Expansion

Familienstreit: Robert Tönnies nicht in China-Pläne eingeweiht?

Clemens Tönnies hatte Mitgesellschafter Robert offenbar nicht gesagt, dass der Konzern in China 500 Mio. Euro investieren will. Über diese Höhe hätte der Beirat abstimmen müssen, mahnt sein Neffe.

Hat Clemens Tönnies seinen Neffen Robert nicht in die Pläne eingeweiht, in China einen Schlachthof zu bauen? Das behauptet Mitgesellschafter Robert Tönnies im Gespräch mit dem Manager Magazin.

Der Sohn des 1994 verstorbenen Firmengründers Bernd Tönnies kritisiert seinen Onkel scharf. "Ich mache mir mittlerweile Sorgen, dass Clemens Tönnies an Größenwahn erkrankt sein könnte", sagte Robert Tönnies dem Magazin.

"Es gibt bezüglich des Investitionsvorhaben in China nur zwei Schlussfolgerungen: Entweder wurden der Beirat und ich getäuscht, da die geplante Investition eine Größenordnung hat, die der Zustimmung bedarf. Die Geschäftsführung hätte in dem Fall ihre Kompetenzen weit überschritten. Oder mein Mitgesellschafter hat wie seinerzeit beim angeblichen Bau eines Schlacht- und Zerlegebetriebs in Russland der Öffentlichkeit einen Bären aufgebunden", sagte Tönnies. Robert Tönnies kündigte nun an, das Thema auf der nächsten Beiratssitzung im Oktober zu "klären". Womöglich könnte er sogar versuchen, das Vorhaben zu stoppen.

Clemens Tönnies hatte diese Woche bekannt gegeben, gemeinsam mit der chinesischen Dekon Group ein Schlacht- und Zerlegezentrum in der Region Sichuan aufzubauen. Dafür wollen die Partner 500 Millionen Euro investieren. Dort sollen zunächst zwei Millionen Schweine geschlachtet werden.

Die Redaktion empfiehlt

Deutschlands größter Schlachtkonzern will künftig 6 Mio. Schweine in China schlachten und zerlegen. Zusammen mit dem chinesischen Partner investiert Tönnies rund 500 Mio. Euro.


Diskussionen zum Artikel

von Bernd Müller

Mal ehrlich...

...wen interessiert es...

von Ottmar Ilchmann

Clemens Tönnies ist ein Macher,

er ist es sicher nicht gewohnt, sich wegen solcher Kleinigkeiten mit irgendjemand abzusprechen.

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