Biofach

Wieder deutlich mehr Bio-Betriebe in Bayern

In Bayern haben 2018 mehr als 800 Betriebe auf ökologische Wirtschaftsweise umgestellt.

Die Anzahl der Bio-Bauern und der ökologisch bewirtschafteten Fläche hat auch im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Wie Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber anlässlich der Nürnberger Weltleitmesse Biofach 2019 sagte, haben im vergangenen Jahr mehr als 800 Betriebe auf ökologische Wirtschaftsweise umgestellt. Damit ist die Gesamtzahl auf rund 9.900 Betriebe angewachsen, die zusammen 345.000 Hektar nach ökologischen Vorgaben bewirtschaften.

Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von neun Prozent bei den Betrieben, die Fläche hat sogar um 17 Prozent zugenommen. „Wir rechnen damit, dass wir noch in diesem Jahr die Zahl von 10.000 Betrieben in Bayern überschreiten werden“, sagte die Ministerin in München. Insgesamt werden in Bayern rund zehn Prozent der Betriebe und der Fläche ökologisch bewirtschaftet. Bayern ist damit das größte deutsche Erzeugerland ökologischer Lebensmittel. Mittelfristig soll die Öko-Fläche in Bayern verdoppelt werden.

Im vergangenen Jahr haben Betriebe aller Produktions-Ausrichtungen auf Öko-Landbau umgestellt, der Schwerpunkt liegt nach Angaben der Ministerin aber wie in den vergangenen Jahren auf dem Ackerbau. Die Umstellung von Milchviehbetrieben ist weiterhin gebremst, da die wichtigsten Öko-Molkereien in Bayern nur mehr wenige neue Lieferanten aufnehmen.

„Entscheidend ist, dass sich Produktion, Markt und Nachfrage gemeinsam weiterentwickeln, sonst geraten die Preise zu sehr unter Druck“, so die Ministerin. Eine wichtige Rolle kommt dabei dem eigenen Bayerischen Bio-Siegel zu, an dem die Verbraucher gezielt Bio-Lebensmittel aus Bayern erkennen können. Mittlerweile nutzen über 150 Unternehmen dieses Siegel für insgesamt 1.200 verschiedene Produkte – von Milch über Fleisch, Obst und Gemüse bis zu Getränken.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Matthias Zahn

@Grehl

Kann ich dir erklären. Die Molkereien versuchen Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht zu halten damit der Biopreis nicht fällt. Wenn die Nachfrage weiter steigt, werden auch die Molkereien wieder Milch aufnehmen. Bei Bio wird der Kompromiss bei der Menge gemacht um den Preis zu stützen. Im konventionellen werden alle Kompromisse beim Preis gemacht um möglichst viel Menge ab zu setzen.

von Markus Grehl

Bio Milch

Der Kunde will scheinbar Bio. Kann mir da mal jemand erklären weshalb die Molkereien dann auf die Bremse treten? Die müssten doch froh sein um jeden neuen Lieferanten. Oder?

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