Pöttinger Vorwerkzeug Wave Disc für wassersparende Streifenbearbeitung

Vorwerkzeug Wave Disc
Bild: Pressebild

Pöttinger hat das neue Vorwerkzeugsystem WAVE DISC zur Saatbettaufbereitung vorgestellt. Das Gerät könne in Trockenregionen oder in Feuchtgebieten seine Vorteile ausspielen und sei das ideale Beispiel für reduzierte Flächenbearbeitung bei gleichzeitig gesteigertem Ertrag. Ganz im Stil von Low Disturbance, also einer smarten Bodenbearbeitung.
 
WAVE DISC ist erhältlich für die Modellreihen TERRASEM R3 und R4 sowie TERRASEM C4, C6, C8 und C9 und alle Maschinen mit Unterfußdüngung.

Richtiger Einsatz der WAVE DISC

Im Wesentlichen gibt es fünf zentrale Gründe bzw. Bodengegebenheiten, welche eine reduzierte Bodenbearbeitung notwendig machen und damit ideales Einsatzgebiet der WAVE DISC sind:

  1. Low Disturbance (reduzierte Flächenbearbeitung) in Trockenregionen, um möglichst wenig Boden zu bewegen und der Verdunstung entgegen zu wirken.

  2. In Feuchtgebieten darf der nasse Boden nur geringfügig bewegt werden, um keine Schmiersohle im Saatgutablagehorizont zu erzeugen.

  3. Low Disturbance bei Wirkstoffresistenzen bei Herbizidanwendungen.

  4. Vorgezogener Saatzeitpunkt, wo die Böden noch sehr nass sind.

  5. Notwendigkeit der Reduktion von Bodenerosion.

Reduzierte Flächenbearbeitung in Trockenregionen

Die WAVE DISC ermöglicht laut Hersteller eine wassersparende Streifenbearbeitung des Bodens: Es wird nur der Bereich der Saatreihe von ca. 50 mm Breite bearbeitet, die restliche Fläche bleibe unbearbeitet. So könne man eine möglichst optimale Verdunstungsbremse setzen. Das Wasser wird im nicht bearbeiteten Boden gehalten. Zeitgleich soll die reduzierte Streifenbearbeitung einer Erosion vorzubeugen. Zusätzlich verbleibt durch die streifenförmige Bearbeitung genügend Feinerde, in der sich die Pflanzen vor allem im Keimstadium optimal entwickeln können, erklären die Österreicher.

Reduzierte Bodenbewegung in Feuchtgebieten

Feuchte oder staunasse Erde soll grundsätzlich so wenig wie möglich bewegt werden, denn es entsteht bei solchen Bedingungen schnell eine Schmiersohle im Saatgutablagehorizont, die eine effektive Aussaat verhindert. Die Problematik tritt vor allem bei Standorten mit nassen Böden, wie zum Beispiel Schwarzerdeböden im Frühjahr oder staunassen Böden mit nur geringer oberflächlicher Abtrocknung, auf, so Pöttinger weiter. Hier dürfe kein tiefgreifendes Werkzeug in den Saathorizont eingreifen. Die WAVE DISC „sticht“ nicht in den Boden und schiebt somit die Erde nicht flächig auf die Seite. Deshalb könne keine Schmiersohle entstehen und das Saatgut werde optimal in die gelockerten Streifen abgelegt.

WAVE DISC ermöglicht Aussaat auf grenzwertigen Standorten

WAVE DISC soll die Aussaatmöglichkeiten erweitern, sodass einerseits auch auf grenzwertigen Standorten mit staunassen Böden erfolgreich ausgesät und andererseits ein vorgezogener Saatzeitpunkt realisiert werden könne. Damit biete WAVE DISC im Gegensatz zu herkömmlichen Hohlscheiben gerade bei schweren, feuchten Bodenverhältnissen einen klaren Vorteil: zumal bei grenzwertigen Standorten jeder Tag, an dem die Aussaat früher beginnen kann, einen Ertragsvorteil mit sich bringe.

Der Boden lebt auf, der Ertrag steigt

Pöttinger WAVE DISC Pöttinger WAVE DISC
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Die strukturschonende Bearbeitung des Bodens trägt wesentlich dazu bei, die Erosion durch Wind zu reduzieren. Denn durch die geringe Arbeitstätigkeit werden weniger gelockerte Erdanteile und damit in Summe weniger Lockerungsfläche hinterlassen. So könne Feinerde weniger leicht durch Wind verfrachtet werden. Bei Starkregen soll sich ein weiterer Vorteil ergeben, denn durch Low Disturbance werde weniger Verschlämmung auftreten.
 
Zusätzlich sei die WAVE DISC ein Instrument für Regionen mit Wirkstoffresistenzen bei Herbiziden. Bei hohen Resistenzen sollte die Saatstärke in den Reihen erhöht werden, um das Unkrautdruckpotential in diesem Bereich einzudämmen.
 
Low Disturbance reduziert laut Pöttinger den Keimreiz und so gelinge ein erfolgreiches Unterbinden der Keimstimmung selbst auf Flächen mit Ackerfuchsschwanz. Bei der Frühjahrsaussaat herrsche in Regionen mit extremen Resistenzwirkungen auf diese Weise „Ruhe in den Reihen“. Bei der Herbstaussaat empfiehlt sich der Einsatz von WAVE DISC auf Flächen nach der „Scheinsaat“, wobei die Bearbeitungsintensität der Vorwerkzeuge auf ein Minimum reduziert wird. Dieses System kann zu einem späteren Saattermin (mit dem Risiko der Herbstentwicklung) führen, dafür werde der Problemfall der Lichtkeimer stark reduziert.

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