Biofach

Demeter ist 2019 gewachsen

Anlässlich der Biofach in Nürnberg hat auch Demeter gute Geschäftszahlen verkündet. Doch als Pionier der Bio-Bewegung verstehe man unter Wachstum mehr als reines Größerwerden...

2019 sind insgesamt 96 Erzeugerbetriebe neu in den Demeter-Verband aufgenommen worden, so dass es deutschlandweit derzeit knapp 1.700 Demeter-Betriebe gibt (+ 6%). Sie bewirtschaften 8.000 ha mehr als im Vorjahr, und zwar eine Fläche von rund 93.000 ha (+ 9%).

Im vergangenen Jahr wurden fast 800 Demeter-Neuprodukte beim Verband angemeldet. Die Anzahl der Verarbeiter-Betriebe ist um 16 Betriebe auf insgesamt 323 gewachsen. Im Bereich Verarbeitung ist der Demeter-Umsatz um 27 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Und auch im Handel wuchs der Umsatz: im Naturkostgroßhandel um über 15%.

Demeter-Vorstand Alexander Gerber verweist anlässlich der Biofach erneut auf die Delegiertenkonferenz vom April 2019. Neben dem Beschluss, spätestens ab 2022 alles frische Obst und Gemüse nicht mehr oder nur noch plastikfrei zu verpacken, wurden für Erzeugung und Vertrieb unter anderem weitere Richtlinien beschlossen. So wurde unter anderem die große Rolle, die Demeter der Bodenfruchtbarkeit zumisst, nochmals bestärkt: Nun müssen neben den landwirtschaftlichen Betrieben in Zukunft auch Gärtnereien ab einer Größe von zunächst ab 40 Hektar und in zehn Jahren ab zehn Hektar Raufutterfresser im Betrieb halten.

Um sicherzustellen, dass Demeter-Produkte nur in solchen Geschäften vertrieben werden dürfen, die sich im Biobereich ausreichend engagieren, wurde die Mindestschwelle für das Biosortiment angehoben. Ein Händler muss nun mindestens 1200 Bioprodukte vorhalten, um Demeter-Produkte listen zu dürfen. Die Mindest-Sortimentsgröße gilt nun auch dann, wenn ein landwirtschaftlicher Betrieb an einen Filialisten oder Großhändler liefert.

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