FAO-Bericht

14% der Lebensmittel werden weltweit verschwendet

Die FAO ruft die Länder nachdrücklich dazu auf, ihre Bemühungen zu verstärken, um die Ursachen für Lebensmittelverluste und -verschwendung in allen Phasen zu bekämpfen.

Rund 14% der weltweit erzeugten Lebensmittel gehen nach der Ernte und vor dem Erreichen des Handels verloren. Das steht im neuen bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der aiz.info vorliegt.

Die Nahrungsmittelverluste variieren demnach von Region zu Region und innerhalb der Warengruppen sowie Lieferkettenstufen deutlich, zitiert der Pressedienst daraus weiter. Bei höheren Prozentsätzen bestehe daher ein erhebliches Potenzial für eine Reduzierung der Lebensmittelversch wendung, ist die FAO überzeugt.

"Während wir uns bemühen, Fortschritte bei der Reduzierung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung zu erzielen, können wir nur dann wirklich effektiv sein, wenn unsere Bemühungen durch ein solides Verständnis des Problems untermauert werden", sagte FAO-Generaldirektor Qu Dongyu im Vorwort zum Bericht. "Wie können wir es zulassen, dass Lebensmittel weggeworfen werden, wenn mehr als 820 Mio. Menschen auf der Welt jeden Tag hungern", äußerte sich der FAO-Generaldirektor kritisch.

Anstrengungen, Verluste während der Ernte, Lagerung und dem Transport zu reduzieren, könnten das globale Wirtschaftswachstum und die Produktivität fördern sowie den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen vermindern. In dem Bericht werden die Länder nachdrücklich aufgefordert, ihre Bemühungen zu verstärken, um die Ursachen für Lebensmittelverluste und -verschwendung in allen Phasen zu bekämpfen. Auch Leitlinien für entsprechende Maßnahmen und Interventionen sind darin enthalten.

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Bild und Sinn

Liebes TA Team, das Bild beschreibt aber nicht den Verlust der im Artikel beschrieben ist (Verlust während der Ernte, der Lagerung und dem Transport).

von Gerhard Steffek

Wie können wir es zulassen...?

Ja, wie können sie es zulassen. Vielleicht zäumen sie aber das Pferd am falschen Ende auf. Denn wenn der Herr Generaldirektor es schon bemängelt das 820 Mio. Menschen jeden Tag hungern, dann sollte er schon auch sehen wo das ist. In welchen Ländern diese Menschen hungern. Das sind ausgerechnet die Länder, in denen das Bevölkerungswachstum am größten und gleichzeitig die Bildung am geringsten ist. Vielleicht sollten sie auch mal in diese Richtung ein paar Schritte unternehmen, da das sonst ein Faß ohne Boden ist. Jeder Landwirt weiß, daß er nur eine begrenzte Anzahl an Tieren halten kann, will er sie auch entsprechend gut füttern. Ansonsten hätte er auch jede Menge Hungerleider im Stall stehen und das Veterinäramt wegen nicht artgerechter Haltung seiner Tiere schneller am Hals als im lieb ist. Aber beim Menschen darf es unbegrenztes Wachstum geben, oder? Welcher Irrsinn! Auch hier muß es seine Grenzen haben, die Ressourcen sind nicht unbegrenzt! Dann wäre das Problem mit den klimaschädlichen Treibhausgasen auch beseitigt. // "Die Wüste hat genug Wasser! Solange nicht ein Idiot auf die Idee kommt dort eine Stadt hinbauen zu wollen."

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen