Jäger und Staatsforsten gegen die Afrikanische Schweinepest

Tragen Wildschweine die Afrikanische Schweinepest bald nach Deutschland?
Bild: rcvd / CC0 Creative Commons

Der Bayerische Jagdverband (BJV) und die Bayerischen Staatsforsten ziehen an einem Strang, um die Afrikanische Schweinepest zu bekämpfen. Das beschlossen der Präsident des BJVs, Prof. Dr. Jürgen Vocke, und der Vorstandsvorsitzende der Staatsforsten, Martin Neumeyer.
 
Die Staatsforsten wollen das Maßnahmenpaket zur Schwarzwildjagd des bayerischen Landwirtschaftsministeriums umsetzen. Dazu zählen die revierübergreifende Bewegungsjagd, ein verstärkter Abschuss an Bachen und der probeweise Einsatz von Saufängen.
 
Die Förster seien bemüht, die Abschusszahlen gemäß den rechtlichen Vorgaben zu erfüllen, so Neumeyer. Weil die Staatsforsten nur elf Prozent der bayerischen Jagdfläche bejagen, sieht er aber auch die privaten Jäger in der Pflicht. Gemeinsam mit Vocke appelliert er an die Jagdverantwortlichen, mehr großräumige Jagden durchzuführen. Sie sind sich einig, dass die 2002 erarbeiteten Grundsätze zur Bewegungsjagd noch immer geeignet sind.
 
Die private Jägerschaft unternehme viele Anstrengungen, um die Schweinepest nicht ausbrechen zu lassen – und berücksichtige dabei den Tierschutz und die Jagdethik, versichert Prof. Dr. Vocke.

Handschlag zwischen Jägern (r.) und Staatsforsten (r.).
Bild: BJV

Text: Lena Bauer

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