BMEL-Strukturdaten

Ökolandbau: Positiver Trend setzt sich fort

Strukturdaten zum ökologischen Landbau 2019 belegen: Der positive Trend setzt sich fort, die Förderinstrumente wirken, so Klöckner. Bayern und Baden-Württemberg haben den größten Flächenanteil.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die neuen Strukturdaten zum ökologischen Landbau in Deutschland 2019 veröffentlicht. Das Ergebnis: Der Anteil des ökologischen Landbaus in Deutschland ist 2019 deutlich gewachsen. Damit setze sich der positive Trend fort. Der Ökolandbau nahm im letzten Jahr insgesamt 9,7 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche ein.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick im Vergleich zum Jahr 2018:

  • Allein in 2019 stieg der Umfang der ökologisch bewirtschafteten Fläche um rund 116.000 Hektar.
  • Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland hat sich um 7,73 Prozent auf rund 1,6 Millionen Hektar vergrößert.
  • Damit beträgt der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland rund 9,7 Prozent.
  • Die Anzahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe hat um rund 7,6 Prozent zugenommen und beträgt nun etwa 34.110 Betriebe.

Die Zahlen belegen, dass die gezielte Förderung wirke:

Wir unterstützen Landwirte dabei, wenn sie auf Öko-Landbau umstellen – und wir fördern auch, wenn sie bei dieser kostenintensiveren Bewirtschaftung bleiben. Die aktuellen Strukturdaten zeigen, dass wir damit an der richtigen Stelle ansetzen“ – Julia Klöckner

Immer mehr Landwirte haben Lust auf Öko-Landbau. Klöckner ist wichtig, dass sich ökologische und konventionelle Landwirtschaft ergänzen und Synergien schaffen, damit der Ökolandbau effizienter und der konventionelle Anbau ressourcenschonender wird.

Süden mit starkem Flächenanteil

Gemessen an der gesamten ökologisch bewirtschafteten Fläche in Deutschland haben die Länder Bayern (rund 23 %) und Baden-Württemberg (rund 12 %) den größten Flächenanteil, gefolgt von Brandenburg (rund 11 %) und Mecklenburg-Vorpommern (rund 10 %). Gemessen an der landwirtschaftlichen Fläche beträgt der Öko-Anteil des Landes Saarland: 18,1 %, Hessen: 15,5 % und Baden-Württemberg und Brandenburg: 13,2 %.

Förderinstrumente für den ökologischen Landbau

1. Flächenprämien in den ländlichen Entwicklungsprogrammen aus der 2. Säule der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP)

Der Bund beteiligt sich an Zahlungen, die landwirtschaftliche Betriebe im Rahmen der 2. Säule für die Umstellung auf und die Beibehaltung der ökologischen Bewirtschaftung erhalten. Für Umstellungs- und Beibehaltungsprämien wurden allein 2018 im Rahmen der GAK-Ökolandbauförderung insgesamt fast 110 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel verausgabt

2. Direktzahlungen aus der 1. Säule der GAP: Basisprämie, Umverteilungsprämie, Greening-Prämie. Befreiung von den Greening-Auflagen.

Die Betriebe des ökologischen Landbaus erhielten im Jahr 2018 im Rahmen der 1. Säule der GAP rund 435 Millionen Euro an Direktzahlungen.

3. Förderung von Forschung und Entwicklung für den Ökolandbau, kompetente Beratungsangebote sowie Maßnahmen zum Wissenstransfer für Verbraucher, Landwirte, verarbeitende Betriebe oder die Gastronomie – über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Für die Finanzierung des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) stehen im Haushaltsjahr 2020 insgesamt 28,85 Millionen Euro zur Verfügung. Seit dem Start des Programms in 2002 wurden bislang mehr als 1.140 Forschungsvorhaben mit einem Fördervolumen von 170 Millionen Euro gefördert. Seit 2005 wurden rund 4.400 Wissenstransferveranstaltungen für Praktiker zur Verbreitung von Forschungsergebnissen finanziert.

4. Der ökologische Landbau profitiert auch von Projekten, die über horizontale Förderprogramme (u.a. Eiweißpflanzenstrategie, Digitalisierungsstrategie, Nutztierhaltungsstrategie, Innovationsprogramm) unterstützt werden.

5. Förderung zur Verbesserung der Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen landwirtschaftlicher Erzeugnisse oder der Fischwirtschaft.

6. Honorierung innovativer Ideen und zukunftsfähiger Unternehmenskonzepte der Bio-Branche beim jährlichen Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau – die diesjährige Bewerbungsfrist endete am 30. Juni: Als Preisgeld für die drei Gewinner wurden jeweils bis zu 7.500 Euro und insgesamt bis zu 22.500 Euro ausgelobt.

Der Ökolandbau ist nach aktuellen BMEL-Zahlen 2019 wieder stark gewachsen. Die magische Grenze von 10 Prozent Öko-Anteil an der landwirtschaftlichen Fläche wurde jedoch noch nicht erreicht. Wie stehen Sie zum Bio-Anbau?

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Diskussionen zum Artikel

von Gerhard Rieder

Schöne saubere Rüben,

Erst kürzlich wurden hier Biorüben gehackt, dann kam ein Gewitter drauf und die ganze schöne Erde die lose gehackt war ist jetzt im Graben, riesen Sauerei.... Direkt daneben gespritzte Rüben und kein bisschen Boden ist abgeschwemmt worden, auch das sollte mal der Öffentlichkeit ... mehr anzeigen

von Jochen Böhrer

Gepusht

Ich dachte, da wäre so eine immense Nachfrage und Zahlungsbereitschaft. Wieso muss man dann so stark subventionieren? Und wieso ist Biogetreide zu rZeot kaum verkäuflich? Und wieso nehmen die Molkereien keine neuen Lieferanten mehr auf?

von Anton Bieg

Biobauern

Wieso dürfen Biobauern einen nicht erheblichen Anteil an konventionellem Futter und Stroh für ihre Tiere dazukaufen. Das sollte mal laut gesagt sein.

von Klaus Fiederling

Toppmodell - eine zukunftsweisend reaktionäre Vollgas-Agrarpolitik!?

Öko-Anbau vehement einfordern und massiv überfördern ist natürlich die medienwirksame Glanzseite dieser Medaille - mit den ökologischen u. ökonomischen Schäden, die hieraus unbestreitbar resultieren, müssen sich jedoch alle Betriebe, selbstredend gerade auch die konventionellen ... mehr anzeigen

von Diedrich Stroman

Die Schlinge!

Zieht sich zu, bei den Konvis auf jeder Ebene! Aktuell sind es die Schweinbauern die Ko geschlagen werden, was macht Frau Klöckner und der Lackei Stegner Sie bekämpften einen Unternehmer, der System relevant für die Schlachtbranche ist wie einen Verbrecher, sie diese Politikerkaste hat ... mehr anzeigen

von Klaus Fiederling

Unser Toppmodell: Eine zukunftsfähige reaktionäre Vollgas-Agrarpolitik!?

Öko-Anbau vehement einfordern und massiv überfördern ist natürlich die medienwirksame Glanzseite dieser Medaille - mit den ökologischen u. ökonomischen Schäden, die hieraus unbestreitbar resultieren, müssen sich jedoch alle Betriebe, selbstredend gerade auch die konventionellen ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Da können Minister so viel Werbung machen, bis sie umfallen.

Die Welt wird durch BIO schlechter und nicht besser. Wenn aber einzelne Betriebe damit erfolgreich sind, freue ich mich mit ihnen .

von Bernd Müller

Bioanbau ist nicht der Weg für die Zukunft!!!

Der richtige Weg ist der integrierte Pflanzenschutz, eventuell auch mit der Hacke. Bioanbau ist Ressourcenverschwendung, klimaschädlich, zu teuer und fördert den Hunger in der Welt! Wann setzt sich die Politik endlich mal mit Fakten auseinander?

von Heinrich Albo

Für wen ist dieser Trend positiv ?

Für das globale Klima ,die Umwelt ,die Armen oder noch hungernden Menschen, dem Verbraucher und dem Steuerzahler sicherlich nicht ! Für wen also ??? Alles nur um den Grünen ein paar Wähler abzuluchsen ?

von Wilhelm Grimm

Die Wähler wählen dann gleich das Original, die Grünen.

Daran ist die SPD bereits gescheitert, als sie sich gegen ihre bisherige Wählerschaft mit pseudo intellektuellen Botschaften gestellt haben.

von Wilhelm Grimm

Wenn ihr Werbung für Hackmaschinen machen wollt,

dürft ihr für eure Werbephotos keinen durch Herbizide blitzblank gemachten Acker nehmen. Dann wollen wir verkrautete Rüben sehen, vor und nach der Hacke. Nichts gegen gute Hackmaschinen, aber nennt bitte auch die Kosten.

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