Nischenprodukte

Algenproduktion im Münsterland

Familie Averberg aus dem westfälischen Ahlen baut seit Anfang des Jahres Mikroalgen für die Lebensmittelproduktion an. Sie sieht darin eine Zukunft für die Landwirtschaft - und ihren Betrieb.

Ein großes Treibhaus zwischen Maisfeldern. Dahinter ein typischer münster­­ländischer Hof mit Schweinestall und Schlepper vor der Scheune. Ulrich Averberg und seine Frau Judith aus dem westfälischen Ahlen sind vor Kurzem in die Produktion von Mikroalgen eingestiegen. In zehn Becken mit einem Fassungsvermögen von jeweils 25 000 bis 30 000 l kultiviert und vermehrt der Nebenerwerbslandwirt die Mikroalge Spirulina platensis. Diese heimische Blaualge ist reich an Eisen, Eiweiß und Vitaminen. Damit gilt sie als sogenanntes Superfood und Proteinquelle der Zukunft.

Algen als Alternative

Vor zwei Jahren hörte Averberg auf einem Vortrag von Algenpionier Rudolf Cordes aus Vechta zum ersten Mal von dieser neuen Produktionsschiene. Anfang des Jahres startete der Bau des eigenen 2 480 m² großen Gewächshauses. Die Investitionskosten seien vergleichbar mit dem Bau eines 1 000er Maststalls. Bereits Mitte April wuchs die erste Algenkultur in den Becken heran.

Hilfe bei der Planung sowie notwendiges Fachwissen zur Produktion, bspw. zur...

Die Redaktion empfiehlt

Carolin und Philipp Drerup aus Havixbeck, NRW, und Johannes Grenzebach aus Wölfersheim, Hessen, bauen Quinoa an. Mittlerweile vermarkten sie über 20 Produkte aus Quinoa.

Nischenprodukte

Wassermelonen im Freien

vor von Saskia Wietmann

Attila Puszti baut in Deutschland erfolgreich Wassermelonen an. Die Nachfrage nach den regionalen Früchten ist hoch – das Anbaurisiko auch.

Nischenprodukte

Lavendelproduktion in der Uckermark

vor von Hanna Grieger

Das Ehepaar Olszewski hat in Polen alle Zelte abgebrochen. In Brandenburg hat es sich den Traum einer eigenen Lavendelfarm erfüllt.

Nischenprodukte

Aronia: Die vielseitige Superbeere

vor von Hanna Grieger

Aronia wird in der Lebensmittelbranche immer mehr zur Trendbeere. Obstbauer Michael Görnitz aus der Nähe von Dresden hat sich ihrem Anbau gewidmet.