Bioland-Nordhessen

Regional und preiswert: Hofeigenes Futter für Bruderhähne Premium

Die Brüder von legebetonten Hybridhennen sind schlechte Futterverwerter. Praktiker in Nordhessen suchen nach geeigneten Rezepturen für hofeigenes Futter.

Brigitte Stein und Gita Sandrock berichten. Zuerst erschienen im bioland-Fachmagazin 10/2019:

Wenn sich Bio-Legehennenhalter überlegen, ob die Brüder ihrer Hennen aufwachsen sollen, stellt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Denn die Hähne der Legehybriden sind schlechte Futterverwerter. Selbst wenn die Verbraucher über einen Preisaufschlag auf die Eier die Aufzucht der Hähne unterstützen, bleibt das Dilemma, dass hochwertige Öko-Futtermittel anderweitig effizienter genutzt werden könnten.

Preiswerte, hofeigene Futtermittel könnten eine Lösung sein. Das probieren im Rahmen eines EIP-Projekts jetzt drei Geflügelbetriebe in Nordhessen aus. Vom ersten bis zum letzten Tag bekommen die Hähne erfolgreich 100 Prozent Bio-Futter.

Die Hähne, Lohmann Brown-Hybriden, bekommen bevorzugt Futterkomponenten, die auf den Höfen anfallen, wie herausgereinigtes Getreide mit Ackerbohnen als Eiweißkomponente. Mit Unterstützung von Bioland-Geflügelberater Friedhelm Deerberg entstehen Futtermischungen, die zwar preiswert sind, aber zugleich eine gesunde Ernährung der Tiere sicherstellen. Dazu lassen die Landwirte jedes Futtermittel analysieren. Denn auch bei der Aufzucht der Bruderhähne ist es selbstverständlich, dass die Bio-Betriebe die Vorgaben des Tierschutzgesetzes, der EU-Ökoverordnung und der Bioland-Richtlinien erfüllen.

Tierwohl muss...

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Josef Doll

Bruderhahn

Auch hier habe ich nicht gelesen das "der Bruderhahn" nicht als Hähnchen, wie man es vermuten müsste, verwertet wird sondern als " Frikassee " also als Suppenhuhn endet. Für mich Futterverschwendung aus Ideoloischer Sicht . Trift das, zu ist hier nur das Zweinutzungshuhn als Ausweg zu sehen. Nur glaube ich das hier immer noch der Gummiadler, oder das Hähnchen mit 1000 Flugstunden im Verzehr/ Geschmackerlebnis vorherrschen wird !!

von Martin Schmidt

Zweinutzungsrassen

Warum werden keine Zweinutzungsrassen gehalten? Dies ist doch ein Mitleidsprojekt.

von Erwin Schmidbauer

Lösungen?

Wäre es da nicht auch mal sinnvoll, sich ganz intensiv mit der brauchbaren Verwertung für Eintagsküken zu beschäftigen? Immerhin sind diese Tiere als Futter für Greifvögel und andere Arten geeignet. Vielleicht finden sich auch noch andere, nützliche Verwertungen.

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