Landvolk

Ökolandbau-Umsätze finden vor allem im Lebensmitteleinzelhandel statt

Die deutschen Kunden kaufen ihre Biolebensmittel mehrheitlich in den klassischen Supermärkten.

Bioprodukte legen weiter zu. Die Klimadebatte spiegelt sich offenbar auch im Kaufverhalten der Verbraucher wider, diese nutzen aber ihre traditionellen Einkaufswege. Fast 60 % der Umsätze mit Bio-Lebensmitteln werden bereits im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) gemacht, berichtet das Landvolk und zitiert Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Bonn.

Erst danach folgen Naturkosthandel einschließlich Hofläden mit einem Anteil von 27 % und sonstige Einkaufsstätten wie Bäckereien, Wochenmärkte, Ab-Hof-Verkauf oder Versandhandel mit knapp 14 %. Insgesamt gaben die Verbraucher 10,91 Mrd. Euro für Bio-Lebensmittel aus, ein Plus von 5,5 %.

Das Bio-Segment wurde in den vergangenen Jahren vom Lebensmitteleinzelhandel (LEH), zu dem auch die Drogeriemärkte zählen, extrem gepusht. Die Kooperation des Discounters Lidl mit Bioland untermauert diese Strategie, so der Bauernverband weiter. So bilanziert die AMI für Bio-Lebensmittel im LEH für das Jahr 2018 Verbraucherausgaben in Höhe von 6,43 Mrd. Euro, das entspricht einem Plus von 8,6 % gegenüber dem Vorjahr.

2,93 Mrd. Euro entfallen auf den traditionellen Naturkosthandel, er realisierte nur ein Plus von 0,8 %. Die sonstigen Einkaufsstätten, zu denen auch Tankstellen und Reformhäuser gehören, machten 2018 mit Bio-Waren immerhin einen Umsatz in Höhe von 1,55 Mrd. Euro Umsatz und erreichten ein Plus von 2,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Verkaufserlöse der Bio-Landwirte in Deutschland sind 2018 gestiegen – und zwar erneut zweistellig um 11 % auf 2,39 Mrd. Euro. Die Erlöse im Milchbereich erzielten mit 23 % bzw. 550 Mio. Euro den größten Anteil, gefolgt von Obst, Gemüse und Kartoffeln mit 22 % und 526 Mio. Euro.

Die Verkaufserlöse von Bio-Fleischprodukten kamen mit 18 % auf 431 Mio. Euro, Bio-Getreide erlöste 263 Mio. Euro.

Die Ökolandbaufläche ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland um 148.000 ha auf 1,5 Mio. ha gestiegen, 623.739 ha werden als Ackerland und 780.000 ha als Grünland genutzt. Im Gegensatz zu den Bio-Landwirten haben nach Darstellung der AMI konventionelle Landwirte 2018 Verkaufserlöse in Höhe von rund 43,55 Mrd. Euro erzielt und lagen damit unter dem Vorjahr. Fleischprodukte liegen mit 14 Mrd. Euro Umsatz vor der Milch mit 11 Mrd. und Obst, Gemüse, Kartoffeln sowie Getreide mit sechs beziehungsweise gut vier Mrd. Euro.

Damit spielt für die konventionell wirtschaftenden Landwirte die Veredelung zu Fleisch und Milch eine wichtige Rolle, während den Bio-Landwirten Produkte aus dem Acker-, Obst- und Gartenbau Geld in die Kasse bringen.

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Im nächsten Jahr öffnet die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel Biofach vom 12. bis zum 15. Februar ihre Tore in Nürnberg. Schwerpunkte bilden Wasser und „Bio wirkt“.


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