Ökohennenhaltung

Mobile Geflügelschlachtung mieten

Bruderhähne und Suppenhühner runden das Angebot von Eiern in der Direktvermarktung ab. Weil es immer weniger regionale Schlachtereien gibt, kann ein Mobil helfen.

Der Bericht ist zuerst erschienen im bioland-Fachmagazin für ökologischen Landbau 06/2020

Eier aus der Region sind bei Verbrauchern beliebt. Darum haben viele Bio-Landwirte Mobilställe aufgestellt. Dort können Kunden sehen, wie gut die Tiere leben. Bio-Geflügelhalter, die ihren BioHennen ein artgerechtes Leben ermöglichen, wünschen sich auch stressfreie, kurze Wege zum Schlachthof. In vielen Regionen fehlen aber geeignete Geflügelschlachtstätten für kleinere Bestände.

Eine mobile Geflügelschlachtung kann diese Lücke schließen. Darauf weist Dr. Andrea Fink-Keßler vom Verband der Landwirte mit handwerklicher Fleischverarbeitung (vlhf) hin. Sie hat auch an Lösungen für die teilmobile Schlachtung von Rindern mitgewirkt. Eine regionale Schlachtung und Vermarktung verbessere zudem die Wirtschaftlichkeit der Geflügelhaltung in kleinen Beständen. Nicht zuletzt eröffnet sich dadurch auch die Möglichkeit, Bruderhähne der Legehennen vor Ort zu halten und zu vermarkten.

Das Lebensmittelrecht erlaubt Geflügel-Direktvermarktern, eigene Tiere in einem hofeigenen Schlachtraum zu schlachten. Bis zu 10.000 Tiere pro Jahr dürfen solche Geflügelschlachtbetriebe schlachten, die von ihrem Veterinäramt registriert sind. Dafür braucht es keine EU-Zulassung. Diese Funktion kann auch eine mobile Schlachtstätte übernehmen, die auf den Hof kommt.

Der Hof mietet den Anhänger

„Die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür sind eindeutig“, berichtet Dr. Veronika Ibrahim, Kreisveterinärin im hessischen Landkreis Wetterau. Sie verweist auf den Beschluss der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz.

Die Arbeitsgruppe „Fleisch- und Geflügelfleischhygiene und fachspezifische Fragen von Lebensmitteln...