Unkraut im Gleis

Deutsche Bahn setzt weiter auf Glyphosat

Die Bahn sucht derzeit einen Dienstleister, der für 33.000 Schienenkilometer die Unkrautvernichtung übernimmt.

Die Deutsche Bahn setzt bei der Unkrautbekämpfung im Gleisbett weiter auf Glyphosat. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, geht das aus einer aktuellen Ausschreibung hervor. Darin sucht die Bahn nach einem Dienstleister, der für den Vertragszeitraum von 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2022 die "bundesweite chemische Vegetationskontrolle" im 33.000 Kilometer umfassenden Streckennetz übernimmt. Dabei kann ausdrücklich auch Glyphosat zum Einsatz kommen.

Die Bahn gilt als größter Einzelverwender des Wirkstoffs in Deutschland. Die Bekämpfung von Pflanzen im Gleisbett sei aus Sicherheitsgründen unerlässlich, teilte das Unternehmen der "NOZ" mit.

Die EU-weite Zulassung für Glyphosat läuft Ende 2022 aus. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte kürzlich erklärt, sie gehe nicht davon aus, dass die Zulassung noch einmal verlängert werde. Die Ausschreibung der Bahn endet also mit dem Enddatum der aktuellen Glyphosat-Genehmigung. Die Bundesregierung arbeitet zudem an einem Glyphosat-Ausstiegsplan. Die Bahn will Alternativen zu dem Herbizid erforschen lassen. Dazu zählen laut Unternehmen das Ausbringen von heißem Wasser, das Verbrennen der Pflanzen durch starkes UV-Licht oder der Einsatz von Strom.

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Grimm

Vertrockneter Bewuchs auf den Bahngleisen brennt gut !!!!!

Ein wenig mehr Grütze unter der Mütze wäre zu was nütze.

von Thomas Blöthner

Eine passende Alternative

hätte ich anzubieten. Wie wäre es wenn die Friday for Future mitsamt den ganzen Ende Gelände, NABU usw. das Unkraut an den Bahngleisen jäten ? Das wäre eine tolle Sache für den Umweltschutz und man bekommt dabei den Kopf so richtig frei. Und ja ganz klar wenn die Hinten fertig sind geht’s Vorne wieder weiter ...... lg

von Gerhard Steffek

Kostenfaktor, Wirkungseffizienz!!!

Noch ein Nachtrag. Bei einem 10 Meter breitem Bahnkörper kommt die Bahn mit 4 Liter RoundUp 1 km weit. Aufwendungen 1 - 2 mal im Jahr. Wie weit kommt man bei entsprechendem Kostenansatz mit der Gasflamme? Wie oft sind die hier die Anwendungen im Jahr? Wie sieht die CO²-Bilanz zwischen den Verfahren aus? Die Grünen fragen doch immer so gerne und stellen Behauptungen auf. Wie wäre es, würden sie diese Fragen beantworten und ihre Behauptungen untermauern? Hinzu kommt ja das sie das Bahnfahren attraktiver machen wollen. Wie denn bitte, wenn sie gleichzeitig dafür sorgen das die Bahn dann schon wieder höhere Kosten hat? Ach ja, man verteuert das Fliegen entsprechend. Die Steuern kann man ja dann der Bahn zuschießen.

von Michael Behrens

Was sollen das für Alternativen sein?

Heißes Wasser, UV Licht, Strom und was den wohl noch so einfällt? Bei den genannten Alternativen gibt es erheblich mehr Belastungen an der Tier und Insekten. Von der CO2 Bilanz ganz zu schweigen! Aber der Wahnsinn wird weitergehen! Die Grünen wollen Inlandsflüge verbieten, alle sollen Bahn fahren, da wird aber aufgrund fehlender Bewuchs Beseitigung so mancher Bahndamm gesperrt werden, oder brennt und ist deshalb gesperrt! Der Irrsinn wird immer verrücktere Auswüchse annehmen!

von Gerhard Steffek

Bei Licht betrachtet -

bleibt ihnen ja nichts anderes über! Was hätten sie für sinnvolle Alternativen? Eine Anwendung von Glyphosat stellt in aller Regel für den Rest des Jahres ein unkrautfreies Gleisbett sicher. Die Alternative? Abflammen, Heißwasser, Ausrupfen? Die ersten beiden Maßnahmen sind teuer, unzuverlässig, umweltschädlich (nicht nur in Bezug auf den Energieaufwand, nein es tötet auch noch sämtliche sich dort befindliche Lebewesen (grillen oder verbrühen) und nach vierzehn Tagen kommt schon wieder der nächste Aufwuchs. Schon Mark Twain erkannte: "Unkraut ist, was nach dem Jäten wieder wächst". Ich denke zu seiner Zeit wären sie heilfroh gewesen um ein Mittel wie Glyphosat. Ausrupfen? Ok, lieber Anton Hofreiter und Sven Giegold, fangt schon mal an, 33.000 Kilometer sind zu machen. Das will ich mal sehen. Das Dumme ist ja nur, wenn ihr am Schluß fertig seid, könnt ihr vorne wieder anfangen. Also ein Volltimejob bis ans Lebensende. Hätte auch noch den Vorteil lieber Toni, du kämest mal aus "deinem Hof" raus. Müßtest nicht immer nur im Kreis reiten, sondern würdest tatsächlich auch mal die freie Natur erleben und erfahren wie es da wirklich abgeht. Nicht nur am grünen Tisch rumhängen! Aber mittlerweile wurde ja ein so hysterisches Lügengebilde aufgebaut, daß mittlerweile keine konstruktive Diskussion mehr möglich ist. Lese ich mir aber die Kommentare so manch anderer Zeitung, wie auch im SocialMedia durch, so kommen anscheinend doch immer mehr diesen Lügenbaronen auf die Schliche. Sie legen sich doch immer wieder die Fallstricke selbst. Denn das ist selbst dem Dümmsten einleuchtend, thermische Unkrautbekämpfung ist dem Klima nicht gerade zuträglich. Rupfen will auch keiner, denn jeder weiß, daß Zeug ist nach 14 Tagen wieder da. Was also, hat man für Alternativen?

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