Ökolandbau

12 % der Fläche in Brandenburg ökologisch bewirtschaftet

Der Ökolandbau in Brandenburg wächst zwar, die Verarbeitung und letztlich der Absatz wachsen aber nicht mit, warnt der Bauernverband.

Die Fläche im ökologischen Landbau in Brandenburg wächst kontinuierlich und liegt inzwischen bei über 160.000 ha, das entspricht 12 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Diese Flächenzunahme wird jedoch von den Marktexperten des Landesbauernverbandes durchaus auch kritisch gesehen, da regionale Verarbeitungs- und Absatzmöglichkeiten nicht entsprechend mitwachsen.

Der Ökomarkt hat sich in einigen Bereichen aus der Nische herausentwickelt, jetzt geht es darum regionale Wertschöpfungsketten entsprechend anzupassen oder neue Absatzmöglichkeiten zu schaffen, um die Stabilität des Marktes nicht zu gefährden, erklärt der Landesbauernverband Brandenburg.

Verstärkt müsse darauf geachtet werden, dass das Angebot und die regionale Nachfrage nicht auseinanderdriften. Die Verarbeitung der hier erzeugten landwirtschaftlichen Öko-Produkte sollte auch in der Region erfolgen, um Wertschöpfung und damit verbundene Arbeitsplätze zu sichern, heißt es.

„Gerade in der Verarbeitung ist mehr Engagement der Politik gefordert, die eine aktivere Ansiedlungspolitik für Verarbeitungsunternehmen betreiben muss. Dies bietet die Chance, im ländlichen Raum wohnortnah neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Attraktivität des ländlichen Raumes zu steigern“ so Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg.

Auch die Möglichkeiten eines großen Berliner Absatzmarktes sollten besser genutzt werden, gerade was die Versorgung mit Fleisch und frischem Obst und Gemüse betrifft. Dazu sind verstärkte Aktivitäten in den Bereichen Verarbeitung, Vermarktung und Logistik notwendig sowie mehr Beratungsangebote für etablierte und neue Betriebe zu schaffen.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Karlheinz Gruber

Wie sagte erst kürzlich Herr Schmidt

von der ABL auf einer Diskussionsrunde: Erst muß die Produktion wachsen, dann erst kann der Absatz erfolgen, denn wo nichts ist kann kein Absatz sein. Sollte er sich etwa getäuscht haben. Auf den Einwand bei der Ökomilch fehlt der Absatz, wurde nur gesagt, der kommt noch weil zu viele zu schnell umgestellt haben. Also, der Verbraucher wartet nur auf uns, oder etwa nicht? Ich dachte immer, wenn die Nachfrage und der richtige Preis da ist, dann läuft das. Nicht das das Angebot da ist, aber der Kunde muß erst noch von selber darauf kommen.... daß er auch nur bei mir einkauft....

von Wilhelm Grimm

Skat-Böden,

große Flächen, extensive Bewirtschaftung, geringe Kosten und hohe Einkommenstransfers, das geht auch !

von Gerhard Steffek

Der Absatz wächst nicht mit!!!!

Wie den auch, trotz aller Beteuerungen, beim Geld hört die Freundschaft und seit neuem auch die Ideologie auf!!!! Schließlich ist einem ja der nächste Urlaubsflug wichtiger. Dafür gibt man lieber sein Geld aus als für das ökologisch erzeugte Huhn oder Schwein.

von Klaus Fiederling

Lückenhaft

Die weitaus interessanteren Daten und Fakten bleiben bei vorstehender Analyse unberücksichtigt. Aufschlussreich wäre, die Bodenrichtwerte pro Hektar jener BIO-Betriebe in Summe erfahren zu dürfen - nicht nur für uns Bauern, sondern insbesondere für mögliche ansiedlungswillige Verarbeiter. Oder geht man schlichtweg vielleicht davon aus, dass auf jedem Hektar gleich viel bzw. wenig bis nichts wächst? // Man sucht neue Wege und stürzt sich wiederum in überflutete Märkte? - Weitsicht? Versucht man so, gegen das Höfesterben ankämpfen zu wollen; ein letztes Aufbäumen? // Kleine Randnotiz: Einer der größten Lebensmitteleinzelhändler hat aktuell Probleme in einigen seiner Auslieferungsstandorte, die bestreikt werden, weil Verdi höhere Löhne von 6,5% fordert. Eine wirtschaftliche Leistung von über 130 Mrd. Euro generieren über 260.000 Beschäftigte. Welche Gewichtung haben innerhalb solcher überaus komplexen Strukturen ein paar Bäuerlein!? - Füße stillhalten, Mund halten und spottbillig liefern, selbstredend nur beste, eng definierte Qualitäten. Noch Fragen?

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