Bio-Landbau im Norden unter dem Bundesschnitt

In Schleswig-Holstein steigt die Ökolandbaufläche auf 6 Prozent. Sie hinkt im Bundesvergleich aber weiterhin hinterher. Agrarminister Jan Philipp Albrecht sieht das Land dennoch auf einem guten Weg.

Der Ökolandbau hat auch in Schleswig-Holstein an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2018 wuchs die ökologisch bewirtschaftete Fläche dort von rund 55.900 auf rund 59.300 Hektar. „Das sind rund 3.400 Hektar mehr, auf denen ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Düngemittel gewirtschaftet wird. Der seit Jahren anhaltende Zuwachs ist ein großer Erfolg und zeigt, dass wir mit Ökolandbauprämien, Investitionsprogrammen für artgerechte Tierställe, verbesserter Beratung, Vernetzung und Ausbildung auf dem richtigen Weg sind“, sagte Schleswig-Holsteins Agrarminister Jan Philipp Albrecht bei einer Ökolandbautagung in Rendsburg. Insgesamt liegt der ökologische Flächenanteil in Schleswig-Holstein aktuell bei 5,98 Prozent, bundesweit sind es fast 9 Prozent. Die Anzahl der Betriebe stieg in Schleswig-Holstein im Jahr 2018 von 652 auf 712, das ist ein Zuwachs von 9,2 Prozent.

Die Ökolandbau-Tagung konzentrierte sich vor allem auf die Perspektiven für die ökologische Züchtung. Dabei wurde laut dem Agrarministerium Schleswig-Holstein deutlich, dass die ökologische Züchtung mit Ansätzen wie samenfesten Sorten, frei verfügbarem und frei vermehrbarem Saatgut sowie Zuchtzielen wie Mehrnutzungsrassen bei Rindern und Geflügel andere Akzente setzt als die konventionelle Züchtung. Auch die Idee der Gemeinnützigkeit wichtiger Ressourcen wie beispielsweise Saatgut sei für alle landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betriebe bedeutsam. „Wir erleben eine fortschreitende Monopolisierung des weltweiten Saatgutmarktes. Es ist daher wichtig, dass Züchterinnen und Züchter auch in Zukunft freien Zugang zu Sorten haben, um diese weiter züchten und vermarkten zu können“, sagte Albrecht. Er habe sich auf der letzten Amtschefkonferenz im Januar in Berlin für ein Verbot von Patenten auf Pflanzen und Tiere ausgesprochen, so Albrecht.

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Matthias Zahn

eh klar.....

Wenn man anderen Kommentarschreibern zum Thema Milch glauben schenken kann, dann können die S-H Betriebe auch bei 33 ct konventionell supeeeer Gewinne einfahren. Die habens einfach nicht nötig was anderes zu machen....... oder vielleicht die Betriebsfläche ist so sehr ausgereizt, dass eine Umstellung gar nicht mehr möglich ist......

von Markus Grehl

Richtiger Weg...

...gut erkannt denn sie hinken hinterher...

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