Landvolk

Fehlendes Wolfsmanagement verursacht tiefen Frust

Landvolkvizepräsident Ehlers bemerkt in Gesprächen die zunehmende Enttäuschung und den tiefen Frust der Tierhalter über das starre behördliche Handeln beim Thema Wolf. Auch das mangelnde Verständnis in weiten Kreisen der städtischen Bevölkerung für die existenziellen Nöte der Weidetierhalter trifft diese in ihrem Selbstwertgefühl.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat mit der Abschussgenehmigung für den auffälligen Rodewalder Wolfsrüden nach Ansicht des Bauernverbandes aus Niedersachsen die richtige Entscheidung getroffen. "Wir hoffen inständig, dass die Abschussgenehmigung auch vor dem Oldenburger Verwaltungsgericht Bestand haben wird“, sagte Landvolkvizepräsident Jörn Ehlers.

„Wir bemerken in Gesprächen vehement die zunehmende Enttäuschung und den tiefen Frust über starres behördliches Handeln. Auch das mangelnde Verständnis in weiten Kreisen der städtischen Bevölkerung für die existenziellen Nöte der Weidetierhalter trifft diese in ihrem Selbstwertgefühl“, fasst Ehlers die Diskussion zusammen.

Nach Einschätzung der Betroffenen hat der auffällige Rüde aus dem Rodewalder Rudel, der wiederholt Schafe, Ponies und auch Rinder gerissen hat, sein Jagdverhalten bereits an die Nachkommen weitergegeben. „Wölfe oder ganze Rudel, die sich derart stark auf Nutztiere als leichte Beute spezialisiert haben, bleiben eine dauernde und unberechenbare Gefahr für weidende Schafe, Pferde und Rinder und müssen entnommen werden“, verdeutlicht Ehlers.

Die Weidetierhalter fordern daher energisch ein echtes Management der stetig steigenden Wolfsbestände, es muss auch eine Bejagung einbeziehen. Dazu sei das europäische Artenschutzrecht dringend anzupassen, damit nicht jeder einzelne Abschuss gerichtlich überprüft werden müsse.

Weidetierhalter haben die Grenzen eines effektiven Schutzes vor weiteren Wolfsrissen längst erkennen müssen. Weidetiere bleiben nicht an einem Ort, sondern ziehen von Weide zu Weide. Damit müssen auch Zäune immer wieder neu errichtet werden. „Weidetiere werden häufig in kleineren Beständen gehalten, Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis mehr zueinander“, macht der Landvolkvizepräsident deutlich. Der enorme Arbeitsbedarf für den Wolfsschutz bleibe zudem an einer Arbeitskraft, den jeweiligen Betriebsleitern, hängen. „Deren Kräfte sind physisch und psychisch erschöpft“, sagt Ehlers und fügt an: „Die Wolfsrisse zermürben unsere Tierhalter zusehends“.

Kritik gab es vom Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement (www.aktives-wolfsmanagement.de) auch an den Begutachtungen der Tierrisse durch ehrenamtliche Wolfsberater. Hier wünschen sich die Tierhalter eine Neuausrichtung, die professionell und vor allem neutral organisiert wird. „Die derzeitige Praxis der Rissbegutachtungen verliert zunehmend an Akzeptanz bei den Weidetierhaltern. Diese könnte durch eine Umkehr der Beweislast wieder hergestellt werden“, fasst Ehlers zusammen.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Hauke Lembke

Jeder ist sich selbst der Nächste

Was interessieren mich die Probleme der anderen. Schöne heile deutsche Welt. Wir wollen angeblich den Wolf, Artenvielfalt, Ökolandwirtschaft, Elektoautos usw. Viele Menschen, vor allem Stadtbewohner, sind von der Realität mittlerweile meilenweit entfernt. Sie können sich alles Leisten, müssen sich keine Gedanken um ihre Zukunft mehr machen. Geld kommt immer, egal von wo. Wenn in der Stadt die Luft und die Umwelt dreckig ist, dann soll doch gefälligst der Rest toll sein. Aber, wo nichts produziert wird wird kein Geld verdient. Von Dienstleistungen und heiler Welt kann ein Staat auf dauert nicht exestieren und auch keine "tollen" Sozialleistungen erwirtschaften. Aber was solls, es gibt wohl wichtiger Themen über die wir dann wochenlang in der Zeitung und auf Facebook diskutieren dürfen. Wen interessieren schon die Probleme hart arbeitender Menschen. Ist doch langweilig. Und wer anders denkt, der wird schon sehen was er davon hat. Tolles Deutschland

von Gerhard Steffek

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