Vorschlag

EU will mehr Klarheit bei Honigherkunft

Wie viel heimischer Honig steckt in den Gläsern aus der EU und wie viel Ware aus China ist untergemischt? Das soll künftig klar ersichtlich sein.

Sloweniens Landwirtschaftsminister Joze Podgorsek hat bei einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen dafür geworben, die Herkunft von Honig klarer zu kennzeichnen. Wenn Honig aus der EU mit Importhonig etwa aus China vermengt wird, muss dies bisher nur allgemein auf der Verpackung angegeben sein als „Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“, berichten Medien. Theoretisch könnten so kleine Mengen EU-Honig mit einem Großteil billiger Importe vermengt werden, ohne dass Verbraucher dies genau nachvollziehen kann.

Der Vorschlag für eine Aktualisierung der Vorschriften für die Kennzeichnung von Honigmischungen der slowenischen Ratspräsidentschaft soll auch bei den anderen EU-Ländern auf offene Ohren gestoßen sein. Eventuell könnte es nächstes Jahr schon konkretere Ergebnisse geben, ist zu lesen.

Die deutsche Honigernte fiel indes dieses Jahr recht schlecht aus. Im Schnitt lieferte ein Volk 28,3 kg, das sind 5,5 kg weniger als 2020 und gegenüber 2018 sogar 10,5 kg weniger. Die Ernte lässt sich dieses Jahr in 15,4 kg Frühtracht und 12,9 kg Sommertracht aufteilen. Grund ist die kühle und nasse Witterung im Frühjahr und Sommer.


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