Umfrageergebnisse

Bundesbürger weniger besorgt über Rückstände in Lebensmittel

Die Bürger sind wegen Gesundheits- und Verbraucherthemen weniger besorgt als noch vor einem Jahr. Besonders deutlich fiel das Minus bei möglichen Antibiotikaresistenzen aus.

Die Bundesbürger machen sich weniger Sorgen wegen Gesundheits- und Verbraucherthemen. Dafür sprechen zumindest die jetzt veröffentlichten Ergebnisse des jüngsten Verbrauchermonitors vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Im Vergleich zur vorangegangenen Untersuchung im Sommer 2018 verringerte sich der Anteil derjenigen, die sich beunruhigt äußerten, bei allen großen Verbraucherthemen.

Besonders deutlich fiel das Minus bei möglichen Antibiotikaresistenzen aus. Diese führen die Skala der beunruhigenden Gesundheitsthemen zwar weiterhin an, der Anteil der diesbezüglich Besorgten ging gegenüber Sommer 2018 aber um 11 Prozentpunkte auf 57 % zurück (s. Grafik). Mikroplastik in Lebensmitteln beunruhigen nach wie vor 56 % der Studienteilnehmer. Wegen eventueller Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln zeigten sich jetzt 51 % der Befragten besorgt, gegenüber 54 % im Sommer 2018. Auf 36 % beziehungsweise 23 % deutlich gesunken sind laut den BfR-Angaben die Anteile derjenigen, die sich wegen Aluminium in Lebensmittelverpackungen oder wegen Fipronil in Eiern sorgen.

Beunruhigung über Gesundheits- und Verbraucherthemen (Bildquelle: BfR-Verbrauchermonitor | Februar 2019)

Schimmelpilzgifte in Lebensmitteln beunruhigt noch ein Drittel der Befragten; in der vorangegangenen Untersuchung waren es 44 %. Wie aus den Befragungsergebnissen außerdem hervorgeht, schätzen nun 77 % der Bundesbürger die hierzulande zum Kauf angebotenen Lebensmittel als sicher ein; das sind ebenso viele wie im Sommer 2018. Dennoch gibt es Veränderungen in der Wahrnehmung der Produktsicherheit. Etwa 18 % der Befragten gehen von einer zunehmenden Produktsicherheit aus; im Sommer 2018 waren es nur 13 %. Gleichzeitig verringerte sich der Anteil derjenigen, die eine abnehmende Lebensmittelsicherheit wahrnehmen, um 7 Prozentpunkte auf 33 %.

Geringeres Vertrauen in staatlichen Verbraucherschutz

Verschlechtert hat sich dem BfR zufolge aber das Vertrauen in den staatlichen Verbraucherschutz. Der Anteil der Studienteilnehmer, die auf diese Stellen vertrauen, sank im Vergleich zur Erhebung im Sommer 2018 um 7 Prozentpunkte auf 51 %. Insgesamt 54 % gaben an, dass der Staat mehr konkrete Maßnahmen ergreifen sollte, um den Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken zu schützen.

Die gesamten Ergebnisse des Verbrauchermonitors finden Sie hier.

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Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

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