Molkerei Berchtesgadener Land

ARD-Beitrag über Blühsamenprojekt

Mit dem Saatgut von artenreichen Mähwiesen der Landwirte der Molkerei Berchtesgadener Land werden neue Blühflächen mit Kommunen, Schulen und Vereinen angelegt.

Die UNESCO Biosphärenregion Berchtesgadener Land setzt sich für mehr Biodiversität in der Kulturlandschaft ein und erntet dazu regionales Saatgut von Mähwiesen der Landwirte aus dem Berchtesgadener Land. Das Saatgut wird für neue oder zur Anreicherung von Grünland auf landwirtschaftlichen Betrieben verwendet. Ein Filmteam des Bayerischen Rundfunks hat im Auftrag der ARD das Projekt begleitet. Der Beitrag wird am Samstag, 12. Juni um 16:00 Uhr in der Sendung „W wie Wissen“ im Ersten/ARD ausgestrahlt.

Filmteam auf dem Hof

Landwirt Johannes Egger aus Thundorf plant die Anreicherung einer bisher intensiv genutzten Wiese. Das erste Gespräch zwischen Landwirt, der Landschaftsökologin Sabine Pinterits und der für die Landwirte verantwortlichen Mitarbeiterin der Molkerei Berchtesgadener Land Sylvia Schindecker wurde von dem BR-Filmteam begleitet.

Wiesen bieten Lebensräume

„Auf einer artenreichen Mähwiese und auf Almwiesen findet man bis zu 100 und mehr verschiedene Pflanzenarten. Eine Faustregel besagt, dass auf jede Pflanzenart gut 10 Tierarten kommen, die von oder an der Pflanze leben. Ein artenreicher Bestand ist somit Lebensraum für mehr als 1.000 verschiedene Tierarten, zu denen Insekten, Spinnen, Vögel und auch Säugetiere zählen“, weiß Sabine Pinterits, Verantwortliche für Biodiversität der Verwaltungsstelle der Biosphärenregion Berchtesgadener Land. Mehr Artenvielfalt auf Wiesen im Tal und innerorts in den Gemeinden ist das Ziel, das die Landschaftsökologin daher verfolgt.

Als Kooperationspartner der UNESCO Biosphärenregion Berchtesgadener Land unterstützt die Genossenschaftsmolkerei seit Jahren das Projekt zur Gewinnung von Saatgut aus heimischen Gräsern und Kräutern. Das Saatgut aus den Spenderwiesen der Landwirte setzt die Biosphäre seit 2019 bei der Anlage neuer Flächen in Gemeinden, Unternehmen und z.B. Schulen ein. So wird der Genpool an Pflanzen als Ressource der Region auch für die Zukunft gesichert.

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Interview

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