Vormarsch im Südwesten

Dringende Warnung an Hundehalter vor Auwaldzecke

Sie ist beige-braun marmoriert und größer als normale Zecken: Durch den Klimawandel drängt die Auwaldzecke im Südwesten Deutschlands immer stärker voran. Für Hunde sind infizierte Tiere tödlich.

Im Saarland und in Rheinland-Pfalz breitet sich die Auwaldzecke immer mehr aus. Hundehalter sollten daher wachsam sein, weil diese Zeckenart Babesiose (Hundemalaria) übertragen kann.

Die Auwald- oder auch Buntzecke (Dermacentor reticulatus) erkennen Sie an ihrer auffälligen beige-braunen Marmorierung. Außerdem ist sie größer als die bekannteste Zecke, der gemeine Holzbock. Erkrankte Hunde zeigen hohes Fieber, Appetitlosigkeit oder blutigen Urin.

Der Saarländische Rundfunk berichtete, dass allein in der Tierklinik Arz in Saarbrücken zuletzt über 20 infizierte Hunde behandelt wurden. Die Erreger der Infektionskrankheit sind Blutparasiten, die die roten Blutkörperchen zerstören. Wird die Krankheit nicht schnell behandelt, verläuft sie in der Regel tödlich. Auch das Friedrich-Loeffler-Institut warnt inzwischen. Auf den Menschen übertragbar ist der Erreger aber nicht.

Fachleute machen vor allem den Klimawandel, das Einreisen kranker Hunde aus dem Ausland und die Nähe zu Frankreich für die verstärkte Ausbreitung der Auwaldzecke im Saarland und in Rheinland-Pfalz verantwortlich.

Auch der SWR berichtet. Dort riet eine Tierheilpraktikerin: "Hundebesitzer sollten darauf achten, wenn man eine solche Zecke entfernt. Dann sofort zum Tierarzt gehen. Je nach Grad der Babesien im Blut und Zustand müssen manche Tiere stationär aufgenommen werden. Hier spielt die schulmedizinische Betreuung eine ganz große Rolle, dass es das Tier überlebt."

Auch wenn die akute Infektion überwunden sei, hätten einige Hunde lange mit den Folgen zu kämpfen. "Spätfolgen können Nierenprobleme sein oder Probleme mit dem Bewegungsapparat", berichtet die Praktikerin.

Und ein Tierarzt stellt verwundert fest, dass sich die Impfangst und Angst vor Chemie mittlerweile auch durch die Tiermedizin ziehe und einen effektiven Zeckenschutz verhindere. "Dabei ist jede Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird, 1.000 Mal gefährlicher", sagt er.


Diskussionen zum Artikel

von Guido Müller

was soll man dazu sagen

mittlerweile reicht ein Hund nicht mehr. Es müssen zwei oder drei sein wegen des Psyche des Hundes. Das freut die Zecken die hat Auswahl und kann sich vermehren. Da spielt auch der Fleischkonsum bei den Hunden keine Rolle mehr

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