Russland soll 2020 gesetzliches Ökolabel bekommen

Russland will im Jahr 2020 ein gesetzliches Ökolabel einführen. Derzeit hat Russland nur einen Anteil von 0,2% am weltweiten Markt für Ökolebensmittel. Landesweit sollen künftig aber mehr als 10 Mio. ha für die Ökoproduktion genutzt werden.

Russland will mit einem Ökolabel den Ökolandbau im Land anschieben. (Bildquelle: Archiv)

Ökobauern und Verarbeiter entsprechender Produkte in Russland können sich bald auf bessere beziehungsweise geregeltere Marktbedingungen freuen. Künftig soll es nämlich ein zertifiziertes und kontrolliertes Ökolabel geben, das den Käufern der Produkte verbindlich bescheinigt, dass diese mit den festgelegten Standards produziert worden sind. Wie der Geschäftsführer des Erzeugerverbandes „National Organic Union (NOS)“, Oleg Mironenko, in Moskau berichtete, soll ab dem 1. Januar 2020 das neue Gesetz in Kraft treten, das die Produktion ökologischer Nahrungsmittel reglementiert und kurz vor der Unterzeichnung durch Präsident Wladimir Putin steht.

Die darin festgelegten Vorgaben seien auf Konformität mit den EU-Standards ausgerichtet. Obwohl in Russland bereits nationale Standards für Bioprodukte bestünden, sei der Markt schlecht organisiert und für die Verbraucher irreführend, hatte Premierminister Dmitri Medwedew bei der Ankündigung des Gesetzes im Januar dieses Jahres eingeräumt. Eine Vielzahl von Kennzeichnungen ohne gesicherten Qualitätsanspruch führe eher zu einer Verunsicherung der Käufer als zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell. Das solle sich ab 2020 ändern.

Derzeit hat Russland nur einen Anteil von 0,2% am weltweiten Markt für Ökolebensmittel. Dem Moskauer Landwirtschaftsministerium zufolge könnten jedoch landesweit insgesamt mehr als 10 Mio. ha für die Ökoproduktion genutzt werden. Die Ausgestaltung des neuen Labels zur Vermarktung der Produkte soll bis September 2019 abgeschlossen sein.

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Agra Europe (AgE)

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