Zukunftsfähige Geschäftsmodelle

Ernteroboter-Startup gewinnt Innovationspreis Moderne Landwirtschaft

Das junge Konstanzer Unternehmen „Organifarms" wurde mit dem Innovationspreis Moderne Landwirtschaft ausgezeichnet. Es entwickelt Farmstationen, um Prozesse in Indoor-Farmen zu automatisieren.

Der Innovationspreis Moderne Landwirtschaft (IML) ist ein Preis aus der Branche für die Branche, den das Forum Moderne Landwirtschaft und f3 - farm food future verleihen. Es werden zukunftsfähige Lösungen für bestehende Herausforderungen gesucht – in den Kategorien Startups, Forschung und Kooperation.

Der Gewinner in der Kategorie Startups, Organifarms, entwickelt Farmstationen, um komplexe Prozesse, wie die Ernte, Bestäubung und Pflanzenpflege, in Indoor Farming Umgebungen zu automatisieren. So können Personalkosten reduziert und die Qualität und Haltbarkeit der Früchte erhöht werden. Organifarms möchte Indoor-Farming als nachhaltige und ressourcenschonende Anbaumethode voranbringen, die laut dem Unternehmen im Kontext des Klimawandels und der wachsenden Weltbevölkerung ein wichtiges Element einer modernen Landwirtschaft ist.

Die Jury begründete ihre Entscheidung unter anderem wie folgt:

  • „…ein riesiges Marktpotential, für verschiedenste Pflanzensorten. Kosten werden reduziert, die Qualität gesteigert – und das bekannte Thema ‚Personalmangel‘ auch noch gelöst“;
  • „…auf sehr innovative Weise bringt Organifarms, mit einer hoch skalierbaren Lösung im Indoor-Farming, Digitalisierung und Automatisierung zusammen“.
  • Drei Finalisten hatten sich bis zuletzt ein enges Rennen geliefert. Neben Organifarms waren zwei weitere Unternehmen in der Endrunde:

  • Klim hat es sich zum Ziel gesetzt, die regenerative Landwirtschaft so schnell wie möglich zu treiben, um unter anderem den Beitrag der Landwirtschaft zum Erreichen der Klimaziele zu maximieren. Zentraler Bestandteil des Lösungsmodells ist die Klim-App, der weltweit erste, speziell für die regenerative Landwirtschaft entwickelte digitale Begleiter.
  • Paltech Robotics entwickelt die erste automatisierte Alternative zur händischen Unkrautbekämpfung im Grünland. Der rein mechanische Bekämpfungsmechanismus zeigt niedrigere Wiederaustriebsraten als alle anderen bekannten Methoden und ist auch gegen Pfahlwurzler wie Ampfer einsetzbar.

„Dass Innovation in der deutschen Landwirtschaft kein Fremdwort ist, wussten wir. Trotzdem waren wir von der Anzahl und Qualität der Einreichungen mehr als überrascht“, so Matthias Schulze Steinmann, Chefredakteur von f3 und Top Agrar. „Ich freue mich, dass der Innovationspreis Moderne Landwirtschaft gleich im ersten Jahr so hohen Anklang findet“. Lea Fließ, Geschäftsführerin des Forums Moderne Landwirtschaft, ergänzt: „Das Maß an innovativen Ideen ist überwältigend. Gleichzeitig muss Innovation auch gefördert werden – das tun wir mit diesem Preis zumindest ansatzweise.“

Nicht zuletzt dankten die Initiatoren der Jury des IML 2021, neben Fließ und Schulze Steinmann bestehend aus:

  • Hendrik Haase, Publizist, Netzwerker & Moderator
  • Eva Ogriseg, CEO tba network
  • Arndt Schwaiger, Geschäftsführer & Mitgründer hellmetrics GmbH
  • Nikola Steinbock, Bereichsvorständin Landwirtschaftliche Rentenbank
  • Anna Voges, Geschäftsführerin Saat-Gut Plaußig Voges KG

Die Juryphase für die Kategorie Forschung hat bereits begonnen, hier werden die Gewinner Ende Oktober auf dem Berliner Abend des FML bekannt gegeben. Bewerbungen für verbleibende Kategorie können hier eingereicht werden: innovationspreis-landwirtschaft.de/bewerben/

Für die Kategorie Kooperation können hier noch bis November Bewerbungen eingereicht werden.


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