Bayern

Ehrgeizige Ziele: 30 % Ökolandbau bis 2030

Mithilfe des Landesprogramms „BioRegio Bayern 2020“ will Landwirtschaftsministerin Kaniber den Ökolandbau in Bayern weiter vorantreiben.

Bayern hat den Anteil von Ökolandbau in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Der Ausbau und die Förderung des ökologischen Landbaus in Bayern durch das Landesprogramm „BioRegio Bayern 2020“ waren damit bereits erfolgreich.

„Wir wollen erreichen, dass in Bayern bis Ende dieses Jahrzehnts 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet werden. Die erreichten Erfolge spornen uns an. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das mit unserem zum Ausbau des Öko-Markts weiterentwickelten Programm schaffen können“, so Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Das im Jahr 2012 aufgelegte BioRegio-Landesprogramm umfasst ein ganzes Bündel von Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Beratung, Forschung, Förderung und Vermarktung. Damit will das Landwirtschaftsministerium ein positives Umfeld für den Ökolandbau in Bayern schaffen.

Bisher sind 10 von 30 % erreicht

Ob das Ziel „30 % Ökolandbau bis 2030“ innerhalb der nächsten zehn Jahre zu erreichen ist, ist jedoch fraglich. Laut einer Untersuchung der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) beträgt die Anzahl der Öko-Betriebe bezogen auf die gesamte Anzahl der Betriebe rund 10 %, bei der landwirtschaftlich genutzten Fläche sind es 12 % (Stand 3. Quartal 2020). Zum Vergleich: In Deutschland insgesamt lag Ende 2019 der Bio-Anteil bei rund 13% der Betriebe und rund 10% der Fläche.

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Das Ziel von mehr Ökolandbau und gleichzeitig mehr Nachhaltigkeit ist laut Forschern der Unis Bayreuth und Göttingen nur möglich, wenn sich der Biolandbau für den Einsatz der Gen-Schere öffnet.

Ökolandbau

Immer mehr Biobetriebe in Bayern

vor von Helena Biefang

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856 Agrarbetriebe arbeiteten 2020 in Sachsen nach den Regeln des Ökolandbaus. Das sind 6,5 % mehr als 2019, berichtete Landwirtschaftsminister Günther.


Diskussionen zum Artikel

von Norbert Scheppach

Bio an sich ist kein Mehrwert!

Warum eigentlich diese unbesehene Kategoriésierung Bio zu Konventionell und keine sinnvollen angemeinen Anforderungen an die gesamte Landwirtschaft. Zum Beispiel: Anteil Naturland an der Gesamtffläche, Gewässerqualität, Tierwohl-Kriterien, Menschenwohl-Kriterien, "Gift"-Einsatz max, ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Wie

war das nochmal mit den Bioobst von Streuobstwiesen. Sollte der Preis nicht massiv gesenkt werden?

von Wilhelm Grimm

In 22 Jahren 10% geschafft, trotz massiver Überförderung.

Aber nun wollen diese Träumenden in 8 Jahren 20% schaffen. Das kann nur über kriminellen Umgang mit Steuergeldern gelingen.

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