Ziel greifbar

Jetzt 20 %: Ökolandbau liegt im Saarland im Trend

Derzeit betreiben 143 Betriebe im Saarland ökologischen Landbau. Dies macht 20 % der landwirtschaftlich genutzten, saarländischen Fläche aus. Bundesweit ist dieser Anteil nur halb so groß.

Der Anteil an ökologisch bewirtschafteter Fläche im Saarland steigt weiter. In diesem Jahr sind es knapp 20 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche und somit 14.800 ha, die ökologisch bewirtschaftet werden. Im Vorjahr betrug dieser Anteil noch etwa 1,5 % weniger, was laut dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz auf ein rasantes Wachstum hinweist. Im Vergleich dazu liegt der bundesweite Anteil ökologisch genutzter Fläche nur bei unter 10%.

Umweltministerium will Ökofläche stufenweise vergrößern

Das Umweltministerium will die Öko-Fläche bis zum Jahr 2025 auf einen Flächenanteil von rund 25 % ausbauen. „Die dafür notwendigen Mittel sind eingeplant“, bekräftigt Umweltminister Reinhold Jost. Das Budget lasse ein stufenweises, aber gesteuertes Wachstum zu. 143 landwirtschaftliche Betriebe waren bereits bis Ende letztens Jahres im Förderprogramm eingebunden, 14 weitere Betriebe begannen die Umstellung Anfang diesen Jahres.

Bisher sind viele saarländische Landwirte zu einer Umstellung bereit gewesen. Minister Jost ist außerdem optimistisch, dass weitere Betriebe auf den Zug aufspringen: „Wir sind zuversichtlich, dass in den kommenden Jahren weiterhin Betriebe dazu bereit sein werden, unser Förderangebot anzunehmen.“ Und auch die finanziellen Aspekte sind bereits abgesichert. So sieht das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz vor, in der neuen europäischen Förderperiode (ELER) 2021 bis 2027 rund 22,8 Mio. € in den Öko-Landbau zu investieren – dies ist fast doppelt so viel wie in der letzten Periode.

Ökologische Qualität an oberster Stelle

Bei der Auswahl der zu fördernden Betriebe stehe Qualität über Quantität, betont Jost. Gefördert werde nur, wer die festgelegten Anforderungen erfüllt. Dabei werde vor allem auf regionale Produkte gesetzt, die durch kurze Wege einen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen leisten. Diese Herangehensweise wird allerdings nicht nur im Saarland vorgenommen. Auf Bundesebene fordert der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in einem Gutachten, dass Agrarsubventionen immer an ökologische Leistungen geknüpft sein sollten.


Diskussionen zum Artikel

von Gerhard Steffek

Ich schmeiß mich weg!!!

Gefördert werde Qualität statt Quantität und nur Betriebe die einen Beitrag zur Treibhausgas-Emissions-Reduktion leisten. __ __ Ausgerechnet Letzteres ist doch wieder so eine grüner Treppenwitz des ökologischen Wahnsinns. Ausgerechnet die "ökologischen Dreckschleudern" an ... mehr anzeigen

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