Umsatzplus

Ernährungswirtschaft freut sich über positive Saisoneffekte

Die Verbraucher haben mehr Lebensmittel gekauft und den Herstellern so ein Umsatzplus von 3 % beschert.

Im Oktober 2018 wuchs die deutsche Ernährungsindustrie um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichte einen Umsatz von 15,9 Milliarden Euro.

Hauptgründe für den Umsatzanstieg waren positive vorweihnachtliche Saisoneffekte bei den Nahrungsmittelherstellern sowie das anhaltend starke Inlandsgeschäft, berichtet die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Aufgrund der stagnierenden Preisentwicklung war das Wachstum nahezu vollständig auf ein Mengenwachstum zurückzuführen und der Absatz erhöhte sich um 3,0 Prozent zum Vorjahr.

5,2 Milliarden Euro wurden im Auslandsgeschäft erwirtschaftet, wodurch der Exportumsatz um 0,7 Prozent kleiner als im Vorjahr ausfiel. Die Lebensmittelhersteller folgten jedoch den positiven Konjunkturanreizen zum Produktionsausbau und der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg um 1,1 Prozent, so die BVE.

Agrarrohstoffmärkte

Die Preisentwicklung an den Agrarrohstoffmärkten ist das Ergebnis von Angebots- und Nachfrageschwankungen. Durch gute Ernten bei verschiedenen Rohstoffe sank der HWWI-Rohstoffindex für Nahrungs- und Genussmittel um 1,1 Prozent zum Vormonat Oktober. Der Index war damit um 3,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Ausblick: Geschäftsklima

Zum Jahresende 2018 kühlte sich das Geschäftsklima der Lebensmittelproduzenten weiter ab. Mit einem Rückgang um 3,7 Punkten bewegte sich das Klima unter dem Niveau des Vormonates sowie des Vorjahres. Während die Unternehmen überaus zufrieden mit ihrer aktuellen Lage waren, herrschte starke Zurückhaltung bezüglich der zukünftigen Geschäfte. Besonders pessimistisch fielen die Erwartungen an den Export und die Produktionspläne aus. Die Entwicklung der Verkaufspreise schätzten die Lebensmittelhersteller jedoch positiv ein.

Konsumklima und Verbraucherpreise

Im Dezember 2018 lag das Konsumklima in Deutschland bei 10,4 Punkten und ging um 0,2 Punkte zum Vormonat zurück. Der Brexit, die internationalen Handelskonflikte und zurückhaltende Konjunkturerwartungen dämpften die Verbraucherstimmung. Dennoch blieb der Konsum auf einem hohen Niveau, da der stabile Arbeitsmarkt für positive Einkommenserwartungen sorgte. Im November sanken die Lebensmittelpreise zum zweiten Mal in Folge, diesmal um 0,1 Prozent. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten stiegen um 0,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich erhöhten sich die Lebensmittelpreise um 1,6 Prozent und die Verbraucherpreise um 2,3 Prozent.


Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

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Bedeutet dass nun, dass mehr weggeworfen wurde oder dass die Leute mehr gegessen haben und potentiell dicker werden? Eigentlich ist die ganze Nachricht, 3 % mehr Mengen-Verkauf, eine schlechte Nachricht, wenn man die Hintergründe so annehmen muss.

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