Gemeinsame Agrarpolitik

DBV öffnet sich für mehr Öko-Regelungen

Der DBV fordert mehr Geld für Öko-Regelungen ab 2023. Dafür will er weniger Umschichtung und keine Kürzungen für Großbetriebe. Eine Einigung zur Agrarreform erwartet er erst nach der Bundestagswahl.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, bewertet den Entwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) zur Umsetzung der EU-Agrarreform grundsätzlich positiv. Mit Blick auf die von Brüssel geforderten Öko-Regelungen (Eco-Schemes) signalisierte Rukwied in einem Pressegespräch am Montag sogar mehr Bereitschaft als das BMEL: „Bei den Eco-Schemes wollen wir grünere Akzente setzen, die können durchaus höher sein als 20% sein“, sagte er.

Pauschale für Öko-Regelungen

Konkret fordert der DBV in einem Vorschlag zur Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) die Öko-Regelungen als „Gemeinwohlzuschlag“ auf die Basisprämie anzurechnen. Betriebe könnten nach diesem Vorschlag bis zu 66 €/ha für Maßnahmen aus dem Katalog für Öko-Regelungen erhalten. Der Bauernverband möchte damit einer Überzeichnung der Gelder für Öko-Regelungen vorbeugen. Im Gegensatz zum BMEL fordert der DBV 22-24 % der Gelder aus der 1. Säule für Öko-Regelungen zu reservieren. Um das zu finanzieren, möchte der Verband jedoch weiterhin nur 6 % aus der 1. In die 2. Säule umschichten. Das BMEL visiert hingegen 8 % Umschichtung ab 2023 an.

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