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