Nachhaltige EU-Landwirtschaft 2030

Farm to Fork: 50 % weniger Pflanzenschutz, 20% weniger Dünger bis 2030!

Die EU-Landwirtschaft steht vor einem Gezeitenwechsel. Eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion soll bis 2030 erreicht werden. 27 Ziele nennen die "Farm to Fork"- und die Biodiversitätsstrategie.

Der Antibiotikaeinsatz und der Eintrag von Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft sollen bis Ende des Jahrzehnt halbiert werden. Die Flächen für den ökologischen Landbau sollen auf 25 Prozent ausgeweitet werden und der chemische Düngemitteleinsatz um 20 Prozent bis 2030 reduziert werden. Dies sind die Eckpunkte der von der EU-Kommission am Mittwochmittag vorgestellten Strategie "Vom Hof zum Teller" und der EU-Biodiversitäts-Strategie.

Timmermans: "Eine nachhaltige Landwirtschaft ist vom Pestizideinsatz abhängig"

"Wenn wir unsere Natur weiter zerstören und die Bestäuber nicht wieder zurückholen, drohen eine Million Arten auf der Erde zu verschwinden", sagte der Vizekommissionspräsident Frans Timmermans. Die Strategie für mehr Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion sei nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein wirtschaftliches Muss.

Die "Vom Hof auf den Teller" Strategie verfolge das Ziel einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion. "Eine nachhaltigere Lebensmittelproduktion ist abhängig von Pestizideinsatz in der Landwirtschaft", unterstrich Timmermanns. Daher lege die Kommission ehrgeizige Ziele vor.

"Wir wollen den Pestizideinsatz drastisch verringern. Ich kann verstehen, dass es dazu Bedenken gibt", räumte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides ein. Sie forderte die EU-Mitgliedstaaten auf, bei der Schädlingsbekämpfung in Kulturen stärker innovative neue Technologien einzusetzen.

Auch Gülle und tierischer Dung sollen in Reduktionsziele bis 2030 einbezogen werden

Tierische Gülle und Dung wird bei der Düngereduzierung eingerechnet, gehört also nach Vorstelung der EU-Kommission ebenso zu den Reduktionszielen bis 2030.

Gleichzeitig kündigte die EU-Gesundheitskommissarin an, dass der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast bis 2030 halbiert werden solle. Jährlich 33.000 Tote in der EU, die auf Antibiotikaresistenzen zurückzuführen seien und in direktem Zusammenhang mit dem hohen Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft stünden, seien in Zukunft nicht mehr hinnehmbar, unterstrich die Ärztin und EU-Gesundheitskommissarin Kyriakides.

Die für Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissarin kündigte gleichzeitig an, dass die Kennzeichnungspflichten für nachhaltige Lebensmittel und Genveränderte Pflanzen sowie Nahrungsmittel überarbeitet werden sollen.

Neue Techologien in der Pflanzenzüchtung sollen auf den Prüfstand

"Genveränderte Lebensmittel müssen klar gekennzeichnet werden". Ziel der neuen Kommisionsstrategie sei es hierbei ebenso neue innovative Technologien in der Pflanzenzüchtung zu entwickeln, um den Schädlingsbefall bei Kulturfrüchten zu verhindern.

Eine entsprechende EU-Studie solle bis 2021 dazu fertiggestellt werden und das EuGH-Urteil von 2018 zu neuen Züchtungstechnologien in der Landwirtschaft berücksichtigen.

Kyriakides: "Verbraucher stellen höhere Ansprüche an Lebensmittelsicherheit"

Die Landwirtschaft sei in der EU für 10,3 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich erinnerte die EU-Gesundheitskommissarin und führte an, dass die europäischen Verbraucher nicht nur nachhaltigere Lebensmittel nachfragen, sondern auch höhere Ansprüche bei der Lebensmittelqualität stellen.

Die dramatische Reduktion von Insekten und Vögeln sei eine enorme Bedrohung nicht nur für die Natur, sondern auch für die Landwirtschaft, führte Frans Timmermans an. "Die Biodiversitäts-Strategie ist eine Wachstumsstrategie. Daher wollen wir mit einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion in Europa weltweite Standards setzen".

Sinkevicius: "Konkrete Gesetzesvorschläge für die Landwirtschaft und Fischerei kommen in 2021"

Die europäische Landwirtschaft könne durch die Umstellung auf mehr biologischen Landbau und nachhaltige Produktionsweisen einen erheblichen Beitrag dazu leisten, betonte der 1. Stellvertreter von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Der 29jährige EU-Umweltkommissar Sinkevicius kündigte an, dass die Kommission im Jahre 2021 entsprechende Gesetzesvorschläge für die Landwirtschaft und die Meeresfischerei vorlegen werde.

"Wir wollen die europäische Landwirtschaft dazu bringen, mit grünen Allianzen eine globale nachaltige Produktion aufzubauen und 50 % weniger Pestizide bis 2030 in der EU einzusetzen", sagte Sinkevicius.

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S T I M M E N

von Alfons Deter

Klöckner fordert mehr Geld für Umsetzung

Julia Klöckner

Julia Klöckner: "Die ausreichende Verfügbarkeit unserer Grundnahrungsmittel und die Ernährungssicherung in der EU und global müssen stets im Vordergrund stehen. Und das wird immer Umwelteinflüsse haben. " (Bildquelle: BMEL)

„Die Vorschläge sind sehr ambitioniert. Aber ambitionierte Ziele können unsere Landwirte nur erreichen, wenn sie auch finanziell unterlegt werden. Und deshalb hätte ich mir heute ein genauso klares Bekenntnis zu einem gut ausgestatteten Agrarbudget gewünscht.“ So lautet die erste Reaktion von Bundesagrarministerin Klöckner.

Wichtig sei ihr jetzt, dass theoretische Anforderungen in Einklang gebracht werden mit der Praxis und dem Arbeitsalltag auf den Höfen. Denn die Kernaufgabe der Landwirtschaft sei es, Nahrungsmittel zu produzieren.

Klöckner betont auch, dass die Last gleichmäßig verteilt werden müsse. Die Verantwortung für das Erreichen der Ziele dürfe nicht allein bei einer Branche abgeladen werden. „Die Farm-to-Fork-Strategie ist eine Diskussionsgrundlage und greift Maßnahmen auf, die wir in Deutschland bereits auf den Weg gebracht haben – wie etwa ein Tierwohlkennzeichen und die erweiterte Nährwertkennzeichnung.“

Gesprächsbedarf im Kreis der EU-Agrarminister sehe die CDU-Politikerin dazu, wie weitere Maßnahmen der Strategien umgesetzt werden. Auch werde man darüber sprechen müssen, wie Farm-to-Fork- und Biodiversitätsstrategie verschränkt werden können mit den ebenfalls ambitionierten Zielen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik. „Denn es mangelt der EU nicht an neuen Strategien. Sie müssen aber auch zusammenpassen. Wichtig ist zudem, Innovationen in der Landwirtschaft zu befördern, damit die Landwirte wirksame Instrumente an die Hand bekommen, Aufgaben zu erfüllen“, so Klöckner.

DBV spricht von Generalangriff auf die europäische Landwirtschaft

Joachim Rukwied

Joachim Rukwied ist in Sorge (Bildquelle: Grüne Woche)

Äußerst kritisch sieht DBV-Präsident Joachim Rukwied die Pläne. "Wir wollen den Weg hin zu einer umweltfreundlichen Landwirtschaft weitergehen und weiterentwickeln. Aber dieser Vorschlag ist der falsche Weg. Er ist ein Generalangriff auf die gesamte europäische Landwirtschaft."

In den vorgelegten Strategiepapieren seien dringend notwendige Anpassungen, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, nicht berücksichtigt worden. „Die Ernährungs- und Versorgungssicherheit der Menschen in Europa mit heimischen Nahrungsmitteln muss in den Mittelpunkt dieser Strategie gerückt werden.“ Um eine produktive, wettbewerbsfähige und ressourcenschonende Landwirtschaft zu erreichen, müsse statt auf neue Auflagen verstärkt auf Kooperation gesetzt werden.

Nur in Kooperation mit dem Sektor und unter Beteiligung der Verbraucher seien die ambitionierten Ziele des Green Deals erreichbar. Allgemeine politische Reduktionsziele für Pflanzenschutzmittel und andere Betriebsmittel seien dabei kontraproduktiv und verlassen die Grundlage der guten fachlichen Praxis. „Die Bauern dürfen mit den Kosten für mehr Umwelt- und Klimaschutz nicht allein gelassen werden. Die Konsequenz wäre eine zunehmende Abwanderung der europäischen Lebensmittelproduktion in Drittstaaten und vor allem die Aufgabe einer großen Zahl an landwirtschaftlichen Betrieben in der Europäischen Union“, so Bauernpräsident Rukwied.

Erste DBV-Reaktion in 16 Punkten

UFOP vermisst wirtschaftlich nachhaltige Perspektive

UFOP

UFOP (Bildquelle: Logo)

„Perspektiven und Schulterschluss sehen anders aus“. Mit diesen Worten fasst die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) ihre Kritik an der „Farm-to-Fork-Strategie“ zusammen. Strategien hätten Ziele im Blick, die gemeinsam erreicht werden sollen. Davon sei die EU-Kommission mit diesem Papier weit entfernt, so die Union. Im Gegenteil: die Landwirtschaft werde mehr oder weniger direkt für Fehlentwicklungen in der Ernährung bis hin zur Nutzung des technischen Fortschritts im Ackerbau angeprangert.

Die UFOP erinnert daran, dass sich der europäische Ackerbau – vor allem der Anbau von Ölsaaten – mit der Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) von 1992 von jetzt auf gleich im globalen Preiswettbewerb wiedergefunden habe. Dann sei es wirtschaftlich doch nur konsequent, den Rohstoff wertschöpfend weiter zu veredeln sowie neue Absatzmärkte innerhalb und außerhalb des Binnenmarktes zu schaffen, betont die UFOP.

Die UFOP begrüßt, dass die EU-Kommission durch mehr Transparenz und Regionalität eine engere Verbraucherbindung schaffen will. Gleichzeitig ist dieses Konzept an Auflagen geknüpft, welche die wirtschaftliche Perspektive in Frage stellen. Die UFOP zeigt sich zudem enttäuscht, dass die Möglichkeiten der energetischen Nutzung von Biomasse in den Betrieben nicht anerkannt bzw. als Option weiterentwickelt werden soll.

Grain Club: Pauschale PSM- und Düngereduktion nicht sinnvoll

Grain Club

Grain Club (Bildquelle: Logo)

Grundsätzlich einverstanden ist dagegen die Verbändeallianz der Agrar- und Ernährungswirtschaft, Grain Club. Die Strategie enthalte richtige Impulse für die Erreichung der Klimaneutralität bis 2050. Hierbei werde ein besonderes Augenmerk auf innovative, effiziente und nachhaltige Produktionsmethoden gelegt.

Der Grain Club betont allerdings, dass eine pauschale Reduktion von Pflanzenschutz- und Düngemitteln weder fachlich sinnvoll noch der Ernährungssicherheit zuträglich ist. Eine Reduzierungen der Risiken müsse auf Basis von wissenschaftlichen Bewertungen erfolgen und dürfe nicht zu Lasten der Qualität der Erzeugnisse gehen. “Gerade die neuen Züchtungstechniken können hier einen Beitrag zur Nachhaltigkeit entlang der Lebensmittelversorgungskette durch effizienteren Einsatz von Betriebsmitteln leisten. Sie können unsere Pflanzen robuster gegen die Auswirkungen des Klimawandels machen und die hiesigen Ernten besser schützen”, so Thorsten Tiedemann, Grain Club-Vorsitzender.

CDU: Landwirte brauchen Planbarkeit und stabile Einkommen

Albert Stegemann

Albert Stegemann (Bildquelle: CDU)

Als wichtigen Baustein für eine nachhaltige, wettbewerbsfähige und regional verwurzelte Landwirtschaft in Europa wertet der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, die Farm-to-Fork-Strategie. Auch er meint aber, dass der Fokus der ‚Gemeinsamen Agrarpolitik neben Klima- und Umweltschutz weiterhin auf der Ernährungssicherung liegen müsse. Um dies auch in Krisensituationen zu gewährleisten, bräuchten die Landwirte Planbarkeit und stabile Einkommen.

„Die neue EU-Strategie muss die GAP intelligent mit dem ‚Green Deal‘ verzahnen und die Rolle der Landwirte in der Lieferkette vom Acker bis zum Teller stärken. Wichtig dabei ist, dass das EU-Agrarbudget weiterhin in gleich gutem Umfang finanziell ausgestattet sein muss. Zusätzliche Anforderungen müssen über zusätzliche Mittel finanziert werden“, sagte er.

Grüne: Strategie nennt keine konkreten Maßnahmen

Steffi Lemke

Steffi Lemke (Bildquelle: Grüne)

Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik der Grünen, ist noch skeptisch, ob die EU-Biodiversitätsstrategie ein wirksames Instrument zum Schutz der Natur ist. Sie enthalte zwar wichtige Ziele, oftmals fehlten aber konkrete Maßnahmen zu einer stringenten Umsetzung.

„Wir begrüßen das Ziel, 30 % der Land- und Meeresfläche unter Schutz und 10 % unter strengen Schutz zu stellen. Dies ist auch für die anstehenden internationalen Verhandlungen eine gute Grundlage. Die angestrebte Reduzierung bei chemisch-synthetischen Pestiziden bis 2030 um die Hälfte kann der Biodiversität nur gut tun. Die Ziele zur Wiederherstellung gestörter Ökosysteme müssen sich noch in konkreten Richtlinien niederschlagen“, so Lemke.

Unklar bleibe, ob die Kommission tatsächlich die Agrargelder anders ausgeben will. Hier fehle dem Vorschlag die nötige Verbindlichkeit, denn nur mit einer veränderten Agrarpolitik könnten die Ziele zur Rettung und Wiederherstellung gesunder Natur erreicht werden.

Ostendorff: Regierung muss das jetzt auch umsetzen

Friedrich Ostendorff

Friedrich Ostendorff (Bildquelle: Bundestag/Stella von Saldern)

Grünen-Agrarsprecher Friedrich Ostendorff fordert unterdessen, dass die Bundesregierung die formulierten Ziele jetzt auch umsetzt. Der Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung müsse deutlich reduziert werden. Und die Stärkung des Tierwohls durch eine artgerechte Haltung, z. B. auf der Weide oder im Stroh, kann seiner Meinung nach wesentlich dazu beitragen, weniger Arzneimittel einzusetzen. "Wir brauchen deshalb eine europäische verbindliche Tierwohlkennzeichnung. Die Bundesregierung muss zu ihrem Wort stehen und die verbindliche Tierwohlkennzeichnung auf europäischer Ebene auch umsetzen."

Die Belastung von Wasser und Umwelt durch Nährstoffeinträge muss laut Ostendorff ebenso gesenkt werden. "Die Verringerung des Nährstoffüberschusses ist dafür eine wesentliche Maßnahme. Es ist gut, das auf europäischer Ebene einheitlich zu lösen. Wir müssen auch die flächengebundene Tierhaltung, die Weidehaltung von Wiederkäuern und die kraftfutterreduzierte Fütterung von Rindern stärken, um die Produktion von klimaschädlichen Gasen auf ein Minimum zu reduzieren", so der Politiker.

Schließlich fordert er eine Stärkung des Ökolandbaus.

VLOG: Gentechnik endlich verbieten

Ohne Gentechnik

Die Strategie geht auf eine mögliche Rolle „neuer innovativer Techniken“ wie Biotechnologie zur Stärkung der Nachhaltigkeit und Reduktion von Pestiziden ein und erwähnt eine laufende Studie der Kommission, die das Potenzial „neuer genomischer Techniken“ zur Verbesserung der Nachhaltigkeit bei der Lebensmittelversorgung untersuchen soll. (Bildquelle: Logo)

Alexander Hissting, Geschäftsführer des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG), ist es wichtig zu betonen, dass Europa keine Gentechnik brauche, weder alte noch ‚neue genomische Techniken‘.

„Wenn die Kommission es ernst meint mit der heute betonten Transparenz und Verbraucherinformation, muss sie vor allem dafür sorgen, dass Kennzeichnung auch für neue Gentechnik sichergestellt bleibt. Gentechnik als angebliche Lösung für Klimakrise, mehr Nachhaltigkeit und weniger Pestizide ist ein altes, aber haltloses Heilsversprechen derjenigen, die gentechnisch veränderten Pflanzen verkaufen wollen“, so Histing.

Und Heike Moldenhauer, EU Policy Advisor des VLOG, ergänzt: „Die Agrarchemie-Lobby hat ganze Arbeit geleistet, wenn die EU-Kommission hier als einzige konkrete Technik Biotechnologie nennt und obendrein der Auftrag der EU-Gentechnik-Studie so umdeutet, dass sie angeblich das Potenzial neuer Gentechnik für mehr Nachhaltigkeit oder gar Pestizidreduktion untersuchen soll. Tatsächlich geht es bei dieser Studie darum, wie das Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2018 umgesetzt werden kann, das festgestellt hat, dass auch neue Gentechnik Gentechnik ist und denselben Regeln unterliegt.“

Statt etwaige Potenziale auszuloten, muss die Kommission ihrer Ansicht nach Nachweisverfahren für Produkte neuer gentechnischer Verfahren entwickeln lassen.

Tiergesundheitsverbände unterstützen Transformation des EU-Lebensmittelsystems

Der europäische Verband der Tiergesundheitsindustrie, AnimalhealthEurope und der deutsche Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) unterstützen das Bestreben der Europäischen Kommission, ein faires, gesundes und umweltfreundliches Lebensmittelsystem zu schaffen, dessen Transformation auf innovativen und die Ziele ermöglichenden Technologien fußt, ohne die biologische Vielfalt und die Umwelt zu vernachlässigen. Innovative digitale Instrumente und Krankheitsvorbeuge für gesunde Tierbestände können dazu beitragen, diesen Übergang zu beschleunigen. Landwirte und Tierärzte sollten dazu durch Zugang zu allen verfügbaren Instrumenten unterstützt werden, um die Gesundheit zu schützen, den Tierschutz zu gewährleisten und schnell auf Krankheitsausbrüche zu reagieren. Damit könnte ein wirksamer Weg zu einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion beschritten werden, bei dem die Lebensmittelversorgung und -sicherheit für die EU-Bürger weiterhin im Mittelpunkt steht.

Die Redaktion empfiehlt

Überwiegend kritisch reagieren die europäischen Landwirtschaftsverbände auf die Farm to Fork-Strategie. Umwelt- und Naturschutzverbände loben Paradigmenwechsel der EU-Agrarpolitik

Die vorgelegten Eckpunkte der Bundesregierung zum Arbeitsschutz in der Fleischwirtschaft finden Widerhall in der EU. Die EU-Gesundheitsminister sind gefordert, Standards zu setzen.


Diskussionen zum Artikel

von Guido Müller

Blickwinkel

Aus dem UBA : " Struktur der Flächennutzung Mehr als die Hälfte der deutschen Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Dieser Anteil sinkt langsam, während der für Siedlungen und Verkehr stetig steigt. Ziel einer nachhaltigen Flächennutzung ist daher, den ... mehr anzeigen

von Karlheinz Gruber

Gleichheit?

Für mich ist die Frage: Warum wieder die LDW den ganzen Komplex Umwelt, Wasser, Co2 bekommt? Samt Auflagen ohne Ende usw. und die Autoindustrie bekommt Absatzprämien und sonstige Vergütungen, ohne Einschränkungen etc... obwohl derzeit jeder sehen kann, wie viel der Verkehr zur ... mehr anzeigen

von Norbert Scheppach

oh weia!

Der Artikel geht ja noch, das Programm muss garantiert noch regionalisiert und teilweise verbessert werden. Wenn ich allerdings die meisten Kommentare hier lese, kommt mir der Gedanke, dass die falschen Leute auf den Äckern unterwegs sind. Ich hoffe mal, die Kommentare sind nicht ... mehr anzeigen

von Guido Müller

Fachleute in der Politik

können nur mit einer Lupe gefunden werden. Die Entscheidungen werden von Menschen getroffen, die keine fachliche Kenntnis haben und erst wach werden, wenn "das Kind in den Brunnen gefallen ist". DESHALB: "Ein Fachmann ist ein mensch, der hinterher sagen kann, warum seine Prognose nicht ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Extensiv wirtschaften

verschwendet Ressourcen und schadet dem Klima. Passt beides so gar nicht in die Zeit. Also lasst den Schwachsinn!

von Peter Bitsch

Farm to fork, alles braucht einen Namen

Wenn man schon den Titel liest sträuben sich die Nackenhaare. Wir produzieren doch Lebensmittel und die landen auf dem Teller! Was also ist daran neu? Wenn man die politische Klasse in Europa mit Ihren abstrusen Forderungen sieht, die letztendlich auf der heutigen Versorgungssicherheit ... mehr anzeigen

von Johann Schneider

An alle vor mir

Die den Untergang der deutschen Landwirtschaft herbeireden wollen.Die Bauern und vor allem die Industie werden gewinnen wenn wir weniger produzieren.Wir können auch ohne Atomkraftwerke leben,obwohl uns die Atomlobby den wirtschaftlichen Miedergang vorhergesagt hat

von Gerhard Steffek

Herbei reden wollen???

Wir will denn den Untergang der Landwirtschaft herbeireden? Wir sagen, wie es kommen wird. Mit den Forderungen und Vorstellungen die hier im Raum stehen sehe ich die deutsche bäuerliche Landwirtschaft auf die Dauer nur noch zur Landschaftspflege degradiert. Abgesehen von denjenigen, die ... mehr anzeigen

von Wolfram Forstpointner

Reaktion

Wie wäre es, wenn wir Landwirte einmal auf das aktuelle Umfeld anders reagieren ! Wenn Großunternehmen in Deutschland - EU solche Vorgaben und Auflagen hätten, investieren diese erst gar nicht. Sollten wir nicht mal mit den umfangreichen und teuren Maschinen und Stallinvestitionen ... mehr anzeigen

von Karlheinz Gruber

Das wäre auf jeden

Fall mal zum durchziehen. keine Investition in einem oder zwei Jahren machen bringt keinen um. Im Gegenteil. Dann würde mal die LDW Industrie mit auf den Zug landen und die haben viele Golfpartner die wieder gute Kontakte haben.... Und bei den Lebensmittelkonzernen die Lieferketten ... mehr anzeigen

von Gregor Grosse-Kock

Umweltschutz

Für diesen Blödsinn, können wir den ganzen Amazonas kaufen und Schützen. Alles was wir Zusammenforschen, wiegen und messen wird wie im Mittelalter behandelt und mit Ideologischen Religion zugedeckt! DDR IST PLEITE GEGANGEN!

von Roland Opitz

Alle Forderungen,

die hier gestellt werden muten an, als kämen Sie von vollkommen hirnlosen Vollidioten. Sie sind bar jeglicher wissenschaftlicher Grundlagen. Ohne Überlegung, weltfremd und maßlos dumm. Gefordert sind 25% Biolandwirtschaft. Die Nachfrage nach solchen Lebensmitteln liegt deutlich unter ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Mit der Not kommt der Verstand!

Vielleicht hilft da ja jetzt Corona. Selten ein Schaden, wo nicht ein Nutzen. Wenn jetzt die ganze Wirtschaft einbricht, ist schnell das überschüssige Geld weg, daß unseren Wohlstand darstellte. Kein Job, kein Geld, auch kein Geld für Spenden an NGO's und den Wahnsinn der Grünen. Es ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Frau Klöckner fordert mehr Geld für die Umsetzung !!!

Erstens steht das noch in den Sternen und zweitens sind Zahlungen als Ausgleich für die künstliche Verteuerung der Produktion niemals sicher und niemals nachhaltig. Wir hängen am Gängelband der Politik, wir sind deren Leibeigene. Das müssen unsere Verbände der Bevölkerung doch ... mehr anzeigen

von Michael Hanewinkel

Abhängigkeit

Diese Abhängigkeit besteht aber doch schon seit Jahrzehnten. Der DBV und auch LsV etc. kämpfen doch für den Erhalt des Systems der Abhängigkeit. Aber Sie haben Recht, Ausgleichszahlungen sind immer willkürlich. Das hat die EU Agrarpolitik der letzen 30 Jahre ja gezeigt.

von Wilhelm Grimm

Die Grünen fordern immer und immer mehr, das ist ihr unverzichtbares Geschäftsmodell,

um zu überleben.

von Kurt Brauchle

Was wir auch machen (dürfen/müssen) es ist niemals genug.

Googelt mal Farm to Fork, die ersten Unzufriedenen stellen bereits weitergehe Forderungen.

von Christian Bothe

Strategie Farm to Fork

Da kann man sich nur glücklich schätzen, wenn man LW nach guter fachlicher Praxis außerhalb der EU betreibt und dort LN besitzt, in die EU exportiert und diesen ganzen „Zauber“ nicht mitmachen muss...

von thies kruse

Sind auf den 1,2 Milionen ha Naturschutzflächen die Insekten verhungert?

In Deutschland sind 16 % der Deutschen Fläche von 35 Millionen ha Getreide sind Winter und Sommer Gerste / Weizen Hafer Dinkel in der Fruchtfolge mit Gemüse Raps und Mais. Ein Reichhaltiges abwechslungsreiches Nahrungsangebot für Insekten, angefangen bei den Läusen, und dann das ... mehr anzeigen

von Kurt Brauchle

Farm to Fork(e)

"Hof zu Mistgabel" (Freie Übersetzung). Mein Englisch ist eingerostet. Soll "Farm to Fork(e)“ den Weg zurück zur Mistgabel (Handarbeit) beschreiben, oder für, " Wir spießen die Höfe mit der Mistgabel auf", stehen?

von Wilhelm Grimm

Farm to NABU,

da würden wir alle verhungern. Aber egal, es ist für einen guten Zweck.

von Bernd Brunhöver

Das was passiert ist

das im Osten weiterhin Neonics eingesetzt werden und wir ( wie jetzt schon ) keine Planungssicherheit mehr haben ( Mittel verlieren die Zulassung und jedes Jahr werden Notfallzulassungen kommen die teilweise auch gefährlicher sind ) Und das schlimmste ist das diese stellenweise auch ... mehr anzeigen

von thomas schmidt

Gute alte Zeit

Wenn aufgrund des heutigen Pestizideinsatzes die Umwelt so leidet, dann müßte man doch konsequenterweise wieder die Pestizide von damals zulassen, wenn früher alles besser war.

von Matthias Zahn

Naja,

dann kaufen wir halt in Südamerika Nahrungsmittel und holzen dafür den Regenwald ab......

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Wenn...

wenn diese Wünsche umgesetzt werden, betreffen sie in erster Linie die alten EU Länder. Was in Osteuropa geschehen wird, kann man schon heute absehen - nichts!!. Eine ganze Branche wird abgeschafft und andere, die nicht den Schikanen von Bürokraten ohne Bezug zur Realität ausgeliefert ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

Corona wirds richten

die goldenen Zeiten gehen vorüber wir werden Armut bekommen, viele Rentner werden auf Hart4 niveau leben müssen, die Zeiten der Gemüsegärten und Hühner wird wieder kommen. das sagt uns heute blos keiner!! was ist Deutschland ohne ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

@ Herr Bothe

angeblich war ja die DDR so dreckig, war ja voller Vieh Güllle, dann die Industrie hat es auch nicht so genau genommen mit Abwässer, dann Wirkstoffe wie Simazin..... ehrlich gesagt so meine Erfahrung - die DDR wurde erst ... mehr anzeigen

von Hannes Dicke-Wentrup

Ehr Vision als Strategie

Zu Glück gibt dagegen Therapien und Medikamente. Ich wünsche der EU Kommision gute Besserung. Stay at home.

von Hans Spießl

Pestizide

schon sehr Fragwürdig diese Ansichten. Schau zurück, zu Zeiten ohne Greening, Stillegung etc..... wo noch weit mehr Wirkstoffe erlaubt waren da gab es noch Bestäuber, Insekten, Viehzeug,.... oder sieh doch die so dreckige DDR damals, ... mehr anzeigen

von Christian Bothe

@Spiessl

Dreckige DDR? Wie meinen Sie das in diesem Zusammenhang?

von Gerhard Steffek

Hochmut kommt vor dem Fall!!!

Jetzt drehen sie komplett am Rad. Von allen guten Geistern verlassen oder was? Nachhaltigkeit, wenn ich das schon höre! __ __ Noch nie waren die Erträge so gut, noch nie die Böden in so einem guten Zustand, noch nie ging es uns so gut! Aber das wird jetzt gewaltig aufs Spiel gesetzt. ... mehr anzeigen

von Robert Sigmund-Wild

Diese Politiker...

werden die Europäer nicht in den Hunger treiben! Timmermans sagte noch vor 4 Monaten wortwörtlich: "Die Anzahl der Landwirte in Europa muß deutlich reduziert werden!" Alles andere was hier von Timmermans erscheint ist nur das Mittel zum Zweck. Ein reinrassiger (...)! Ziel ist es von ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

Richtig

aber so weit wird es nicht kommen wenn sich die Menschen Organisieren. sicher, gerade bei den bis 30ig jährigen sind einfach zu viele dabei die die Zusammenhänge nicht kennen, keine Erfahrung und Meinung haben, sie haben ja noch nix ... mehr anzeigen

von Renke Renken

Diese Politiker werden

das deutschland und Europa in den Hunger treiben. Aber nein, ich vergaß, wir sind ja reich und werden dann anderen die Nahrungsmittel wegkaufen, und uns dann wieder für die hungernden in der Welt einsetzen. Genau diese Ökofr......n, die heute die moderne Landwirtschaft bekämpfen, ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

ja es werden Änderungen kommen, derzeit Corona und wir- die Politik reagiert vollständig falsch die Wirtschaft bricht ein, keine Steuer mehr und sie werfen mit Geld grad so um sich für jeden noch so unnützen Scheiß wie zB die ... mehr anzeigen

von Stefan Lehr

Transportkapazitaeten mieten

Wir sollten schon heute ausreichende Transportkapazitaeten fuer die Zeit ab 2030 reservieren. Ich glaube nicht, dass der Verbraucher bis dahin bereit ist die Mehrkosten fuer diese Nachhaltigkeit zu bezahlen. Somit duerfte der Bedarf dann aus dem Nicht-EU-Raum gedeckt werden. Was dann ... mehr anzeigen

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